Zahlen in der Bibel als abtrakte Muster deuten auf intelligentes Design hin. - Simson Project

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Zahlen in der Bibel als abtrakte Muster deuten auf intelligentes Design hin.

Konstruktion > Stilmittel
Lasst uns über Zahlen sprechen!
Zahlen lügen nicht! Schon gar nicht in der Bibel. Wenn wir uns mit den Zahlen der Heiligen Schrift beschäftigen, so stellen wir fest, Gott verwendet das Zehnersystem und rechnet mit den Grundrechenarten.  Schon im ersten Buch der Bibel, im ersten Kapitel, finden wir eine ganz einfache Additionsrechnung, die viele Vorschulkinder bereits können.
Tag eins, erster Tag;
Tag zwei, zweiter Tag;
Tag drei, dritter Tag usw., bis zum siebten Tag.

Intelligentes Design wird durch die Zahlen repräsentiert
Mit dieser einfachen Addition kommen wir auf die Zahl sieben. Und wie viel Tage hat eine Woche? Na klar, sieben natürlich. Die Zahl sieben gehört zu den wichtigsten Zahlen in der Bibel. Schon im Schöpfungsbericht wird sie mit der Vollendung in Verbindung gebracht. Sieben Tage nimmt sich Gott Zeit, um NEUES zu schaffen und zur Vollendung zu führen.

Warum sieben Tage? Keine leichte Frage. Genesis 1 ist der große Entwurf in Gottes Plan. Er wird repräsentiert durch die Zahl 7, die sich in der Bibel beständig wiederholt. Sie ist ein Muster, das in den verschiedensten Tonarten die gleiche Melodie summt und auf zukünftige Zeiten anspielt und ihren Sound bis in die Ewigkeit trägt. Der Plan der vollständigen Schöpfung wird also durch die Zahl 7 repräsentiert. Die Zahlen 1 bis 6 bilden die einzelnen Bausteine, um den großen Plan zu verwirklichen. In chronologischer Abfolge werden die Muster, das sind die Tage eins bis sechs, nun beschrieben. Das Ziel göttlichen Schaffens ist eine neue vollkommene Schöpfung.

Wundere dich nicht, weil in diesem Abschnitt das Muster besonders zum Vorschein kommt. Sind denn nicht auch die Zahlen selbst ein Muster, abtrakte Nennungen von konkreten Dingen? Und so laufen in der Bibel die Muster im Huckepack der Zahlen.
Der erste Tag des Schöpfungsberichts dauerte einen Tag. Wie lang war so ein Tag? Der Zeitraum wird präzisiert durch den Refrain: und es war Abend und es ward Morgen, (erster Tag). Damit wird ein 24-Stunden Tag beschrieben, von Sonnenuntergang bis Sonnenuntergang. Ein Tag kann auch andere Zeitperioden umschreiben. In 1.Petrus 3, 8 liefert uns der Apostel eine erweiterte Definition: Dies eine aber sei euch nicht verborgen, Geliebte, dass ein Tag bei dem Herrn ist wie tausend Jahre, und tausend Jahre wie ein Tag. Hier repräsentieren tausend Jahre einen Tag bzw. ein Tag steht für 1000 Jahre. In Psalm 90,4 wird die Definition gedreht und geringfügig verändert: Denn tausend Jahre sind in deinen Augen wie der gestrige Tag, wenn er vergangen ist, und wie eine Wache in der Nacht.

Erstes Muster - Tag Eins -
So wie im Anfang die Erde wüst und leer war, so ist auch unser Leben ohne Gott wüst und leer; so sieht uns Gott. Aus unserer Maulwurf-Perspektive sieht das natürlich völlig anders aus: die Erde ist schön und bunt und erhaltenswert. Damit der Maulwurf sehend wird, eigentlich von Natur aus unmöglich, er die Dinge vom Standpunkt Gottes aus betrachten kann, braucht es sehende Augen und Licht. Das fehlt dem Kleinen; er buddelt zeitlebens blind im Dunkeln; auch bei Tageslicht sieht er nicht. Und so sind auch wir. Von Geburt an ohne Licht, leben in Finsternis ...

