Elia und Elisa oder: Entrückung des Erstgeborenen nach Gottes Auswahl - das ist Jakob - und Dienst des Erstgeborenen durch die natürliche Geburt - das ist Esau - - Simson Project

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Elia und Elisa oder: Entrückung des Erstgeborenen nach Gottes Auswahl - das ist Jakob - und Dienst des Erstgeborenen durch die natürliche Geburt - das ist Esau -

Skripts
Die Stationen, die Elia und Elisa miteinander ablaufen, beschreiben den ersten Festzyklus aus Leviticus 23 in Verbindung mit Offenbarung 2 und 3. Siehe Skript Rundwege (z.Zt. in Vorbereitung).


Elia und Elisa

Als das Volk Israel durch die Wüste zog, gab ihnen Gott vom Himmel her zu essen. Jeden Morgen lag um das Lager herum die Speise, die Gott ihnen schenkte. Das erste Mal fragten sie sich untereinander: Man Huh?[F 1] Was übersetzt »was ist das?« bedeutet. Und so können wir an jeder Stelle in der Bibel fragen: Man Huh? Was ist das?

Im Neuen Testament wird uns das eigentliche Brot vorgestellt. Es ist der Herr selbst, der aus dem Himmel gekommen ist.[F 2] Das wahrhaftige Man ist der Sohn Gottes. Jesus, das fleischgewordene Wort Gottes. Der Apostel Johannes drückt es folgendermaßen aus: Der Geist der Weissagung ist das Zeugnis Jesu. Und so fragen wir uns auch in der Geschichte des Elias und Elisas: Man Huh? Was ist das? Was will der Geist uns über die Person Jesu prophetisch mitteilen?

Elia und Elisa sind zwei Männer in der Bibel. Gott hat sie zum Dienst für sein Volk erwählt. Sie symbolisieren den Herrn und sein ein Zeugnis Jesu. Darüber hinaus stehen sie auch für die Gläubigen. Elia und Elisa bilden die Treuen Israels () und Judas vor.

Vorgeschichte
Elia ist des Dienstes müde. Er flieht in die Wüste und will sterben.[F 3] Er legt sich hin und schläft ein. Gott sieht seine Schwachheit und kommt ihm zu Hilfe, indem er einen Engel sendet. Der Bote weckt den Propheten und fordert ihn zweimal auf zu essen. Nachdem Elia wieder zu Kräften kommt, erhält er eine Anweisung. Der Auftrag lautet: Gehe zum Berg Horeb. Er macht sich auf den Weg. Nach 40 Tagen kommt er dort an. Er begegnet Gott nicht im Sturm, nicht im Feuer und nicht im Erdbeben, sondern im sanften Wind. Elia erkennt, dass Gott im sanften Säuseln ist. Nun verhüllt er sich.

Gott fragt ihn zwei Mal: Was tust du hier, Elia? Er antwortet jeweils mit den Worten: Ich habe sehr geeifert für den Herrn, den Gott der Heerscharen. Und dann erzählt er von all seiner Arbeit um das Volk Gottes und dass sich Israel trotz aller Mühe vom Herrn abgewendet hat. Elia glaubt sich allein. Was ihn am schwersten trifft ist, die Feindin sucht ihn zu töten. Gott hört geduldig und aufmerksam zu. Nachdem Elia sein Leid geklagt hat, erteilt ihm Gott drei Aufträge. Der Herr hat einen Ausweg, einen Plan. Das Ziel des Beschlusses lautet: Rettung der Treuen, Gericht über die Gottlosen. Gott bereitet die Endphase seines Heilsplans vor und betraut Elias mit den folgenden Aufgaben. Er soll drei Männer salben:

  •   Ben Hadad zum König über Syrien
  •   Ahasja, den Sohn Ahabs, zum König über das Nordreich
  •   Elisa zum Propheten.

In diesem Kapitel konzentrieren wir uns auf Elisa, dem zukünftigen Propheten der Juden, zu dem sich Elia auf den Weg macht. Elia sucht seinen Nachfolger und findet ihn bei der Arbeit. Elisa hält sich beim zwölften Joch Rinder auf. Elia wirft seinen Mantel auf Elisa, der ihm jetzt nachfolgt. Elisa kehrt unvermittelt an seinen Ort zurück, schlachtet die Rinder, kocht[F 4] sie und setzt sie seinen Leuten vor. Anschließend verlässt er sie und folgt seinem Herrn, dem Elia.

Um die Geschichte der beiden Männer besser zu verstehen, sehen wir uns einige Details genauer an. Wir werden danach die Zeit ihres prophetischen Dienstes genauer einordnen können. Zuerst untersuchen wir die Bedeutung ihrer Namen, dann ihre Abkunft und Abstammung.


Elia
Sein Name bedeutet einerseits "Mein Gott ist Jahwe", andererseits auch "Gott (des) Jahwe". Die zweite Übersetzungsvariante liefert uns den ersten Hinweis darauf, wer der Mann ist. Elia steht für Jesus. Im Hebräerbrief wird vom Sohn Gottes gesagt: Dein Thron, o Gott, ist von Ewigkeit zu Ewigkeit. Das sagt Gott der Vater über seinen Sohn. Die Übersetzungsvariante, "Gott des Jahwes" ist demzufolge für den Messias vorzuziehen. Sein Volk bekennt, durch die erste Variante: Mein Gott ist Jahwe, der Herr.


Die Vorfahren Elias
Was erfahren wir über seine Abstammung? Elia ist ein Tisbiter, von den Beisassen Gileads. Er scheint keinen festen Wohnsitz zu haben. Er wird Tisbiter genannt. Das ist ein Zuflucht-Suchender. Das hebräische Wort deutet auf einen Flüchtling. Elia muss folglich geflohen sein. Von wo und wohin? Es wird uns nicht mitgeteilt. Es fehlen auch die Angaben seiner Eltern. Im Alten Testament scheinen keine weiteren Informationen vorzuliegen. Wir lesen aber in einer anderen Geschichte der Bibel, die von ihm gleichnishaft erzählt. Wir lesen von einen Mann, der in die Fremde zog. Zuhause war es ja nicht mehr auszuhalten und so flüchtete er und landet am Ende in Rom.

Es ist die Geschichte von Onesimus. Sie beschreibt mittels einer Parabel den Knecht Gottes, der vom Hause Juda verworfen und fortgejagt wird. Doch endlich, am Ende der Tage, kommt Post ins Haus Juda. Ein liebevolles Empfehlungsschreiben von Paulus dem Alten [F 5]. Der Sklave, der auf so zärtliche Weise von Paulus dem Philemon empfohlen wird, wird hier im Buch der Könige Elia genannt. Er ist Beisasse und d.h., schaut, dieser Knecht ist kein Ausländer, er gehört zum jüdischen Volk.

Noch ist er für euch ein Fremder, der sich gegenwärtig im Land Gilead aufhält. Das Land Gilead [F 6] steht für "eine Menge von Zeugen" und weist symbolisch auf den heutigen Wohnort der Juden. Es ist die christliche Welt, vor allem die evangelikale Christenheit. Sie zeugen von dem dem Gesalbten. Sein Name lautet: Jesus von Nazareth. Er ist der Christus, aus dem Samen Davids; eben dieser Jesus ist der König der Juden und der Retter der Welt.

Symbolisch wird die Zeit der Diaspora mit den 70 Jahren Babylons angedeutet. Die 7 Gemeinden aus Offenbarung 2 und 3 beschreiben u.a. diese Zeit.

Traurigerweise ist Jesus für viele Juden ein Fremder geblieben und, wenn doch namentlich bekannt, so gilt er den Meisten nur als ein Jude unter vielen. Glücklicherweise fangen sie an, IHN als einen der ihren zu sehen.

Elia erfüllt seinen Auftrag vorbildlich. Er sucht den Elisa. Und so gibt es heute viele Christen, die mit großer Liebe und Hingabe die Juden suchen, um ihnen Jesus lieb zumachen. Sie bringen die gute Botschaft von der Vergebung der Sünden und der Rechtfertigung aus Glauben.

Elias Auftrag ist unser aller Auftrag!

Wir erfahren nichts über seinen Vater und seine Mutter. Wir haben damit einen zweiten Hinweis darauf, dass Elia auf den Sohn Gottes hindeutet. Der Messias ist ohne Anfang und ohne Ende. Er wird im Hebräerbrief dem Priester Melchisedek verglichen, der gleichfalls ohne Geschlechtsregister ist, ohne Lebensanfang und Lebensende. Der Prophet in seinem priesterlichen Dienst am Volk Gottes.

Der Ausdruck "Elia der Tisbiter" kommt "sechs Mal [F 7]" im Alten Testament vor. Auch diese Zahl deutet auf das Ende der Christenheit. Außerdem wird durch den Term "Elia der Tisbiter", betont, dass der Prophet, solange er auf der Erde lebt, ein Zuflucht-Suchender bleibt. Den gleichen Aspekt finden wir in Hebräer 13,14: Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir. So wie Elia seine Zuflucht in Gott gesucht hat, so suchen auch die Christen ihre Ruhestätte bei Gott dem Vater.


Elisa
Der Name bedeutet: Gott des Gebets (bzw. Gott des Reichtums). Und so lesen wir vom Messias: Für meine Liebe feinden sie mich an; ich aber bin stets im Gebet [F 8].

Der Sohn Gottes betet beständig für sein Volk, damit er ihnen den Reichtum seiner Herrlichkeit schenken kann. Hier sehen wir nochmals den Priesterdienst des Messias, der für die Juden betet, obwohl sie ihn hassen. Er gilt ihnen als Abscheu (Jesaja 40,7).


Der Herr hat das jüdische Volk nicht aufgegeben. Mögen die Juden doch heute noch seinen Namen anrufen, sie würden nicht ins Gericht kommen.


Der Vater des Elisa
Anders als bei Elia, erfahren wir von Elisa den Namen seines Vaters. Er lautet Saphat und bedeutet Richter. Er kommt aus dem Ort "Aue des Tanzes" (Abel-Mehola). In einem Satz ausgedrückt: Elisas Vater ist Richter und wohnt an einem besonders grünen und saftigen Ort, dort wo man ausgelassen und fröhlich ist.

Warum heißt der Vater Elisas "Richter"? Abraham sprach: Sollte der Richter der ganzen Erde nicht recht richten? Die Frage richtete Abraham an den Herrn, als dieser sich mit zwei anderen Männern auf den Weg nach Sodom und Gomorra befand. Es deutet das Gericht über Juda und Jerusalem an [F 9]. Mit dem Namen des Vaters haben wir den dritten Hinweis auf den Messias und einen weiteren auf die Endzeit und dem Gericht am Ende der Tage. Viele Details weisen auf unsere Epoche. In unseren Tagen, vor unseren Augen, läuft der Film »Elia und Elisa« ab.

Wir erleben die letzte Episode einer Staffel, die sich Gemeinde Jesu nennt. Gott bereitet die Christen auf die Entrückung vor. Erzählt wird das in der Person des Elia. Gleichzeitig werden auch die zurückgebliebenen Juden vorbereitet, die durch das schwere Gericht gehen müssen, bevor das Friedensreich des Herrn Jesus Christus beginnt,  dargestellt durch Elisa.


Die Einheit von Vater und Sohn
Wenn Jesus sagt, dass er alles tut, was auch der Vater tut, so finden dies hier bestätigt. Gott sagt zu Elia dem Tisbiter: Und es soll geschehen; wer dem Schwerte Hasaels entrinnt, den wird Jehu töten; und wer dem Schwerte Jehus entrinnt, den wird Elisa töten. Elisa führt das Gericht des Vaters aus, so wie auch Hasael und Jehu Werkzeuge Gottes sind. Alle drei fungieren als sichtbare Richter. Gott bleibt unsichtbar.

Der erste Richter kommt aus dem Norden, das ist Syrien. Der Zweite aus dem Nordreich Israel und der dritte, Elisa, aus dem Südreich.

Syrien steht für die islamisch-dominierten Völker. Israel für die christliche Welt des Westens. Juda steht für das heutige Israel. Syrien wird die Welt in Schrecken setzen; der Anti-Christ wird alle umbringen, die nicht sein Malzeichen annehmen und Elisa wird die Übrigen töten.


Elisa bei dem zwölften Joch Rinder
Wie schon oben erwähnt, trifft Elia seinen Nachfolger bei der Arbeit an, beim zwölften Joch Rinder. Auch hier haben wir einen Hinweis auf die zeitliche Einordnung. Die Rinder stehen für die Mächtigen in Regierung und Verwaltung d.h., Elisa wird zur Zeit, in der das zwölfte Joch in Amt und Würden ist, zum Propheten berufen. Die Zahl zwölf bildet heilsgeschichtlich ein Enddatum [F 10]. Halten wir dies im Gedächtnis, denn es ist für die nachfolgenden Ausführungen von Bedeutung. Was wir uns noch merken müssen ist, Elisa hat eine Glatze. Wir merken uns also die Zahl zwölf und den Kahlkopf.