Gott greift ein, er ruft: Es werde Licht! Es entstehen keine Lampen, wie Sonne, Mond und Sterne, sondern, es strahlt göttliches Licht, dass einem Menschen in seinem Inneren erleuchtet, gleichwie ein Sonnenstrahl, der durch die Lücke einer ansonsten schwarzen Wolkendecke, durchbricht. Dazu eine Frage: Ist ein so erleuchteter Mensch wiedergeboren oder errettet, weil ein Sonnenstrahl Gottes sein Herz berührt hat? Er hat sehr wohl die wärme genossen und durch das Licht klarer gesehen, aber damit ist noch nichts entschieden worden. Wenn Gott unsere Herzen erleuchtet, wird dadurch kein Glaube begründet.
Die Erschaffung des Lichtes ist das erste Muster der Bibel. Jetzt machen wir uns auf die Suche nach einer Erzählung, die dem ersten Muster entspricht.

Einige Kapitel weiter lesen wir von einem Mann. Er wohnte damals in Ur in Chaldeäa. Eines Tages, urplötzlich, dringt der Lichtstrahl Gottes in sein Herz; gleichzeitig erhält er den Auftrag, die Stadt und das Land zu verlassen und zu ihm zu kommen. Zu ihm? Ja, denn Gott wohnt in Kanaan,  so erklärt es Stephanus: Gott sprach zu Abraham: "Geh aus deinem Land und aus deiner Verwandtschaft, und komm in das Land, das ich dir zeigen werde". (Wofür steht dann Kanaan, wenn Gott dort wohnt?)

Wo finden wir jetzt das Muster? Nun, ohne den hebräischen Text erkennen wir es nicht. Sehen wir uns den Wohnort einmal genauer an. Abraham wohnte in Ur, im Land der Chaldäer. Die Stadt Ur schreibt sich auf hebräisch so: אור (H217 und H218) und bedeutet 1. Flamme und 2. im erweiterten Sinn (im Plural) der Osten (als eine Region des Lichts).  Die Wurzel des Wortes bedeutet leuchtend sein oder leuchtend machen. Nun kommen wir zu dem Land, indem sich die Stadt Ur befand. Das Land der Chaldäer; es schreibt sich auf hebräisch so: כשדי oder Plural כשדימה (ausgesprochen Kashdi´ oder Plural Kashdi´mah; das Hochkomma gibt die betonte Silbe an). Das Land lag am unteren Lauf des Euphrat, bis hin zum Golf. Die Bedeutung von Chaldäer ist: Erdklumpen-Meeresbrandung. Was für ein seltsamer Name. Wir können das Wort Chaldäer aber auch mit Erdklumpen-Brecher übersetzen und kommen dann dem Geheimnis der Stadt ein wenig auf die Spur.

Hier wieder eine Frage: Aus welchem Material wurde Adam gemacht? Das hebräische Wort lautet Adamah () und bedeutet Erdboden. Wenn wir den Menschen als einen Erdklumpen begreifen, dann verstehen wir auch, was die Brandung des Meeres mit einem solchen Erdenkloß macht. Der Klumpen zerbröselt in feinste Teile und wird vom Meer in die Tiefe gezogen. Hilflos versinkt der Mensch in noch tieferem Schlamm. Das ist das Land der Chaldäer.

Gott greift ein und erleuchtet Abraham. Der Vater aller Gläubigen hört auf Gott und wandert aus und zieht mit seiner Familie nach Haran, einer Zwischenstation. Nachdem der Vater Abrahams gestorben war übersiedelt ihn Gott nach Kanaan. Aber noch ist es nicht soweit. Der Umzug nach Kanaan findet erst am dritten Tag statt.

Aber wir können jetzt feststellen: Und es ward Abend und es ward Morgen, erster Tag. Das ist der erste Schöpfungstag im Leben Abrahams. Ist er nun eine neue Schöpfung?

Zweites Muster - Tag Zwei -
Gehen wir zum zweiten Tag:  Wie sieht die Erde jetzt aus? Hat sich ihr Äußeres verändert? Nein, der Zustand ist wie am ersten Tag. In Genesis 1:2 heißt es: Und die Erde war wüst und leer ... Auch am zweiten Tag ist die Erde noch eine Wüste im Sinne von Trostlosigkeit. Die Verödung ist das zweite Muster. Gehen wir zur Geschichte Abrahams zurück. Was tat Abraham, als er die Anweisung erhielt das Land seiner Geburt zu verlassen? Abraham zog aus. Er war gehorsam. Mit seiner ganzen Familie ziehen sie nach Haran.