Namensaufzählungen in der Bibel
Wann Gott etwas tut, wird auf vielerlei Weise [F 11] erzählt. Um Elia und Elisa in die Heilsgeschichte richtig einzuordnen, untersuchen wir jetzt eine Namensliste. Wo immer wir in der Bibel Namen aufgezählt finden, seien es Ortsnamen oder Geschlechtsregister, verbirgt sich dahinter eine besondere Geschichte. Gott hat auf diese Weise einige Dinge versteckt.[F 12]


Für Elias' und Elisas prophetische Einordnung lesen wir den Text aus Genesis 36. Dort werden die Fürsten Esaus namentlich aufgeführt. Warum kommen die Nachkommen Esaus in Frage?

Esau steht symbolisch für die Juden. So wie Esau als Erstgeborener den Vorzug hatte, um einen besonderen Segen zu erhalten, so war auch das Volk Israel vor allen anderen Völkern bevorzugt. Die Juden besitzen von Rechts wegen das Erstgeburtsrecht. Aber sie verachten den Messias und so geht das Erstgeburtsrecht auf die Nationen über, so wie es von Esau auf Jakob überging. Im Römerbrief beschreibt Paulus Erstaunliches. Gott hatte bereits vor der Geburt, noch bevor die beiden Gutes oder Böses tun konnten, den Jakob erwählt. Und so steht geistlicherweise Esau für die Juden und Jakob für die Nationen. Wie ein roter Faden zieht sich die Erwählung Jakobs und der Segen des Erstgeborenen durch das gesamte Alte Testament.
Mit anderen Worten erklärt: Jeder von uns, der heute an Jesus glaubt, der gehört zu den Erstgeborenen. Ob ein Jude oder von den anderen Nationen. Es wird niemand bevorzugt, alle werden durch Gottes Gnade angenommen, durch Gnade heißt: durch sein freundliches Entgegenkommen.

Nun zu den Fürsten Esaus aus Genesis 36. Prophetisch beschreibt die Fürstenliste den Verlauf der Geschichte des jüdischen Volkes. Für unsere Geschichte, 2. Könige 2, sind die Söhne Oholibamas von Bedeutung. Sie erklären uns das zwölfte Joch. Jedes Joch steht für eine Regierungszeit in Bezug auf die Juden. Und die Frauen Esaus charakterisieren das jüdische Volk im Verhältnis zu ihrem Messias.


Die Fürsten 12, 13 und 14 sind Söhne Oholibamas.
  • Der erste heißt Jeghusch, 12. Fürst.
  • Der zweite Jaghlam, 13. Fürst.
  • Der dritte Korach, das ist der 14. Fürst.

Die Bedeutung ihrer Namen
  • Jeghusch: Der erste Sohn Oholibamas bedeutet: Er eilt, um zu helfen.
  • Jaghlam: der zweite Sohn Oholibamas bedeutet: verborgen versteckt, verschleiert bzw. getarnt.
  • Korach: Der dritte Sohn Oholibamas teilt uns mit, durch wen Gott Rettung schafft: "Kahl, glatzköpfig".

Der 14. Fürst deutet auf Elisa. Und jetzt fassen wir die drei Fürsten Esaus in einem Satz zusammen: Der Ewig-Seiende eilt im Verborgenen und getarnt, um durch den Kahlkopf zu helfen. Die Söhne Oholibamas sind die jüngsten Fürsten Esaus. Sie deuten auf die Endzeit, auf unsere Zeit. Der Aspekt des unsichtbaren Handelns Gottes wird im Buch Esther besonders betont.


Die Geschichte für Esau endet glücklich. Auch im Neuen Testament wird es verborgen und getarnt erzählt. Wir lesen im Hebräerbrief: Durch Glauben segnete Isaak, in Bezug auf zukünftige Dinge, den Jakob und den Esau. Das Wort »zukünftig« deutet auf das Zeitalter des Messias und reicht bis in die Ewigkeit hinein.

Dass die Fürsten Esaus durchaus mit den Juden gleichgesetzt werden müssen, wird durch das Weib Oholibama bekräftigt. Ihr Name bedeutet: "das Zelt eines hohen Ortes", das sind die Christen. Durch ihre liebevolle Arbeit haben sie viele Juden zu Jesus geführt. Über Oholibamas Zelt schreibt der Prophet Hesekiel. Die nachfolgende Zeilen werden der irrigen Lehre von einem dritten Tempel im 1000-jährigem Königreich, in dem weiterhin Tieropfer dargebracht werden sollen, einen "Nach-Denkzettel" liefern. Niemals werden die aufrichtigen Juden, die Christen geworden sind, Tieropfer bringen.


Der dritte Tempel
Auch hier fragen wir uns: Man Huh? Was ist das? Und das fragen wir uns besonders kräftig und laut, damit es alle hören.
In Hesekiel erhalten Samaria und Jerusalem von Gott neue Namen. Obwohl beide in Hurerei verstrickt sind, will Gott uns durch die Vergabe der neuen Namen an die beiden Hauptstädte seine Gnade und anhaltende Liebe und Treue deutlich machen. Gott nennt Samaria: "das ist Ihr Zelt", das ist Ohola, sie steht für das geistliche Haus, dem Tempel Gottes, indem Christus, der Messias, der Eckstein ist. Samaria heißt deshalb "das ist ihr Zelt", weil die Christen an diesem Bau mitarbeiten.

Jetzt zu der Stadt Jerusalem. Gott nennt diese Stadt "mein Zelt in ihr", das ist Oholiba. Und nun müssen wir einfach logisch vorgehen, um zu erkennen, dass es sich bei Ohola und Oholiba um das gleiche Zelt handelt. Wenn Gott Samaria "ihr Zelt" nennt, dann ist es auch des Herrn Zelt. Sie ist die Braut des Lammes und er ihr Bräutigam. Und noch immer gilt in einer solchen Beziehung der Grundsatz: Was mein ist, ist dein. Und so stellen wir fest "Oholas Zelt" ist auch SEIN Zelt".

Wenn nun Gott Jerusalem "mein Zelt in ihr" nennt, dann will Gott sagen: "Oholas Zelt", ist das Zelt des Messias, und das Zelt des Messias ist in ihr, in Jerusalem.

Die Ehe Esaus mit Oholibama
Wenn wir die Bedeutung der Namen – Ohola und Oholiba – und die Beziehung der Beiden verstanden haben, dann ist die zeitliche Zuordnung der letzten drei Fürsten Esaus nicht schwer. Gott eilt dem jüdischen Volk zu Hilfe und tut dies noch im Verborgenem. Aber mit der Rückkehr aus dem Land, östlich des Jordan, beginnt der Herr durch den Glatzkopf [F 13] sichtbar einzugreifen.

Der Name der Frau Esaus lautet Oholibama und bedeutet, wie schon oben gesagt, "das Zelt eines hohen Ortes" und steht symbolisch für die Braut des Lammes. Sie bildet die Mutter der Söhne, denn durch ihre Arbeit werden sich viele Juden bekehren.

Den jüngsten Sohn nennt sie Korach. Das ist der Kahlkopf. Er steht sowohl für den Messias, als auch für den treuen Überrest in der großen Drangsalszeit. Das sind die 144 000. Die beiden anderen Söhne Oholibamas stehen symbolisch für die zwei vorangegangenen Generationen, so wie es in der Parabel des 78. Psalms[F 14] beschrieben wird.

Esau und seine prophetische Bedeutung
Esau heißt "rau". Das ist sein erster Name. Später erhält er einen Zweiten, Edom, das ist "rot". Als dritten Fakt nehmen wir die Verachtung des Erstgeburtsrechts. Mit diesen drei Aspekten haben wir das jüdische Volk aus Gottes Sicht beschrieben. Sie sind rauh und wie ein spitzer Felsen suchen sie beständig alles von sich abzuhalten und erspähen das Haar in der Suppe. Das Rot steht für das viele Blut, das unter den Juden durch die anderen Völkern vergossen wurde. Und dass viele Juden das Erstgeburtsrecht verweigerten erzählt davon, dass sie ihren Messias bei dem ersten Kommen verachtet und abgelehnt hatten.

Auch die Ehe Esaus mit Oholibama deutet auf unsere Zeit. Esau steht für den Herrn. Er ist mit Oholibama verheiratet. Er kommt als rauer Herr daher, in einem roten Gewand, das blutgetränkt ist (Jesaja 63,2-6). Er wird die Edomiter, das sind jene Juden, die weiterhin den Herrn ablehnen, vom Erdboden hinweg, vollständig ausrotten (siehe das Buch Obadja). Wenn also ein Jude, vom Typ Esau, sich nicht bekehrt, dann droht ihm das Gericht aus Obadja. Die Treuen Kinder der Oholibama werden teilweise durchs Todestal gehen, aber sie werden am Ende der Drangsal wieder auferstehen und den Segen des Friedensreiches genießen können. Von der großen Drangsalszeit erzählen Daniel 3 und 6 in allegorischer Weise.



2 .Könige 2
Kurz vor der Entrückung sehen wir die beiden Männer von Gilgal fortgehen. Was mögen sie dort gemacht haben? Ich bin sicher, Elia hat dem Elisa von Golgatha erzählt und ihm erklärt, wie die beiden Orte, Gilgal und Golgatha, zusammengehören.

Schon im Deuteronomium wird auf geheimnisvolle Weise von Gilgal erzählt. Das 11. Kapitel beginnt mit der herzlichen Aufforderung: So sollst du denn Jahwe, deinen Gott, lieben.

Wenn das Volk auf die Stimme Gottes hört und ihm nachfolgt und in seinem guten Gesetz lebt, dann werden sie das Land besitzen. Das verheißene Kanaan liegt in Richtung Sonnenuntergang, deshalb muss Israel, vom Osten her kommend, den Jordan überqueren. Von Osten bedeutet: neu anfangen, so wie die Sonne im Osten aufgeht und einen neuen Tag ankündigt, so beginnt für die Juden ein neuer Heils-Tag. Es ist der letzte Tag, um dem ewigen Gericht zu entkommen.

In Josua werden drei Orte genannt. Das sind die Berge Gerisim und Ebal und der Bezirk Gilgal. Gilgal ist der erste Ort, den Josua und das Volk erreichen. Er liegt östlich an der Grenze zu Jericho. Die Lokalisierung des Bezirks an der Ostgrenze zu Jericho deutet auf den Anfang der Geschichte im Lande. Hier fand die Beschneidung statt und hier aßen sie ihr erstes Passah. Östlich von Jericho bedeutet auch, dass sie den Frieden noch nicht genießen konnten. Die Stadt Jericho war noch nicht erobert und zerstört.

Die Beschneidung wird im Neuen Testament mit dem Sterben des Fleisches verglichen. Ein anderes Bild dafür ist die Taufe. Christen bezeugen mit dem Untertauchen das Gestorbensein mit Christus.

Nun, einige verstehen das Sterben mit Christus einzig als eine gedankliche Wirklichkeit. Sie lassen sich taufen und anschließend beschäftigt man sich nicht mehr damit. Doch das Gegenbild der Taufe, die Beschneidung, verdeutlicht einen von vielen vernachlässigten Aspekt: die Schmerzen nach der Beschneidung.

Schmerz und Leid nach der Taufe - Beschneidung-
Christen wundern sich, dass sie, obwohl Christen, immer noch den Hang zur Sünde haben. Wird eine Bescheidung beim Mann durchgeführt, so dauert der Heilungsprozess etwa 14 Tage. Auf das geistliche Leben angewendet, deutet es auf die Schmerzen in seinem Leben. Durch den medizinischen Eingriff, sein Tod mit Christus, fühlt er die Pein. Warum? Die alte und sündige Natur wirkt weiterhin. Jedesmal, wenn er der Sünde widersteht, leidet er. Unter Umständen können solche Schmerzen ein Leben lang immerwieder aufleben. Die Zeichen des Todes werden wiederholt erlebt. Gott sei dank! Spätestens mit dem körperlichen Tod bzw. der Entrückung hören die Schmerzen der Begierden auf. Dann wird der Verlust sündiger Sehnsüchte als Gewinn vollständig erfasst.

Wir dürfen auf dem Herrn vertrauen und seine Hilfe auch in diesen Dingen in Anspruch nehmen. Gott sagt: Ich bin der Herr dein Arzt. Er ist der Fachmann für unsere Schmerzen der geistlichen Beschneidung. Der Herr will helfen; er hat verwundet, er kann auch heilen.

Als sie noch in Schmerzen
Am anderen Tag feiert Josua und das Volk Passah. Die Sünde regt sich weiterhin, aber sie erleben jetzt: Jemand anderes stirbt.. Gott machte bereits im Garten Eden deutlich, dass die Übertretung eines einzigen Gebotes den Tod nach sich zieht. Damit Adam und Eva am Leben bleiben konnten, tötete Gott ein reines Tier. Weil durch die eine Sünde der Mensch das Gift des Sündigens in sich trägt, ist es nur eine Frage der Zeit, bis der leibliche Tod eintritt.

Auf das stellvertretende Passahlamm konnte ein Jude seine Sünden bekennen, aber das verschaffte ihm kein ewiges Leben. Das Gesetz hat den Menschen nicht vollkommen machen können. Der Sünder sündigt ein Leben lang.

Hier endet die Parallele. In Gilgal wurde die Schande Ägyptens abgewälzt. Das Fleisch, das ist die sündige Natur, wirkt weiterhin. In solch einem Zustand kann sich kein Frieden einstellen; nur Gott kann den Frieden bewirken.

Was Beschneidung und Passah nicht leisten konnten
Frieden kann nur herrschen, wenn der Feind besiegt ist. Und das wird erst mit der Eroberung und Zerstörung des gewaltigsten Bollwerks erzählt. Es handelt sich um die Zerstörung Jerichos. Die Festung Jericho steht noch, deshalb herrscht kein Friede. Das Innerste bleibt in Unruhe, weil die Sünde sich immer noch regt; auch deshalb musste alljährlich das Passah gegessen werden. Die Hure Rahab ist u. a. ein Symbol für den sündigen und verdorbenen Menschen;  weil sie ein aufrichtiges Herz hat wird sie gerettet.

Mit der Beschneidung sollen wir das Fleisch töten. Mit dem Passah haben wir einen Stellvertreter, der unsere Sünden trägt. Nun aber eine entscheidende Frage: Was nützt es mir, wenn ich einmal sterbe? Wie verbringe ich die Ewigkeit? Darauf geben Beschneidung und Passah keine Antwort?

Wo bleibt die Auferstehung?

Golgatha und die Taufe
Als Jesus am Kreuz zum Passah wurde, hat er stellvertretend alle meine Sünden auf sich genommen:  die Sünden der Vergangenheit, die Sünden der Gegenwart und die Sünden der Zukunft. Jesus ist das Opferlamm, das einmal für allemal gestorben ist.

Das nimmt mir viel Arbeit weg, nicht wahr. Wie viele Tiere hätten für mich sterben müssen?

Jesus ist für mich gestorben, weil ich ein Sünder bin. Beständig produziere ich Sünde. Mein Innerstes ist darüber dauerhaft in Unruhe. Doch welch ein Glück, an dem Tag, an dem ich Jesus in mir aufgenommen habe, darf ich ruhig werden. Das Gesetz der Sünde, das in mir war, wurde durch ein neues Gesetz ersetzt. Der Gerechte, Jesus Christus, ist für mich gestorben, als ich noch ein Sünder war. Ach? Was bin ich jetzt? Nun bin ich ein Kind Gottes.

Weil ich mit Christus gestorben bin, ist der Sünder tot. Christus ist aber nicht im Tode geblieben, sondern auferstanden. Wenn ich mit Christus gestorben bin, dann bin ich auch mit ihm auferstanden.

Wenn wir vorhin die Beschneidung als ein Gegenbild für die Taufe bezeichneten, so haben wir einen wichtigen Aspekt in der Beschneidung nicht betrachtet. Die Taufe ist ein erweitertes Gegenbild, und zwar um den Aspekt der Auferstehung. In der Taufe wurde mein ganzer Körper untergetaucht. Damit zeigte ich an, ich bin mit Christus gestorben. Ich musste unweigerlich mit Christus auferstehen, sowie in gleicherweise das Wasser durch seinen Auftrieb mich nicht in den Fluten lassen konnte, weil ich lebe. Ich lebe, weil Christus mich gerecht gemacht hat.

Die Mauern meines Jerichos fielen auf Golgatha. Das Gefängnis des Todes wurde geöffnet. Und der, der die Macht des Todes hatte, wurde gleichzeitig besiegt.

Der Name Jericho bedeutet wohlduftend. Es bezeichnet nicht das Bollwerk, sondern zeigt auf die Plamenstadt Jericho. Es handelt sich um eine Zeltstadt. Ein Zelt steht für Camping. Es erinnert uns daran, dass wir hier keine bleibende Stadt haben, sondern auf dem Weg zur zukünftigen sind. Den Frieden, den der Herr bewirkt hat, den dürfen wir hier auf Erden schon jetzt genießen.

Elisa wird nicht schlecht gestaunt haben, als er die Zusammenhänge von Gilgal und Golgatha verstanden hatte. Er muss von den Worten Elias so entzündet worden sein, dass er sich von Elia nicht abschütteln lässt. Er erwidert: Ich werde dich nicht verlassen und bekräftigt das Versprechen mit den Worten: So wahr der Herr lebt und deine Seele lebt.

Hinweis: Das ist das erste Fest aus Leviticus 23, 5; siehe das Skript: Die sieben Feste Jahwes.

Und so gehen sie gemeinsam von Gilgal nach Bethel. Dort hört Elisa von seinem Herrn Erstaunliches. Gott hat ein Haus, das nicht mit Händen gemacht wird, sondern durch seinen Geist gebaut wird. Elisa hört von der Gründung dieses Hauses vor 2000 Jahren in Zion, dort, wo Gott den Messias als Eckstein gelegt hat. Dort befindet sich der dritte Tempel und zwar in Zion.

Nach diesen überwältigenden Ausführungen benötigt Elisa eine Verschnaufpause, und so geht er vor die Tür. Seine Gedanken kreisen und kreisen. Er beginnt zu verstehen. Der dritte Tempel, dass ist das Haus, dass der Messias in Hesekiel baut.

Hinweis: Das zweite Fest aus Leviticus 23, 6-8; siehe das Skript die sieben Feste Jahwes.

Während Elisa die Dinge in seinem Herzen bedenkt, kommen Propheten zu ihm hinaus und sprechen zu ihm: Heute wird Elia von der Erde in den Himmel geholt! Woher wussten die Propheten etwas von der Entrückung? Woher weiß Elisa, dass sein Freund in einem Augenblick von der Erde genommen wird? Ob wir am Ende eine Antwort finden?

Elia muss weiter gehen. Befehl von Gott. Erneut fordert Elia seinen Schüler auf zurückzubleiben. Elisa bleibt seinem Herrn treu und begleitet ihn bis zum nächsten Ort, bis nach Jericho. Der Name der Stadt wird mit "duftend" und "wohlriechend" übersetzt. Ich bin sicher, hier in Jericho musste Elia seinem Schüler nichts erklären. Elisa schmeckte zum ersten Mal den Wohlgeruch des Opfers unsers Herrn Jesus. Was muss in dem Jünger alles vorgegangen sein, als der Duft des Friedens, den der Herr auf Golgatha gemacht hatte, in der Palmenstadt[Fußnote 15] aufstieg?

Hinweis: Das ist das dritte Fest aus Leviticus 23, 10-14; siehe das Skript die sieben Feste Jahwes.

Die Zeit drängt. Elia erhält seinen letzten Befehl. Er soll über den Jordan gehen. Erneute Aufforderung an Elisa zurückzubleiben. Elisa lässt sich auch jetzt nicht abschütteln, bleibt seinem Herrn treu und folgt ihm.

Fast beiläufig erfahren wir, das sich 50 Propheten gegenüber, von ferne, hinstellten, als die beiden Freunde an den Jordan traten. Elia nahm seinen Mantel, wickelte ihn zusammen, schlug damit auf das Wasser, sodass es sich zerteilte. Beide gingen trockenen Fußes durch das Bett des Flusses. Der Jordan ist ihr persönlicher Todesfluss. Beide, Elia und Elisa, müssen sterben. Tod bedeutet in erster Linie Trennung. Die Szene weist auf mehrfache Trennungen hin:

  • Elias Durchquerung des Jordan deutet den leiblichen Tod an. Er fährt mit einem unverweslichen Leib in den Himmel auf; das Wickeln des Gewandes deutet auf Erneuerung (Hebräer 1, 11-12 [F 16]).
  • Für Elisa bedeutet es die Taufe. Elisa muss jetzt, hier und heute, Farbe bekennen (englisch: to take a stand). Es ist die Taufe zu Vergebung der Sünden. Anders als bei den Christen. Elisa zeigt Mut. Er verabschiedet sich von den Gesetzeswerken, das sehen die 50 Propheten, die von Ferne stehen. Und weil er seinen Herrn liebt, durchquert er mit ihm den Jordan von West nach Ost [F 17].
  • Die Trennung der beiden Freunde. Für Elia beginnt in Kurzem die Ewigkeit, für Elisa »sein Schweres«. Das ist es, was sein Freund ihm sagen wollte, als er sprach: "Du hast Schweres begehrt". Elisa wünschte sich ein zweifachs Teil des Geistes des Elia. Er benötigt das zweifache Teil auch unbedingt, denn es kommt die größte Not über ihn und das Land. Eine furchtbare Drangsal wird sie plötzlich überfallen. Ein Schrecken, wie er niemals zuvor über die Menschen gekommen ist. Alles Dagewesene an Not und Tod, Mord und Krieg, Hunger und Pest, wird jene Pein noch weit übertreffen.

Notwendige Bedingung
Elisa wird das zweifache Teil des Geistes nur dann erhalten, wenn er den Moment erlebt, an dem sein Meister in den Himmel auffährt. Warum ist es für Elisa so wichtig, dass er den Moment der Entrückung sieht? Ich meine, dass damit ausgedrückt werden soll, dass Elisa treu sein soll bis zum Ende. Gott wird die Treue entlohnen, mit dem zweifachen Geist.

Noch ist die Zeit nicht reif. Elia und Elisa gehen gemeinsam weiter und reden miteinander. Worüber mögen sie sich wohl unterhalten haben? Ich bin sicher, Elia bietet nochmals alles auf, um seinen Freund anzuspornen und zu bestärken, damit Elisa auf dem Weg der Nachfolge bleibt. Elia macht dem Freund Mut, die Worte werden immer eindringlicher. Man kann die Spannung spüren, wie sie in Elia und Elisa zunimmt.  Es sind die Momente vor der Entrückung.

Die Himmelfahrt
Plötzlich geschieht es. Orkanartig kommt ein Wagen von Feuer und Rosse von Feuer dahergebraust. Die Freunde werden getrennt. Elia fährt im Wagen, gezogen von den Rossen, dem Himmel entgegen. Elisa bleibt zurück, muss zurückbleiben. Er schreit zum Himmel: Mein Vater, mein Vater! Wagen Israels und seine Reiter!

Da steht er nun, allein und tief berührt von dem was soeben geschehen. Er fasst seine Kleider, reißt sie entzwei. Sein Schmerz ist groß. Der Freund wurde ihm soeben genommen. Er steht da, wie erstarrt und kann seiner tiefen Trauer keinen größeren Ausdruck verleihen als die Kleider zu zerreißen.

Es ist die Szene, die der Herr beschreibt: Alsdann werden zwei auf dem Felde sein, einer wird genommen und einer gelassen. Das griechische Wort für genommen bedeutet nahebringen, lernen, einen Dienst annehmen bzw. antreten.

Bei all dem Weh, Elisa fasst Mut. Er nimmt den Mantel des Freundes auf und kehrt zurück an den Jordan, zurück zum Todesfluss. Dort angekommen, schlägt er mit dem Mantel des Elia auf das Wasser und schreit: Wo ist der Gott des Elia? Eine merkwürdige Szene und noch merkwürdiger das Schlagen auf das Wasser vor der Überquerung, denn zweimal wird auf das Wasser geschlagen. Das erste Mal ist es ganz deutlich Elisa. Aber das zweite Mal? Es wird mit den Worten beschrieben:

Auch er schlug auf das Wasser, und es zerteilte sich dahin und dorthin; und Elisa ging hinüber.

Wer hat da beim zweiten Mal auf das Wasser geschlagen? Könnte Gott es gewesen sein? Ja, es war Jahwe, denn zuvor rief Elisa: "Wo ist der Gott des Elia?" Gott selbst macht den Weg frei, sodass Elisa hinübergehen kann. Mit dieser Szene wird auch das zweifache Teil, das sich Elisa erbeten hatte, angedeutet. Nun beginnt das Schwere seiner nächsten Zukunft, die mit der Durchquerung des Jordan seinen Anfang nimmt.

Mantel und Wasser erzählen Wundersames
Der Mantel steht für etwas Großes. Hier steht er für den Heiligen Geist. Und weil es ein Mantel ist, wird Elia mit dem Geist Gottes völlig "umkleidet". Einen ähnlichen Sachverhalt finden wir in der Geschichte Gideons[F 18] (s. Fußnote). In Moment des zweiten Schlagens erlebt Elisa seine Wiedergeburt. Als er kurz zuvor nach dem Gott Elias rief, hatte er noch keine persönliche Beziehung zu Gott. Aber Elisa will den Gott Elias kennenlernen. Im Glauben schlägt er mit dem Mantel auf das Wasser. Als Antwort schlägt auch »er«. Elisa kann jetzt aus vollem Herzen sagen: Awi, das ist »Mein Vater«.

Die Bedeutung des Wassers? Es steht für das Wort Gottes. Wenn wir die beiden Elemente zusammenbringen, den Mantel und das Wasser, Elisa tut dies, in dem er mit dem Mantel auf das Wasser schlägt, erhalten wir einen neuen Menschen. Das ist es, was die Schrift sagt: Ein Mensch muss aus Wasser und Geist geboren werden. Hier findet die Wiedergeburt des Elisa statt, mit einem Schlag, in einem Augenblick. Hier werden die 144 000 versiegelt, denn Elisa steht stellvertretend für die Juden. Der Mantel ist ein Symbol für den Geist, das Wasser des Jordan[Fe 19] ein Symbol für das Wort Gottes. Die ganze Szene weist auf die neue Geburt hin, die Geburt von oben. Schon das Herabfallen des Mantels während der Himmelfahrt des Elia deutet das Herabkommen des Geistes an.