Anmerkung: Das Wort Charan ist nicht zu verwechseln mit dem Bruder Abrahams, der Haran (הרן H2039) heißt. Sowohl im Deutschen, als auch im Englischen, werden die unterschiedlichen hebräischen Wörter mit Haran übersetzt, was zu Irritationen führen kann.  Charan schreibt sich mit Chet - ח - und Haran mit Hey - ה -.

Was ist nun das zweite Muster? Nun, ohne den hebräischen Text erkennen wir es nicht. Sehen wir uns den Ort einmal genauer an. Das hebräische Wort schreibt sich so: חרן (und wird wie folgt ausgesprochen: Cha-ran´ H2771). Sein Vater stirbt dort und Abraham bleibt zurück. Das Wort bedeutet ausgetrocknet, ausgedörrt, verdorrt. Das Land ist eine Wüste. Und mit der Wüste haben wir die Parallele zu Genesis 1:2. Und die Erde war wüst und leer.

Gott hat in das Herz Abrahams geleuchtet und nach dem sein Vater nicht mehr da ist, bleibt der Ort wüst zurück. Das deutet auf das irdische Israel  nach der Entrückung. Es werden gleichsam die Wasser getrennt. Die oberen Wasser sind jetzt über der Ausdehnung und die unteren Wasser unterhalb der Ausdehnung. Gott lässt den Mann Abraham dennoch nicht allein, sondern legt selbst Hand an. Er übersiedelt ihn am dritten Tag nach Kanaan. Was hat sich in Haran für Abraham geändert? Haran, welches mit Hey geschrieben wird, deutete auf das Himmlische. Der Überrest der Juden erbt nur das irdische Teil, das wird prophetisch durch den Mann Abraham vorhergesagt. (Abraham dient hier ein Muster. Er bildet hier u.a. den Überrest.) Endlich macht er sich auf und zieht in das Land, dass Gott ihm zeigen will.

Noch kurz die Wasser oberhalb der Ausdehnung erklärt. In Offenbarung 1 hört Johannes eine Stimme. Er dreht sich um und sieht zuerst sieben goldene Leuchter und anschließend den Sohn des Menschen. In Vers 15 heißt es dann: und seine Stimme wie das Rauschen vieler Wasser. Wer oder was sind die vielen Wasser?
Sehen wir uns vor der Beantwortung der Frage den Paralleltext in Daniel  10 an. Die Vision Daniels kann nur als Paralleltext erkannt werden, wenn man die Visionen gegenüberstellt. Arbeitet man die Unterschiede heraus, dann lassen sich die Visionen in eine zeitliche Reihenfolge bringen. An dieser Stelle möchte ich nur die Stimme herausgreifen, die in Daniel 10 spricht. Es heißt in Vers 6: und die Stimme seiner Worte war die Stimme einer Menge.
Die oberen Wasser sind die Heiligen, die im Himmel sind. Sie sind die vielen Wasser, die mit der Stimme einer Menge redet. Jesus sagt: Wer an mich glaubt, gleichwie die Schrift gesagt hat, aus dessen Leibe werden Ströme lebendigen Wassers fließen. Das Wasser ist das Bild des Heiligen Geistes, der sich aus den Glaubenden ergießt. Das sind große Stöme und keine Rinnsale oder gar Tröpfchen.

Manchmal beschleicht mich eine diffuse Befürchtung. Viele Christen wollten lieber hier auf der Erde bleiben, so wie Abram.  Das war sein erster Name und bedeutet: Erhabener Vater, und weist auf eine distanzierte Beziehung zu Gott hin. Gott der Vater wohnt im Himmel und jene wohnen auf der Erde.  

Und es ward Abend und es ward Morgen, zweiter Tag. Welche Auswirkungen hatte der zweite Tag für Abram? Eine mühevolle Reise stand ihm bevor. Der Patriarch muss sich auf den Weg machen, denn er ist noch nicht am Ziel. Er startet in Haran. Wenn wir die akkadische Wurzel des Namens Haran heranziehen, deutet es auf eine besondere Reise. Haran, vom akkadischen her, bedeutet Straße oder Weg. Das ist der prophetische Hinweis auf die Apostelgeschichte. In den Abschnitten 9:2, 9:7, 19:23 und 24:22,  wird von Menschen geredet, die "des Weges" sind. Genau auf diesem Weg reist nun Abram in Richtung Kanaan. Und das führt uns zum dritten Tag, oder auch zum dritten Muster.