Der Mantel, so haben wir bereits festgestellt, steht für etwas Großem. Es steht hier auch für die große Zahl der Versiegelten aus Offenbarung, siebtes Kapitel.

Hiwnweis:  Das vierte Fest aus Leviticus 23, 15-21; siehe das Skript: Die sieben Feste Jahwes.

Wer von oben geboren ist
Nicht nur der Geist Gottes kommt von oben, sondern auch die Wasser des Jordan. Der Fluss hat drei Quellen, die auf dem Berg Hermon entspringen. Sie vereinigen sich und stürzen dann den Berg hinab. Jordan heißt: Der Herabsteigende. Und wer ist herabgestiegen? Die gleiche Frage stellte Agur: Wer ist hinaufgestiegen gen Himmel und herniedergefahren? Es ist der Sohn Gottes. Der Herr selbst erklärt das dem Nikodemus: Niemand ist hinaufgestiegen in den Himmel, als nur der aus dem Himmel herabgestiegen ist, der Sohn des Menschen, der im Himmel ist.

Wie der Geist Gottes, im Symbol des Mantels, von oben herunterfiel,so kommt auch das Wort Gottes von oben, vom Berg Hermon durch die drei Quellflüsse. Die Topographie der Bibel erzählt Heilsgeschichte, das wäre anderes Buch.


Die wundersamen Wege des Geistes Gottes
Wir dürfen in der Person des Elisa durchaus die 144 000 aus der Offenbarung sehen. Sie werden versiegelt mit dem Heiligen Geist. Es handelt sich um Gläubige, die erst nach der Entrückung von "oben" geboren werden (sieh auch Johannes 3). Der Geist Gottes weht, wo er will. Wir hören sein Sausen, aber wir wissen nicht, woher er kommt, und wohin er geht; auf diese Weise ist jeder, der aus Gott geboren ist. Ein anderes Bild finden wir im Prediger 1, 6: Der Wind geht nach Süden, und wendet sich nach Norden; sich wendend und wendend geht er, und zu seinen Wendungen kehrt er zurück. Der Geist sprach erst zu dem Volk Israel. Weil die Mehrheit der Juden ihn ablehten, wendete sich nach Geist nach Norden, nach Europa. Weil auch die Nationen ihn mehr und mehr ablehnen, wendet sich der Geist wieder zu seinen Wendungen zurück.

Als Elia in den Himmel auffuhr, wurde er durch den Geist nach oben getragen. Die Wagen, das sind die Engel, sie dienen als Transportmittel für Menschen[F 20]. Die feurigen Rosse deuten Schlachtrosse [F 21] an, die auf den künftigen Krieg gegen den Anti-Christen weisen. Deshalb wird auch in 1.Korinther 15, 52 gesagt: in einem Nu, in einem Augenblick, bei der letzten Posaune[F 22]; denn posaunen wird es, und die Toten werden auferweckt [F 23] werden unverweslich, und wir werden verwandelt werden. Die dritte Posaune ist ein militärischer Begriff, und wie Paulus sagt, werden die Toten in Christus mit den Lebenden, in einem Nu, verwandelt werden. Der Abmarsch wird durch Elia vorgezeichnet. Die Zeit des Krieges ist nahe. Wenn wir auch noch eine Weile im Himmel darauf vorbereitet werden, so kommen wir, spätestens nach sieben Jahren, mit dem Messias auf Pferden zurück. (s. Offenbarung 19,11-21).

Der Geist, der Elia gen Himmel hinauftrug, kehrt postwendend zurück. Nach dem Elisa seiner Trauer Luft verschafft hatte, nahm er den Mann auf und kehrt an den Jordan zurück. Der Geist Gottes begleitet ihn. Erst als Elisa im Glauben mit dem Mantel auf das Wasser schlug, antwortete Gott.

So wie die Wiedergeburt in einem Nu, in eingem Augenblick, mit einem Wimpernschlag erfolgt, so auch die Verwandlung der Gläubigen zur Entrückung.

Elisas Dienst beginnt
Am Westufer angelangt, kommen ihm die Söhne der Propheten, die gegenüber in Jericho waren, das heißt Abstand von allem gehalten haben, entgegen. Elisahs schwere Arbeit beginnt gleich am ersten Tag. Jetzt erkennen auch die Prophetensöhne, der Geist des Elia ist auf Elisa. Sie stellen fest, er hat sich verändert; so wie die Wiedergeburt jeden Menschen sichtbar verändert. Und weil er in einer Zeit lebt in der alles rasend über die Bühne geht, wird sein neues Leben am selben Tag für alle erkennbar. Auch die versteckten Angriffe seiner Feinde werden lauter. Zwar verbeugen sich 50 Prophetensöhne vor ihm, aber der Unglaube wird durch die Aussendung 50 tapferer Männer deutlich. Das jüdische Volk zeigt sich hier gespalten. Fünfzig fallen vor Elisa nieder, die anderen fünfzig suchen "ihren eigenen Messias". Die einen erkennen Jesus von Nazareth an, die anderen suchen einen anderen Christus. Sagte Elisa denn nicht unmissverständlich: Sendet nicht!? Die Törichten wollen nicht hören.


Die Fünfzig sind gleich Fünf?
Es wird auf verschiedene Dinge angespielt. Die 50 Prophetensöhne sind ein anderes Bild für die fünf klugen und fünf törichten Jungfrauen aus dem Evangelium nach Matthäus. Die Nullen in der Bibel verschleiern oft die Zahlen und deren Bedeutung. An dieser Stelle stehen sie für die 10 Jungfrauen. Der Text spricht von den Klugen und gleichzeitig von den Törichten, deshalb wird immer von den Fünfzig gesprochen. Die Klugen glauben ihm, deshalb verbeugen sie sich vor Elisa. Die Törichten glauben seinen Worten nicht und gehen auf die Suche. Ihren eigenen Vorstellungen nachgehend, können sie Elia nicht finden und kehren nach drei Tagen ergebnislos zurück. Die drei Tage stehen für die erste Hälfte der letzten Danielwoche. Am Ende der ersten dreieinhalb Jahre wird die Tür verschlossen; danach beginnt die Zeit, in der niemand etwas tun kann. Jesus sagt in Johannes 9,4 über diese Epoche: Es kommt die Nacht, da niemand wirken kann. Die Nacht steht symbolisch für die große Drangsal, die dreieinhalb Jahre dauert. In jener bösen Zeit heißt es nur noch: Vertraue auf den Herrn, selbst wenn du durch den Tod gehen musst.

Auch die 50 törichten Prophetensöhne müssen glauben, dass Jesus von Nazareth der Messias ist. Aber sie halten weiterhin an ihren eigenen Vorstellungen fest: Wir glauben dem, der im eigenen Namen kommt.


Die tapferen Männer
Noch eine kurze Bemerkung zu den "tapferen Männern", die ausgesendet werden, um Elia zu suchen. Welche Art von Tapferkeit liegt hier vor? Sie sprechen über den Geist Jahwes auf eine Weise, die auf eine verdrehte Lehre hinweist. Als wenn Gott den Elia in eines der Täler werfen würde. Es wird damit auf den kabbalistischen Okkultismus angespielt. In den Evangelien lesen wir von wütenden Dämonen, die Menschen hin und herwerfen. Die Besessenen erscheinen dadurch wie rasende Wahnsinnige. So handelt der Geist Gottes niemals. Gott wird zu keiner Zeit einen Menschen willfährig hin und her werfen.

Die Unterscheidung der Geister, ob sie aus Gott sind oder nicht, lässt sich auch mit diesem Kriterium bestimmen. Gott macht Menschen nicht willenlos, sondern ein jeder soll freiwillig sich dem Willen Gottes unterordnen.

Der Geist Gottes trägt einen Menschen an einen anderen Ort. So lesen wir es von Hesekiel und Philippus. Die Verknüpfung mit dem Hin- und Herwerfen deutet ihre okkulten Praktiken an.


Die Klugen in Jericho, die Törichten auf der Suche
Während die 50 tapferen Männer den Elia 3 Tage lang suchen, verweilen in dieser Zeit der Prophet und die klugen Jungfrauen in Jericho, der Palmenstadt. Es ist nicht das Jericho, dass beim Einzug ins Land als erste Stadt erobert wurde. Jenes Jericho war ein Bollwerk, eine Festung des Teufels, die nur Gott zum Einsturz bringen konnte. Satan ist der Gott der Festungen, wie wir es in Daniel 11,38-39 beschrieben finden. Die Palmenstadt Jericho war eine Zeltstadt unter Palmen. Damit deutet der Ort des Friedens auf den Frieden, den der Herr am Kreuz auf Golgatha erwirkt hat. Elisa und die Klugen können in der ersten Hälfte der letzten Danielwoche (s. Daniel 9) den Frieden mit Gott genießen.

Anmerkung: Die Palmen schmückten die Innenwände des zweiten Tempels; wechselweise mit den Abbild eines Cherubs.

Das Wasser ist schlecht?
Die Männer Jerichos scheinen ein Problem zu haben. Sie erklären Elisa: … das Wasser ist schlecht, und das Land unfruchtbar. War das Wasser wirklich schlecht? Jetzt ist wieder unser Denken herausgefordert.

Wie schon zu Beginn erklärt, deutet sowohl Elia als auch Elisa auf den Herrn. Auch repräsentieren sie die Treuen aus der Zeit der Gemeinde und die Treuen Judas. Unser Herr macht sich immer eins mit seinem Volk und das zu jeder Zeit. Das Wasser war gut, aber die Gefäße, die man mit dem Wasser füllen konnte, sind nicht mehr auf der Erde. Sie sind entrückt. Es braucht neue Gefäße. Jesus erklärt im Neuen Testament, dass die Worte der Menschen mit Salz gewürzt sein sollen. So wird es von ihm in den Gleichnissen erzählt. Elisa repräsentiert nicht nur den treuen Überrest, sondern das ganze Volk. Elisa lässt sich von den Bürgern ein Gefäß bringen. Es hat die Form einer Schale. Elisa tut Salz hinein, das ihm ebenfalls gebrachte wurde. Jetzt haben die Bürger ein neues Gefäß mit eigenem Salz. An dem Wasser hatte der Prophet nichts verändert, denn das Wasser war gut. Das Gefäß, das die Bürger Jerichos Elisa brachten, hatte nicht die Form eines Kruges, auch nicht die Form eines Bechers, sondern die einer Schale. Das neue Gefäß deutet auf das bevorstehende Gericht hin. Die Schalen haben noch einen persönlichen Aspekt. Es deutet auf den alten Sauerteig, den die Korinther ausfegen sollen, wie z.B. Sauerteig der Kabbala.


Warum die Bürger Jerichos das Salz selbst mitbringen müssen
Salz steht für Desinfizierung. Die Juden haben das Wort Gottes durch eigene Überlieferungen ungenießbar gemacht. Reinigung ist von Nöten. Die alte und krankhafte Interpretation der Bibel wird mit dem Salz geheilt. Die menschlichen Überlieferungen, das sind die Mischna, die Gemara und diversen anderen Schriften, die zusammen den Talmud bilden. Das Studium des Werkes mit dem Ziel, dannach zu leben wirkt teilweise krankmachend; und tödlich wirkt die Kabbala. Hierbei handelt es sich um eine okkulte Interpretation der Bibel; eine esoterische Geheimlehre, die Gottes Wort durch dämonische Verdrehungen umdeutet.

Aus diesem Grund fordert Elisa die Bürger auf, selbst das Salz in das neue Gefäß zu tun. Die Juden müssen ihre Überlieferungen, wenn auch nicht alle, so doch viele, über Bord werfen. Traurigerweise werden nicht alle das "gesundgemachte" Wasser trinken wollen. Und so bleiben sie weiterhin unfruchtbar für Gott. Ein Baum, der keine gute Frucht bringt, wird abgehauen und verbrannt. Und hier kommt dann unser Holzfäller Gideon ins Spiel. (s. Richter 6 und 7 Skript Gideon).

Die Verdrehungen und Fälschungen, verbunden mit der Kabbala, werden als gestohlene Wasser und heimliches Brot in Sprüche 9,17 beschrieben. ( 1.Könige 13)

Die Phrase » Bis auf diesen Tag«
Weil wir am Ende des Absatzes die stehende Wendung, "Bis auf diesen Tage", vorfinden, muss sich die Gesundung des Wasser zeitlich auf eine Periode beziehen, in der das Wort Gottes rein gemacht wurde. Das war zur Zeit des Dienstes des Messias. Die Schriften der Bibel wurden durch Jesus von den Überlieferungen der Menschen entrümpelt. Die Wasser sind gesund "bis auf diesen Tag".

Den Sachverhalt können wir folgendermaßen erklären. Der Messias hatte die Wasser, das ist die Heilige Schrift, bereits vor 2000 Jahren gesund gemacht. Das Salz brachten seine wirklichen Jünger mit.

Beide, Elia und Elisa, deuten auf den Messias. Elisa musste also das Wasser gar nicht gesund machen. Was will uns die Phrase aber anzeigen? Der Herr hat bei seinem ersten Kommen die Überlieferungen der Mischna aufs schärfste kritisiert. Ihm ging es nicht um das äußere Einhalten von menschlichen Vorschriften. Die Mischna, die die Juden um das Gesetz bauten, verhindern bis heute durch ihre Interpretationen das geistliche Verständnis des Wortes Gottes.

Wenn der Herr die Lehre der Pharisäer und Schriftgelehrten missbilligt, dann ist es immer der Zaun der Mischna, den er einzureißen sucht. Ein Jude gelangt durch das Gestrüpp Mischna[F 24] gar nicht erst bis zum Herzen des Wortes Gottes vor.


Die Lösung des Problems
Jesus zeigt die sündige Gesinnung der Herzen auf, um dann die notwendige Erlösung zu erklären. Weil das mosaische Gesetz in seiner praktischen Umsetzung bis heute keine vollkommenen Menschen hervorbringen kann, kam Jesus in Spiel. Er bringt die Erlösung von der Unfähigkeit, das Gute allzeit zu tun. Der Messias hat das ganze Gesetz gehalten, als Stellvertreter für solche, die unter dem Gesetz sind. Die Wasser waren also schon immer rein und der Herr hat alle menschlichen Gebote und Verbote bei Seite getan.

Dem Elia fehlen jetzt neue Gefäße. Er sucht Menschen, die sich durch die Bibel leiten und gebrauchen lassen. Erst in neuen Gefäßen kann das Salz die reinigende Wirkung am Wasser tun. Die salzlose Zeit hält nur kurz an. Elia ist entrückt, d.h., die Christen sind nicht mehr auf der Erde. Es braucht für das Wasser neue Gefäße, um das Salz hinzuzufügen. Erst durch die Wiedergeburt hat ein Mensch Salz in sich. Durch die Geburt von oben werden wir fähig, die Worte Gottes mit Salz zu würzen. Auf diese Art gereinigt, bewirkt das gesundgemachte Wasser Wachstum und Frucht. Gesundes Wasser benötigt das Unkraut der Mishnah nicht. Zur Erntezeit wird das giftige Unkraut gesammelt und verbrannt.


Elisas beschwerlicher Weg nach Bethel
Elisa hat nach dem dreitägigen Aufenthalt in Jericho nur noch ein Ziel: Er möchte nach Bethel. Als der Freund in Richtung Himmel auffuhr, rief Elisa aus: Mein Vater, mein Vater! Der Ausruf Elisas deutet auf eine veränderte Beziehung zu Gott hin. Im Judentum kennt man Gott nur als "unser Vater". Es zeigt damit eine größere Distanz an. »Unser Vater« ist die Anrede eines Knechtes, der seinen Herrn kennt. Ein Christ darf zu Gott »mein Vater« sagen, denn durch Christus ist er dem Vater des Sohnes Gottes ähnlich gemacht worden.


Elisa wird bis zu drei Jahren unterwegs sein, um iin Bethel, dem Vaterhaus, anzukommen. Während seiner Wanderung bricht die große Drangsal über das jüdische Volk herein. Das wird durch die kleinen Knaben angedeutet. Warum werden die Jungs als klein beschrieben? In den Augen Gottes ist das jüdische Volk klein und machtlos. Weder die Bösen können Dauerhaftes ausrichten, noch können die Treuen aus eigener Kraft den schmalen Pfad der Gerechtigkeit gehen. Ein Teil der Kleinen verspottet den Propheten, der andere Teil ruft: "Komm herauf!". Die zweite Gruppe deutet bereits an, das einige der Treuen getötet wurden, denn warum sollten sie sonst rufen: "Komm herauf!"?

Elisa bleibt treu. Er erträgt alles. Er erduldet alles. Er hofft alles. Auch Elisa ist bereit für seinen Herrn zu sterben. Sein ganzes Vertrauen liegt in Gott. In der Zeit der gemeinsamen Jahre mit Elia hat es Elisa eingeübt und nun erwächst daraus die Frucht des Ausharrens.


Der Fluch des Elisa
Die Bösen, die Elisa verspotten, werden von ihm verflucht. Paulus nennt die Begründung dafür: Wer ein anderes Evangelium predigt als das, welches er gepredigt hat, sei verflucht. Wir befinden uns in der Zeit des anderen Evangeliums. Es ist das des Anti-Christen und seines Genossen [F 25]. Es wird von den Betrügern eine Botschaft gepredigt, die gar keine gute Nachricht ist. Sie klingt so ähnlich, aber ist nicht Wahrheit, sondern Lüge. Jeder, der nicht der Lüge glaubt und nicht das Götzenbild anbetet, wird ermordet. Die Winzlinge können zwar den Leib töten, mehr aber auch nicht. Elisa weiß, Gott wird den Gottlosen ihre Taten auf den eigenen Kopf zurückbringen. So wie sie getan haben wird ihnen vergolten.

Das Gericht wird am Ende der Drangsalszeit an ihnen vollzogen. Gott sagt: Mein ist die Rache, ich will vergelten.


Die Bären töten 42 Knaben.
Gott sendet zwei Bären, die von den Knaben 42 töten. Die beiden Raubtiere deuten auf den Anti-Christen und den falschen Propheten und die Zahl 42 auf die 42 Monate der großen Drangsal. Warum aber sind es zwei Bären? Der Bär ist normalerweise ein Einzelgänger. Nur in der Paarungszeit ziehen beide gemeinsam umher. In jener Zeit ist nichts normal. Die beiden Bären haben sich auf eine Weise verbunden, die als unnormal bezeichnet werden muss.

Die kleinen Knaben bilden das jüdische Volk als Ganzes ab. Ein Teil wendet sich gegen Elisa und dem treuen Überrest und werden viele zu Tode bringen. Nach drei Jahren wird Jesus Christus wiederkommen und die Gottlosen töten. Die Bibel beschreibt dieses Ereignis mit der Morgenröte. Lange bevor die Sonne aufgeht, und das Licht wieder hervorkommt, um so die Nacht zuvertreiben und wird durch den Morgenstern angekündigt; dann wird Rettung kommen. Alle Übeltäter werden vom Erdboden hinweggefegt. Der Überrest wird am Ende der Nacht, an einem Tag, "wiedergeboren". (s. Sacharja 13; Römer 11,26).

Das wird der größte Versöhnungstag in der Geschichte der Juden - der letzte Jom Kippur - .


Was uns die zwei Bären erzählen: https://www.youtube.com/watch?v=A5hqU-0cQQ4


Die Zahl 42
Die 42 deuten auch auf die ersten dreieinhalb Jahre hin, in der das Evangelium des Reiches auf der ganzen Welt gepredigt wird. Jesus hatte beim ersten Mal, als er persönlich auf der Erde war, ebenfalls dreieinhalb Jahre zu den Juden geredet.

Gott redet zwei- oder dreimal, auch zu dem Volk Israel. Die 42 Generationen der Genealogie Jesu in Matthäus deuten das ebenso an, wie das Geschlechtsregister im Lukasevangelium.

Der erste Vers des Buches Matthäus, das ist auch der erste Vers des Neuen Testaments, teilt uns mit: Der Vater vieler Völker ist der geliebte Messias Jesus. Der Satz wird gebildet aus den Namen Abraham, David und Jesus. Wir müsse daher annehmen, dass die Namen der 42 Generation uns eine Fülle von Informationen liefern können. Ob es uns gelingt, der Genealogie Jesu das Geheimnis zu entlocken? Paulus schreibt dazu in Römer 11,33: Wie unausspürbar seine Wege! Mit unausspürbar will der Apostel sagen, dass wir die Gedanken Gottes bei Weitem nicht alle nachspüren können. Kein Genie der Welt kann all die Fährten lesen, die Gott gelegt hat. Aber bereits einer einzigen Spur zu folgen ist spannender als ein Krimi und mit herrlichster Freude verbunden. Einfach unbeschreiblich!

Zu Matth. 1,1 noch eine Frage und dazu lesen wir vorher den Text. Buch des Geschlechts Jesu Christi, des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams.

Und jetzt zur Frage. Wer oder was ist das Geschlecht Jesu? Der Messias war nie verheiratet. Wie kann dann Matthäus vom Geschlecht Jesu schreiben? In Jesaja 53,8 wird das bei Menschen Unmögliche beschrieben.  Das Weizenkorn ist in die Erde gelegt worden und bringt bis heute viel Frucht. Das sind die Kinder Gottes, die der Vater seinem Sohn gegeben hat. Hebräer 2,13.

Die 42. Die Zahl hat es in sich. Lesen wir aber vorher einen Vers aus Sacharja. Und es wird geschehen im ganzen Lande, spricht Jahwe: Zwei Teile davon werden ausgerottet werden und verscheiden, aber der dritte Teil davon wird übrigbleiben.

Gott wird zwei Drittel ausrotten und das letzte Drittel wird im Feuer gereinigt, wie man Gold reinigt. Die Schlacke, die durch die große Hitze auf dem flüssigen Gold schwimmt, wird entfernt. Der dritte Teil, das sind 42 durch 3= 14. Sind es nicht 144 Tausend, die der Herr versiegelt? Anders gerecht: 4+2=6. Der dritte Teil davon ist 2. Die Zahl 42 will sagen: 4 Teile werden umkommen und 2 Teile werden übrigbleiben.

Die Zahl 42. Sie steht auch für 1260 Tage. 42 * 30 = 1260. Teilen wir die Zahl durch 12, dann erhalten wir 105. Zehn Jungfrauen warten auf den Messias, doch nur fünf waren klug.

Zur Zeit werden weltweit ca. 14,2 Juden gezählt. (Quelle: Jüdische Allgemeine vom 30.06.2015). Während ich der Spur der Zahlen nachzugehen versuche, bin ich spontan ins Internet und habe nach der Gesamtzahl der heute lebenden Juden gesucht und so lese ich 14,2 Millionen. (Vor dem Holocaust waren es etwa 16,6 Millionen Juden.) Wie viele werden sich von ihnen noch zu ihrem Messias hinwenden?

Die Zahl 42. Das wir die Zahl 42 aufteilen dürfen wird aus dem hebräischen Text deutlich. Die Angabe der Zahl wird mit vierzig und zwei vorgenommen.

Damit haben wir eine weitere Spur aufgenommen. Im Richterbuch, und nicht nur dort, wird die Zahl 40 dazu verwendet, um ein Vollmaß anzugeben. Sowohl auf eine Zeitperiode bezogen, als auch auf den Zustand des Volkes Gottes. Den Juden bleiben zweimal »40« Jahre, um zu Gott umzukehren. Vom Jahr 30 n.Chr. bis zum Jahr 70 nach Christus waren es tatsächlich vierzig Jahre. Die zweiten vierzig Jahre scheinen eher symbolischen Charakter zu haben. Jede Generation wird in der Bibel auch mit 100 Jahren angegeben. Wenn wir vom 16. Jahrhundert, die Zeit der Reformation, ausgehen, dann kommen wir, 400 Jahre später, in unsere Zeit. Wir sind damit am Ende der Tage angelangt.

Die Zahl 42. Wenn wir die Genealogie aus Lukas 3 uns ansehen und die Generationen von Adam aufwärts zählen, dann finden wir den dritten Juda an 42. Stelle. Zufall?

Gott redet 2 oder 3 Mal. Beim ersten Mal hat Gott zu den Juden in den Propheten geredet. Beim 2. Mal persönlich durch den Sohn Gottes. Beim 3. Mal wird der Herr vom Berg[Fußnote 26] her reden, das deutet den aktuellen Aufenthaltsord des Messias an. Jesus wird die 144 000 aussenden und sie werden das Evangelium des Reiches predigen.

Die Zahl 42. In Buch Esra werden jene aufgelistet, die sich in den Geschlechtsregistern vorfanden. Die Summe der Söhne von Parhosch bis Senaas beträgt 24.144. Zufall? Nein! Hier werden mit der Zahl 144 die Versiegelten aus der Offenbarung angedeutet. Das bestätigt auch die Gesamtsumme der Versammlung. Die Zahl lautet 42.360. Von dieser Zahl müssen die Leviten abgezogen werden, um zu erkennen, dass die ganze Versammlung aus der großen Trübsal kommt. Die 360 sind jene, die von den Knechten, in jener Nacht, erschlagen wurden (2.Samuel 2, 30). Gott hatte es bewirkt. Sowohl Asael, als auch die Übrigen der Erschlagenen, deuten auf die Getöteten in der längsten Nacht der Erde; das sind die 3 Jahre und 6 Monate der großen Drangsal.

Das dem so ist, erklärt die nächste Staffel und die lässt an Präzision nichts weiter übrig.

Die Zahl 42
Ein paar einleitende Erklärungen. Die Maße in der Bibel bilden ein geschlossenes System. Der Basis-Wert, den wir für unsere Zahl brauchen, ist die Elle. Nun fragen sich selbst Gelehrte, welche Elle ist es nun. Es schwanken die Werte zwischen ca. 43 bis 52,5 cm. Der letztgenannte Wert bezieht sich auf die ägyptische Königselle. Nehmen wir Königselle von 52,5 cm und einen Vergleichswert von 46 cm, und wenden sie auf die Längenmaße an, die wir in der Bibel finden an.

Den Faden aus der Apostelgeschichte 27, 28. Paulus und seine Freunde befinden sich in Seenot. Das Schiff treibt steuerlos in Untiefen auf eine Inssl zu. In einer Nacht meinen die Matrosen »Land in Sicht« rufen zu müssen. Sie werfen ein Senkblei aus, um die Tiefe des Wasser zu messen. Sie stellen fest, bis zum Meeresgrund sind es zwanzig Faden. Wie viel Zentimeter sind die 20 Faden? Nehmen wir den Wert von 46 cm, dann müssen wir, um einen Faden zu erhalten, den Wert der Elle mal vier nehmen. 46 cm der (spekulativen) kleinen Elle mal vier = 184. Das ist die Länge eines Fadens. Wir brauchen aber 20 Faden, um den Wert der Untiefe zu erhalten. Wir nehmen den Wert eines Faden, das sind 184cm und multiplizieren ihn mit 20. Jetzt mit Ausdrücken der Mathematik formuliert: 184 * 20 = 3680. Das Ergebnis ist nur eine Zahl. Sie sagt nichts Bekanntes aus.

Führen wir zum Vergleich die Berechnung mit der Königs-Elle durch. Eine Königs-Elle ist 52,5 cm lang. Vier Ellen sind gleich ein Faden. (4 x 52,5 cm = 210 cm)

Wir berechnen nun die 20 Faden.
20 Faden * 210 = 4200. Wir haben unsere 42. Nun könnte der eine oder andere Leser von Zufall ausgehen, sicher, das könnte sein. Aber wir können noch ein paar weitere Berechnungen durchführen, um sicher zu gehen, das es sich hier nicht um Zufall handelt.

Emmaus
Zwei Jünger gehen traurig und bestürzt von Jerusalem nach Emmaus. Sie gehen eine Strecke von 60 Stadien. Wie lang ist eine Stadie? Suchen wir auf Bibelkommentare.de, dann lesen wir: Eine Stadie hat eine Länge von 400 Ellen, das sind 185 Meter. Die beiden Jünger laufen nach Emmaus 60 Stadien, also rechnen wir 60 * 185 = 11,1 km.

Nehmen wir die Berechnung mit der Königs-Elle vor. 60 Stadien * 400 Ellen.

400 * 52,5 * 60 = 12.600 m. Nun, auch diese Zahl scheint nichts besonderes zu sein. Doch wenn wir die Berechnung der Untiefe nehmen, und sie neben der Zahl des Weges von Jerusalem nach Emmaus platzieren, stellen wir fest, die Zahl 4200 passt dreimal in die Zahl 12.600. Emmaus hat also irgendetwas mit der droßen Drangsal zu tun. Der erste Hinweis wird schon durch das Wort Emmaus selbst  geliefert. Es ist ein Wort, das nur ein einzigstes Mal in der Bibel vorkommt. Es handelt sich um ein Hapax Legomenon. Ein Fachausdruck für Wörter, die nur einmal in einem literarischen Werk vorkommen. Es bedeutet (nur) einmal Gesagtes. Dort wo wir in der Bibel »einmal Gesagtes« vorfinden, werden wir indirekt aufgefordert, den Text genauer zu studieren.

Sabbathweg
Jezt noch eine dritte Berechnung. Zu Beginn der Apostelgeschichte lesen wir von der Himmelfahrt Jesu. Die Engel, die bei dem Ereignis zugegen waren, sprechen zu den Jüngern: Männer von Galiläa, was steht ihr und sehet hinauf gen Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg in den Himmel aufgenommen worden ist, wird auf diesem Weg kommen, wie ihr ihn habt hingehen sehen in den Himmel.

Die Engel bestärken nochmals: Dieser Jesus kommt wieder. Nun lesen wir weiter: Da kehrten sie nach Jerusalem zurück von dem Berge, welcher Ölberg heißt, der nahe bei Jerusalem ist, einen Sabbathweg entfernt.

Von Jerusalem bis zum Ölberg sind es 2000 Ellen. Nehmen wir die kleine Elle und rechnen: 2000 * 46 cm= 92.000 = 920 m. Auch diese Zahl springt nicht wirklich ins Auge. Versuchen wir es wieder mit der Königs-Elle.

2000 * 52,5 cm = 1050. Die Zahl sagt auf den ersten Blick nur, das sie, wenn wir sie in der Mitte teilen, aus einer 10 und einer 50 besteht. Auch das hat eine Bedeutung, mit der wir uns in diesem Skript nicht beschäftigen können, weil es den Rahmen sprengen würde.

Multiplizieren wir die Zahl 1050 mit 4, dann erhalten wir 4200. Warum mit 4? Die Jünger sind das erste Mal mit dem Herrn zum Ölberg gegangen und das zweite Mal liefen sie alleine nach Jerusalem zurück. Das dritte Mal werden seine Jünger, wieder allein, zum Ölberg rennen, wenn der Messias auf dem Berg sichtbar erscheint. Und beim vierten und letzen Mal werden sie ihren Messias begleiten, wenn er als König Israels in Jerusalem einzieht und sie dann aus vollem Herzen rufen werden: Hosianna! Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn!


Die Zahl 42
Vieles blieb in den letzten Jahrhunderten im Dunkeln. Das Wissen über die Wege Gottes nimmt aber stetig zu. Der Herr sagt: Am Ende der Tage werdet ihr dessen mit Verständnis inne werden. [F 27] Gott spricht davon, dass er die Gedanken seines Herzens offenbart. Und wem möchte er sie offenbaren? Klar! Natürlich! Seiner Braut!

Noch vieles möchte der Herr uns erzählen, hören wir ihm zu.

Die Zahl 42
Die Geburtsreihenfolge der Söhne Jakobs.
  • Lea bekommt vier Söhne. Ruben, Simeon, Levi und Juda.
  • Bilha bringt zwei Söhne zur Welt, Dan und Naphtali.
  • Silpa gebiert Gad und, ihren zweiten, Aser.
  • Lea wird erneut schwanger. Zwei Söhne, Issaschar und Sebulon
  • Rahel, endlichch öffnet Gott den Mutterleib. Ihr erster Sohn Joseph.
  • Jahre später, auf dem Weg nach Bethlehem, wir Benjamin geboren. Rahel stirbt im Wochenbett.

Das Vier-plus-zwei-Schema: 4 x Lea, 2 x Bilha. Anschließend geht es in Zweier-Gruppen weiter. Silpa 2, Lea 2, Rahel 2. Weil die Söhne der Mägde der jeweiligen Hauptfrau zugerechnet werden, haben wir für Lea wieder vier Söhne und für Rahel wieder zwei. (siehe Genesis 46)

Warum die Zahl 42 wichtig ist
1. Sie gibt den Zeitraum an, bis der Messias kommt. Matthäus 1
2. Sie repräsentiert den Zeitraum seines öffentlichen Wirkens; die Evangelien.
3. Sie repräsentiert den Zeitraum der ersten Hälfte der letzen Danielwoche. Das ist Die Zeit, in der die 144 000 das Evangelium des Reiches predigen. Daniel, Off.
4. Sie repräsentiert den Zeitraum der großen Drangsal. Am Ende kommt der Sohn des Menschen wieder auf die Erde.


Die erste Auferstehung - zweite Phase -
Von den 144 000 Versiegelten werden nicht wenige vom Anti-Christen und seinem Propheten umgebracht. Sie werden zur Zeit der Dämmerung, bei Sonnenaufgang, wieder auferstehen und mit dem Herrn Rache nehmen an ihren Feinden. (s. Daniel 6 und Offenbarung 6, 11 [F 28]). Das in Offenbarung 7 unter den Versiegelten der Stamm Ephraim fehlt, deutet auf Samaria, wie es weiter unten erzählt wird.

Elisa auf dem Weg nach Bethel

Elisa beabsichtigte, nach Bethel zu gehen. Doch wir lesen von ihm, dass er auf dem Berg Karmel war. Warum nahm Elisa diesen gewaltigen Umweg? Von Jericho bis nach Bethel sind es wenige Kilometer. Von Jericho bis auf den Karmel weit über Hundert. Was hat Elisa genötigt, die weite Reise zum Karmel anzutreten?

Es waren die zwei Bären aus dem Wald. Sie kamen, um 42 Knaben zu töten. Dies ist ein versteckter Hinweis darauf, dass auch Elisa während der großen Drangsal ums Leben kommt. Nochmals zu Erinnerung: Die Zahl 42 steht für die 42 Monate der letzten Danielwoche. Die Zahl 42 steht gleichfalls für das jüdische Volk. Deshalb wird der Karmel als nächster Aufenthaltsort genannt. Elisa und die 144 000 Versiegelten bleiben treu bis in den Tod. Elisa ist also immer noch nicht in Bethel angekommen?

Bedeutung des Gebirges Karmel
Gott hat Elisa und die Versiegelten zu sich auf den Berg Karmel geholt. Der Berg steht hier symbolisch für das Paradies, denn Karmel bedeutet "Weinberg Gottes". Und wen trifft Elisa auf dem Berg? Seinen Freund Elia natürlich. Der hält sich dort seit über drei Jahren auf und betet für die Gläubigen auf der Erde (Offenbarung 1,7; 5,8; Jakobus 5,17; 1.Könige 17) und natürlich besonders für seinen Freund.

Elisa und Elia werden gemeinsam nach Bethel gehen, das ist das Vaterhaus. Und so schließt sich der Kreis einer wunderschönen Geschichte, die trotzt seiner dramatischen Entwicklung, wie wir sie in der Bibel verteilt beschrieben finden, zu einem guten Ende kommt. Der Ewig-Seiende hat errettet, das ist die Bedeutung des Namens Josua.

Aber Halt! Elisa scheint gar nicht in Bethel angekommen zu sein. Es heißt nach seinem Aufenthalt auf dem Karmel: und von dort kehrte er nach Samaria zurück. War Elisa zwischenzeitlich in Bethel gewesen oder nicht? Warum heißt es : Er "kehrte … zurück" und dann auch noch nach Samaria. Elisa war doch vorher gar nicht dort gewesen; es wird uns zumindest nichts davon berichtet.


Samaria! Ein Geheimnis bis heute
Was nun? Geht Elisa noch nach Bethel oder nicht? Warum macht sich der Prophet auf, um nach Samaria[F 29] zu gelangen?
Sehen wir uns erst die wörtliche Übersetzung des Namens der Stadt einmal an. Samaria bedeutet Wachturm. Sie ist die Hauptstadt Ephraims und deutet auf die Versammlung (s.o. unter den Abschnitt "Der dritte Tempel"). Die Wortwurzel des hebräischen Ausdrucks für Wachturm deutet auf schützen, sichern, absichern. Weil die Versammlung das Haus Gottes bildet, gebaut wie eine Burg, finden wir Bethel, das ist das Haus Gottes, in Samaria. Das ist der Ort, der in den Psalmen mit den Worten gepriesen wird und Martin Luther dazu dichtete: Eine feste Burg ist unser Gott. Dort befindet sich das Haus Gottes, das aus den vielen Gläubigen zu einem geistlichen Haus vollendet wurde. Elisa ist also doch in Bethel angekommen. Symbolisch soll mit der Nennung der Hauptstadt Ephraims der Schwerpunkt auf das priesterliche Gebet der "Heiligen der höchsten Örter"[F 30] gelenkt werden, deshalb auch der Name Samaria, der für Wachturm steht und ein wichtiges Gebäude der Burg bzw. des Palastes darstellt. (s. Esther 1 [F 31])

Der Wachturm Samarias, so meine ich, deutet auf die Geschichte Abimelech in Richter 9. Er verbrennt in Sichem[F 32] Burg und Turm mit Feuer. Einen zweiten Turm, den in Tebez[F 33], kann er nicht verbrennen, weil eine aufmerksame Frau, – das ist prophetisch die Versammlung –, Abimelech mit dem oberen Stein[F 34] einer Handmühle tötet. Nun verstehen wir, warum Elisa einen Umweg gehen musste. Der Antichrist, in Richter 9 Abimelech genannt, will jene töten, die ihre Zuflucht in Gottes Burg und dem Turm zu Tebez genommen haben. Sein Versuch, die Treuen mit Feuer zu verbrennen scheitert, wie auch die Verbrennung der drei Freunde Daniels scheitern musste. Der Fluch Jothams (Richter 9,57) ereilt ihn und deutet auf den Fluch Elisas und dieser Fluch wiederum auf den Fluch aus Galater 1. Der Fluch gilt jenen, die ein anderes Evangelium predigen. Der Tag der Rache Gottes ist gekommen. Die Geduld des Herrn ist zu Ende. Die Feinde des echten Messias werden ohne Ausnahme umgebracht. Wir sehen, Gottes Plan läuft minutiös ab. Alles ist von ihm perfekt vorbereitet

Wichtige Vorbemerkungen zum nachfolgenden Abschnitt.
Elisa steht für das jüdische Volk. Viele, mit dem Heiligen Geist Versiegelten, werden durch den Antichristen ermordet, auch Gläubige aus den Nationen. Das sind die Jungfrauen, die ihre Kleider gewaschen haben im Blute des Lammes. So wie Elisa die Zwischenzeit auf dem Berg Karmel verbringt, so werden auch jene, die das Zeugnis Jesu haben, auf den Karmel gebracht. Dafür zeichnen sich Diener verantwortlich. Der wichtigste Beamte ist Hege bzw. Hegai. Sein Name deutet auf die Heiligen, die um ihres treuen Glaubens bereit sind, in den Tod zu gehen.

Hege bzw. Hegai bedeutet: Murmeln, grübeln; arabisch bedeutet der Name »brennen, Glut des Feuers, ein Murmelgeräusch im Feuer«; die hebräische Wurzel steht für »passend, würdig«. Die aus der großen Drangsal Kommenden, kommen aus allen Völkern, Nationen und Sprachen. Aus allen Landschaften des Königreiches werden die Mädchen in die Burg Susan gebracht. Esther ist bereits in Susan. Ihre Identität liegt noch im Verborgenen.

Die Erzählweise im Buch Esther ist sehr vielfältig
   Der Klartext spricht von den Feinden der Juden und wie durch das mutige Handeln Esthers sie selbst und ihr Volk das Los wenden können. Das war vor über 2500 Jahren und steht stellvertretend für alle Juden-Verfolgungen bis in unsere Zeit. Dann erzählt der Text die Umkehrung dessen. Es werden die Rollen vertauscht. Die Bösen werden zu den Guten und umgekehrt. (s. Offenbarung 3,9; 1.Timotheus 4,2; 2.Thessalonicher 2) Dann erzählt der Text die Geschichte aus irdischer Perspektive. Und , wie schon einige erahnen werden, wird die Geschichte auch aus der himmlischen Sicht erzählt.

Die Erzählweisen dürfen nicht vermischt werden, sonst kommt Nonsens heraus. Werden sie aber jeweils geradlinig erzählt, dann ist jede Geschichte lückenlos und schlüssig in sich selbst, ohne den roten Faden zu verlieren. Wichtige Voraussetzung dazu ist, dass die Bedeutungsinhalte sich nur spiegeln dürfen und ansonsten unverändert bleiben..

Spiegelung
Was ist Spiegelung in diesem Sinne? Bisher wurde der Begriff nur auf Bücher der Bibel angewendet, in denen Texte des einen Abschnittes sich inhaltlich mit dem Text eines anderen spiegelt. Das heißt, der Text aus Abschnitt A behandelt dasselbe Thema wie Abschnitt B. Diese Art der Spiegelung wird für das Buch Esther in diesem Skript nicht behandelt. Vielmehr werden wir uns der Spiegelung der Textinhalte und Persone selbst zuwenden.

Das geschieht in etwa so. Wenn sie sich vor einen Spiegel stellen, sie sollten das auf jeden Fall einmal ganz bewusst tun, dann werden sie ihr Spiegelbild wirklich erkennen. Ihre rechte Seite wird im Spiegelbild zur linken und ihre linke zur rechten. Dieses Phänomen muss man wenigstens einmal am Spiegel bewusst wahrgenommen haben, um eine Ahnung zu bekommen, wie Texte gespiegelt werden.

Unser Spiegelbild vertauscht die Seiten, so auch der gespiegelte Text. Er vertauscht das, was rechts ist, nach links und was links ist nach rechts. Den gleichen Effekt haben wir in einem Abdruck. Ein Klischee, dass wir erstellen, um einen Stempel mit unserer Adresse anzufertigen, müssen wir linksläufig anfertigen, damit nach dem Stempeldruck der Text rechtsläufig lesbar wird.

Gott wendet viele Stilmittel der Literatur an, die wir Menschen kennen und gebrauchen. Wenn wir den Herrn in der Schrift suchen, dann werden wir ihn auch in seinen Verstecken finden. In 1. Korinther 2, 7 sagt Paulus: Wir reden Gottes Weisheit in einem Geheimnis, die verborgene. Das griechische Wort für »verborgene« lautet apokrypto und bedeutet, verheimlichen, verstecken, verdecken, verschleiern, geheim halten.

Gott hat viele Dinge im Alten Testament versteckt. Manches wird verschleiert erzählt, und einiges bis heute geheimgehalten.

Wie hat Gott die Dinge versteckt? Das ist keine leichte Frage und ich befürchte, ich werde sie nicht annähernd beantworten können. Ein paar Redeweisen habe ich in den letzten zwei Jahren kennengelernt.

1. Gott kann stricken. Ja, sie haben richtig gelesen. Gott strickt. Einmal links, einmal rechts und dann eine Masche fallen lassen. Diese Art des Schreibens dürfte die Schwierigste sein. Der Prophet Daniel war fähig solche Strickmuster zu erkennen und Knoten wieder aufzulösen. So hat ihn Nebukadnezer kennengelernt, Daniel als Knotenlöser.

2. Spiegelung. Wenn wir auch vorher von Spiegelung redeten, so habe wir noch nicht die wichtigste erwähnt, die Spiegelung beim Lesen der Bibel. Schauen wir ins Wort Gottes hinein, sehen wir uns selbst. Oft sehr unangenehm, aber heilsam. Wer stumm von diesem Spiegel weggeht oder gar nicht mehr hineinsieht, vergisst, wie er aussieht.

3. Rätsel bzw. Puzzle. Das hebräische Wort Chidah kann mit Rätsel oder Puzzle übersetzt werden. Beide Übersetzungenvarianten gehören eng zusammen. Ein Rätsel in der Bibel ist ein Text, der in seine Einzelteile zerschnitten, anderen Texten zugeordnet werden kann. Dies geschieht nicht willkürlich. Die Geschichte aus dem der Satz oder Satzteil herausgenommen und einem anderen Text zugordnet wird, erweitert bzw. ergänzt die zu Grunde liegende Erzählung. Die Schneidetechnik beschreibt Paulus in 2. Timotheus 2, 15. Befleißige dich, dich selbst Gott bewährt darzustellen als einen Arbeiter, der sich nicht zu schämen hat, der das Wort der Wahrheit richtig teilt[F 35].

4. Das Akronym (Apronym). Ein Akronym ist eine Wortneuschöpfung. Wir begegnen diesen Wörtern tagaus tagein. Beispiel: Der Firmenname, »Bayerische Motorenwerke«, wird mit den Buchstaben B M W abgekürzt. Ebenso der Name IBM, der für International Business Machine steht. Wird eine Wortabkürzung mit einem schon bestehenden Begriff vorgenommen, dann spricht man von einem Apronym. Genau das finden wir in der Bibel.

Viele Texte sind auch eine Mischung aus den Varianten und machen deshalb die Deutung schwer.

Das ist es, was der Schreiber des Hebräerbriefes sagen wollte, wenn er seinen Brief mit den Worten einleitet: Nach dem Gott vielfältig und auf vielerlei Weise ehemals zu den Vätern geredet hat in den Propheten ...

Vielfältig und auf vielerlei Weise
Untersuchen wir die Wörter einmal. Das griech. Wort polymeros bedeutet vielfältig, in vielen Teilen - also portionsweise; als Teil eines Ganzen. Das Wort vielerlei Weise, griech. polytropos, meint, auf vieler Art und Weise, variable in Methode und Form. Das Wort setzt sich aus poly -viel-, und tropos -Wende, Drehung, Kurve und Runde- zusammen. Beispiel:


Rundgang
Die kürzeste Erzählung eines Rundgangs wird von Jesus selbst vorgetragen: Niemand ist hinaufgestiegen in den Himmel als nur der aus dem Himmel herabgestiegen ist, der Sohn des Menschen, der im Himmel ist. Der Herr hält dem Nikodemus vor,, dass er das Irdische nicht glaubt. Wie sollte er dann das Himmlische glauben können.

Der Sohn Gottes steigt in den Himmel und steigt wieder herunter. Wenn er hochstieg, muss er wohl vorher hinabgestiegen sein. Jesus läuft den Rundweg mindestens zweimal. Gleichzeitig teilt er seinem nächtlichen Besucher mit, dass auf diesem Rundweg Irdisches und Himmlisches liegt. Man könnte hier das Sprichwort anwenden: Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Das würde der Herr ja gerne, doch leider glaubt ihm Nikodemus nicht, noch nicht. Erst wenn er die horizontale Ebene, das ist das Irdische, glaubt, kann er auch die vertikale Ebene, das Himmlische, glauben und verstehen.

Gott sagt in Jesaja 55,9: Denn wie der Himmel höher ist als die Erde, so sind meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken. Gottes Wege sind höher, d.h., sie beziehen sich auf den Himmel. Auch seine Gedanken sind höher und werden mit dem Himmel verknüpft.

Ein Rundgang kann sowohl auf der horizontalen Ebene stattfinden, das ist in der Sprache der Bibel das Tiefland, als auch auf der vertikalen Ebene, das ist das Bergland. Rundwege können auch durch beide Dimensionen führen.

Die Ereignisse im Buch Esther laufen parallel zu Elias Zeit
Was hat Esthers Geschichte mit den Begebenheiten Elisas zu tun? Dieser Frage wollen wir uns diesem Abschnitt zuwenden. Esther wurde Königin, weil ihre Vorgängerin den Ruf des Königs missachtete. Vasti wird ihrer Verweigerung wegen, zum König zu kommen, verworfen. Sie soll nicht mehr Königin sein. Die Diener suchen aus den unverheirateten Mädchen die Schönsten aus und bereiten sie auf eine Audienz mit dem König vor. Nach vielen Monaten höchster Kunst der Körperpflege und Kosmetik wird Esther zum König geleitet. Der König verliebt sich in sie und macht sie zu seiner Gemahlin.

Prophetisch findet die Verwerfung Vastis bei der Entrückung statt. Die Auswahl Esther erfolgt anschließend. Warum wird Esther erst nach der Entrückung zur Königin? Die Antwort liegt auf der Hand, denn die aufwendige und zeitraubende Kosmetik deutet es bereits an. Es handelt sich um die völlige Reinigung der Gläubigen. Alles wird in Ordnung gebracht, auch die verborgenen Dinge. Das griechische Wort für Kosmetik leitet sich vom Verb kosmeo ab und bedeutet ordnen, wiederherstellen, schmücken. Die dazu verwendete Kosmetika ist von erlesener Qualität, speziell ausgesuchte Reinigungssalben. Und wie lieblich handelt der Diener des Hauses mit Esther. Er scheint sie vor allen anderen Jungfrauen vorzuziehen. Esther wird sogar besondere Gemächer bewohnen. Nach ihrem Einzug beginnt die Reinigungszeit. Zweimal sechs Monate dauert das Prozedere und tut auch nicht weh. In den ersten sechs Monaten wird Myrrhen-Öl verwendet und in den weiteren sechs Monaten Gewürze und Reinigungssalben. Schnell vergeht die Zeit und das Jahr ist um. Hegai, der Diener des Hauses, ist ihr stets ein treuer Berater. Der große Tag kommt. Sie soll vor dem König gebracht werden. Esther nimmt nichts weiter mit als das, was ihr Hegai mitgibt. Die innere Anspannung nimmt zu. Wie wird sie wohl beim König ankommen?

Der König Ahasveros
Wer ist Mann, der sich Ahasveros nennt? Sein Name wird mit »still und rein« übersetzt. Untersuchen wir die Schilderung genauer, so stellen wir fest, dieser Herrscher scheint durchaus nicht still zu sein. Mehrere Male wird über seinem Zorn berichtet, der sich aber nicht sofort entlädt. Es ist mehr sein innerer Zorn, der zu einem späteren Zeitpunkt ausbrechen wird. Der Herrscher wird ganz unauffällig als geduldig charakterisiert. Der zweite Teil seines Namens, »rein«, deutet auf den Messias, denn es heißt: »Du bist zu rein von Augen, um Böses zu sehen«. Habakuk 1.13. - Daher auch die 12-monatige Reinigungszeit der Jungfrauen -.

Reinigungsjahr 1. Phase
In den ersten sechs Monaten wird Myrrhe verwendet. Sie kommt zum Einsatz, weil es gilt, Wunden zu behandeln. Myrrhe hilft, das Narben besser verheilen. Und wie viele Narben das Leben zurückgelassen hat, weiß der Herr nur zu gut. So manche Not und Schwierigkeit der Vergangenheit mögen zwar verblassen, andere sind kaum noch zu sehen. Jesus hat auch diese Dinge nicht vergessen und wird sich dieser Wunden annehmen. Auch im Himmel ist der Herr weiterhin um uns besorgt. Es heißt nicht umsonst: Und er wird abwischen alle Tränen. Mit dem Tod sterben nicht unsere Erlebnisse. Sie werden real vor uns stehen und uns beschäftigen. Selbst der reiche Mann aus Lukas 16 konnte sein Mitgefühl für seine Brüder nicht zurückhalten. Für ihn persönlich ist es zu spät. Er leidet Pein in der Flamme. Anders sieht es bei Lazarus aus. Er wurde im Schoße Abrahams getröstet und ganz sicher mit Myrrhenöl behandelt.

Die Myrrhe kann noch mehr. Sie findet ebenso Verwendung, um Entzündungen im Mundraum, im Mangen und Darm zu heilen. Sollte in diesen Bereichen noch irgendwelche Dinge zu kurieren sein, dann hilft auch hier das etwas bittere Öl. Zudem wirkt Myrrhe blutstillend. Die Myrrhe ist ein feines und liebliches Bild dafür, wie der Herr die noch vorhandenen Verletzungen und Entzündungen heilt.

Myrrhe kommt im Alten Testament 12 x vor, davon 8 x im Hohelied. Die Anhäufung auf ein Buch ist ein Hinweis auf das Ende des Irdischen und der Beginn des Himmlischen.
Das sind die ersten sechs Monate der Reinigung.Es schließen sich die nächsten sechs Monate an. Siehe weiter unten. Vorher noch einen kurzen Exkurs, der die Reinigungsprozeduren auf der Erde beschreibt.


Exkurs zu: Wiedergeburt, Salbung und der täglichen Fußwaschung
Wir finden im Exodus 30 ab Vers 22 besondere Salben für das Heiligtum und für die Priester, die im Tempel ihren Dienst verrichteten. Das Salböl bestand aus Myrrhe, Zimt, Würzrohr, Kassia (Zimtkassia) und Olivenöl. Es war ein hochheiliges Gemisch, von dem Gott sagt, dass es nicht auf das Fleisch eines Menschen kommen soll. Das für Mensch verwendete Wort lautet Adam und erinnert an den ersten Adam, der willentlich das Gebot Gottes übertrat und dadurch zu einem Sünder geworden war. Die Priester, die mit dem Öl gesalbt wurden, waren durch ein Ritual[Fußnote 36] bereits entsündigt. Dennoch, bevor sie ihren Dienst antraten, mussten sie ihre Hände und Füße waschen. Die geistliche Bedeutung dieser Waschungen ist, das unser Tun und unser Wandel in dieser Welt immer Verschmutzungen zur Folge hat. Das ist nichts aussergewöhnliches. Solange wir hier auf dieser Erde sind, müssen wir uns täglich reinigen. Der Herr selbst hat, als ein Beispiel, die tägliche Fußwaschung eingeführt. Bevor ein Priester den Dienst verrichten konnte, musste er Hände und Füße waschen. Tat er es nicht, drohte ihm der Tod.

Warum sollten die Priester nur Hände und Füße waschen? Wie bereits oben gesagt, die Reinigung der Hände und Füße ist notwendig, weil wir uns im Alltag schmutzig machen. Weder unser Tun noch unser Wandel ist vollkommen.

Das ein Priester vor seinem Dienst nur Hände und Füße waschen musste, liegt darin begründet, dass er bereits gebadet hatte. Nur ein Kapitel zurück und wir lesen in Vers 4: Und Aaron und seine Söhne sollst du herzunahen lassen an den Eingang des Zeltes der Zusammenkunft und sie mit Wasser waschen. Das hier eine vollständig Körperwäsche vollzogen wurde, wird dadurch deutlich, dass Aaron und seine Söhne nach der Reinigung bekleidet wurden. Das ist es, was Jesus meinte, als er sagte: Wer gebadet ist, hat nicht nötig sich zu waschen, ausgenommen die Füße, sondern ist ganz rein;

Es fällt auf, dass der Herr nur von der Reinigung der Füße spricht. Sind die Hände eines Christen denn rein? Petrus erwehrt sich der ausschließlichen Reinigung der Füße, auch seinen Kopf und seine Hände will er gewaschen wissen. Der Herr entgegnet: Nur die Füße.

Warum müssen die Hände nicht gewaschen werden? Die Frage lässt sich so beantworten. Im täglichen Leben waschen wir unsere Hände i.d.R. vor jeder Mahlzeit, nach jeder Toilette, vor dem Bereiten von Speisen uvm. Geistlich übertragen heißt das, das wir die Hände vor unserem Tun waschen sollen. Die kleinen Verschmutzungen reflexartig dem Herrn bekennen, damit sich der Dreck nicht unter unseren Nägeln staut. Auf diese Weise haben wir »heilige Hände«.

Nun gibt es eine zweite mögliche Antwort auf die Frage: Warum müssen die Hände nicht gewaschen werden? Versetzen wir uns in die Situation, in der wir uns täglich wiederfinden. Wenn wir uns die Füße waschen, gebrauchen wir unsere Hände oder nicht? Wie lassen doch nicht nur einfach das Wasser darüber laufen. Waschen heißt, die Füße in die Hand nehmen und reinigen. Wenn wir jemandem die Füße waschen, dann reinigen wir zeitgleich unsere eigenen Hände.

Ein Priester hat gebadet, wäscht sich vor jedem Dienst im Heiligtum Hände und Füße. Das hochheilige Salböl aber wurde nur einmal auf das Zelt und alle Geräte angewendet. Das gleiche gilt auch für die Priester. Sie wurden einmal vor ihrer ca. 20-jährigen Tätigkeit mit dem Öl gesalbt.

Die Salbung vor der Dienstzeit deutet auf die Salbung mit dem Heiligen Geist. Das Wasserbad spricht vom Tod und der Auferstehung, das ist die Wiedergeburt. Salbung und Wasserbad sind andere Symbole für die Wiedergeburt. Es werden jeweils unterschiedliche Aspekte angesprochen.

Durch den Glauben empfing der Hauptmann und seine Familie den Heiligen Geist.[Fußnote 37] Das war nur möglich, weil die Versammelten das Wort Gottes, das ist das Wasser, durch Petrus hörten. Wasser und Geist wirken immer zusammen.

Auf der Erde wird die Reinigung begonnen und im Palast Gottes wird sie vollendet.

Ende des Exkurses



Reinigungsjahr 2. Phase
In der zweiten Hälfte des des Reinigungsprozesses beginnt die vollständige Beseitigung aller Spuren. Nachdem die Wunden verschlossen sind, werden jetzt mit speziellen Kräutern die Heilungsprozesse vorangetrieben und noch notwendige Desinfizierungen vorgenommen.

Die Reinigung ist vollendet
Alles ist gut. Das ist auch juristisch zu verstehen. Durch Salbung und Wasserbad ist Esther wiedergeboren und gereinigt worden. Hände und Füße hat sie täglich gewaschen und in der Burg Susan erhält sie den letzen Schliff. Die Aussage, Esther war schön von Gestalt, müsste, um den Sinn besser zu treffen, heißen: Esther war gut von Gestalt. Alles was der König an ihr sah war gut. Und das erinnert an den Schöpfungsbericht: Gott sah, das es gut war. Die Wiederherstellung des ersten Zustandes.

Esthers großer Auftritt
Ahasveros ist der Bräutigam. Wie an jedem Abend wird dem König ein neues Mädchen vorgeführt. Ob sich beim König Routine eingestellt hat oder sogar Langeweile? Wir werden es sehen.

Esthers Erscheinen wird angekündigt. Sie betritt den Saal. Plötzlich verstummen alle. Mann könnte eine Stecknadel fallen hören. Anmutig, als ob sie schwebt, schreitet Sie voran. Atemlose Stille folgt ihr durch den Raum. Selbst der König scheint erregt. Ist das ein gutes Zeichen? Ahasveros sieht Esther unverwandt an. Er kann seine Blicke gar nicht von ihr abwenden, so entzückt scheint er zu sein. Mein Stern, murmelt der König und erhebt sich von seinem Thron. Das hatte er bei den anderen Jungfrauen nie getan. Er kommt ihr sogar entgegen. Ihre Majästät reicht Esther die Rechte entgegen. Sie findet nicht nur Gnade bei dem König. Er, der sie bereits liebte bevor es ihr überhaupt in den Sinn kam, kann nicht anders ... Wer mag es erfassen ... Seine ganze Liebe gilt ihr ...

Die Burg Susan
Der Palast des Königs Ahasveros ist ihr Zuhause. Die Burg Susan, Lilie genannt, ist Esther. Hat nicht schon der Herr über sie gesagt, als er damals auf der Erde war: Betrachtet die Lilien des Feldes, wie sie wachsen: Sie mühen sich nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch aber, dass selbst nicht Salomo in all seiner Herrlichkeit bekleidet war wie eine von diesen. ... Wenn Gott also kleidet, wie viel mehr euch ...
Die königlichen Kleider Salomos werden verglichen mit der Kleidung der Königin Esther. Ihre Kleider sind weit aus herrlicher; so stellt es der Herr fest und er muss wissen.

Die Königin
Esther ist die Königin, die wir in Offenbarung 6 beschrieben finden. Die Bedeutung ihres Namens, Stern, weist auf sie hin. Sie steht symbolisch für die 12 Stämme Israels. Das sind die Zerstreuten, die Gott eines Tages in EINS versammeln wird.

Nun gibt es zahlreiche Spekulationen. Wer und wo sind die zehn Stämme, die in die assyrische Gefangenschaft gingen? Gott wird spätestens rechtzeitig das Geheimnis lüften.


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Esther - Ein Meisterwerk der Weltliteratur
Mehr im gleichnamigen Skript








ERGÄNZUNGEN

Die zwölf Stämme Israels oder doch 14
Die zwölft Stämme waren nach der Reichsteilung in zehn und zwei aufgeteilt. Die Zehn stehen für das christliche Zeugnis, das auch im heutigen Staat Israel gefunden wird. Die Zwei stehen für die Juden nach der Entrückung. Wann immer wir in der Bibel eine Aufzählung der Stämme Israels finden, wird Heilsgeschichte erzählt. Folgende Fragen sind an den Text zustellen:

  • Von welchem Israel spricht der Text?
  • Was wird versteckt und was ist offensichtlich?
  • Wann redet Gott vom irdischen Jerusalem und wann vom himmlischen?

Die Texte sind sehr unterschiedlich gestaltet. Nehmen wir das, was Sprachexperten mit synonymen Parallelismus bezeichnen. Bei diesem Sprachmittel wird ein Gegenstand mit zwei ähnlichen Wörtern beschrieben. So stellen es die Experten fest. Aber es scheint oft so zu sein, dass zwei verwandte Dinge durch den Parallelismus angesprochen werden. Sehen wir uns die Begriffe Zion und Jerusalem an.

Dazu nun Texte aus der Schrift:
1.Könige 8 ab Vers 1

Damals versammelte Salomo die Ältesten von Israel und alle Häupter der Stämme, die Fürsten der Vaterhäuser der Kinder Israel, zum König Salomo nach Jerusalem, um die Lade des Bundes Jahwes heraufzubringen aus der Stadt Davids, das ist Zion.

Die Lade des Bundes stand in Zion. Salomo beabsichtigte die Lade von Zion nach Jerusalem zu bringen. Ein Umzug von der Stadt Davids, das ist Zion, nach der Stadt Jerusalems. Zion und Jerusalem werden hier unterschieden.

2.Könige 19, 21
Dies ist das Wort, das Jahwe über ihn (das ist Sanherib, der König von Assyrien) geredet hat: Es verachtet dich, es spottet deiner die Jungfrau, die Tochter Zion; die Tochter Jerusalems schüttelt das Haupt dir nach.
Alles was der Bräutigam tut, tut auch die Braut. Sie spottet dem Feind. Wo tut sie das?

Psalm 2, 4
Der im Himmel thront, lacht, der Herr spottet ihrer.
Die spottende Tochter Zion hält sich bei ihrem Bräutigam auf. Wo denn sonst?


2.Könige 19, 31
Denn von Jerusalem wird ein Überrest ausgehen, ein Erlöstes[Fußnote 38] vom Berge Zion. Der Eifer Jahwes wird solches tun. ( s. Fußnote)


In Psalm 102,16 wird von einem Volk gesprochen, das der Herr erschaffen wird.
Denn Jahwe wird Zion aufbauen, wird erscheinen in seiner Herrlichkeit; Er wird sich wenden zum Gebet des Entblößten, und ihr Gebet wird er nicht verachten. Das wird aufgeschrieben werden für das künftige Geschlecht; und ein Volk, das erschaffen werden soll, wird Jahwe loben.

Wann wird der Herr Zion bauen? Nachdem die Bauleute den Stein verworfen haben. Und so fragt der Herr: Habt ihr nie in den Schriften gelesen: »Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, dieser ist zum Eckstein geworden; von dem Herrn her ist er dies geworden, und er ist wunderbar in unseren Augen«? Als Jesus den Satz zitierte, war der Eckstein bereits gelegt. Paulus erklärt, wie Zion gebaut wird. Er muss es ja wissen. Als weiser Baumeister hat er den Grund gelegt. Damit ist nicht der Eckstein gemeint, der lag bereits an seinem Ort. Paulus hat auf den Felsen, welcher ist Christus, die Ausrichtung des Hauses am Eckstein, welcher ist ebenfalls Christus, vorgenommen. Baumeister werden heute als Architekten bezeichnet. Sie arbeiten die Pläne aus, die der Auftraggeber vorgegeben hat. Die ausgearbeiteten Pläne bilden die Grundlage für