Drittes Muster - Tag Drei -
Nun kommt sichtlich Bewegung in die Sache. Gott sammelt die Wasser unterhalb der Ausdehnung an einen Ort und das Trockene wird sichtbar. Der Satz ist genial formuliert. Einerseits wird im Schöpfungsbericht die Landmasse, die unter den Wasser liegt jetzt sichtbar, weil Gott die Erde vom Wasser trennt. Andererseits werden die Wasser, das sind die Zeugen Jesus nach der Entrückung, gesammelt. Das Trockene wird sichtbar. Das Trockene bedeutet "trockener Boden" und unterscheidet die Landmasse von dem Meer. Und wieder sehen wir ein wüstes Land. Dennoch kann Gott auf diesem trockenen Grund neu pflanzen. Zuerst das Gras, dann das Kraut und schließlich die Fruchtbäume.

Sehen wir uns die Wortwurzel vom "Trockenen" an, hebräisch יבש (jawesh H3001), dann erhalten wir eine Ahnung, was der trockene Boden andeuten will. Jawesh heißt übersetzt: beschämt sein, durcheinander oder verwirrt oder enttäuscht.  

Viele Juden und Christen werden beschämt sein, weil sie dem prophetischem Wort nicht glaubten. Sie werden ihre Köpfe verdrehen. Man sieht ihnen die Verwirrung an: Haben wir nicht auf den Herrn gewartet, haben wir seinen Worten denn nicht geglaubt. Die Enttäuschung wird alle bis in das Innere erschüttern.

Was ist schief gelaufen? Ihr Glaube war nur kopfgesteuert und hat nicht ihr Herz erreicht. Sie waren der Meinung sie hätten eine Beziehung zu Jesus, aber weit gefehlt. Es ist gleichsam wie in einem deutschen Lied:

Wenn der Glaube nicht mehr als ein Standpunkt ist,
der wir einmal für immer bezogen
und nicht gelebt und erfahren wird,
sind wir tot und wir selbst sind betrogen.

Was sollen die Details andeuten, wenn wir sie alle auf die Geschichte Abrahams beziehen? Lesen wir Genesis 12:5: Und Abram nahm Sarai, sein Weib, und Lot, seines Bruders Sohn, und alle ihre Habe, die sie erworben, und die Seelen, die sie in Haran gewonnen hatten, und sie zogen aus, um in das Land Kanaan zu gehen; und sie kamen in das Land Kanaan.
Wenn die Wasser oberhalb der Ausdehnung auf das himmlische Volk deuten, so kann es sich bei den Wassern unterhalb der Ausdehnung nur um das irdische Israel handeln. Gott bringt sein Volk ins Land. Der Auszug aus Haran steht somit fest. Abram nimmt seine Frau und seinen Neffen, und alle Habe und alle Seelen, die er in Haran gewonnen hatte und sammelt sie. Er muss sie sammeln, denn der Ort an dem sie wohnen ist öde (Haran - Wüste). Erst in Kanaan werden sie Futter für die Schafe finden - Gras - und Nahrung für die Ziegen - Kräuter - und Speise für die Seele - Fruchtbäume -. Nur in Kanaan hat Gott die Wasser gesammelt.

Erst wenn die Reisegesellschaft in Sichem angekommen ist, wird der HERR wieder zu Abram reden. Sie durchziehen das Land, bis sie zu einem besonderen Baum kommen, der Terebinthe Mores, die zu Sichem steht. Und es ward Abend und es ward Morgen: dritter Tag.

Viertes Muster - Tag Vier -
Noch immer hat sich im Leben Abrams nichts ereignet, von dem wir sagen könnten, ja, jetzt hier hat er seinen Herrn und Gott ins Herz aufgenommen. Er wurde zwar erleuchtet, zog danach Haran und wohnte dort, wandert aus, nachdem sein Vater stirbt, und begibt auf eine lange Reise. In Kanaan angekommen durchwandert er das Land, bis nach Sichem kommt. Wofür steht dieser Ort und  vor allem, wofür steht die Terebinthe Mores?


Fortsetzung folgt!






 
Copyright 2017. All rights reserved. H. Randy Rohrer
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü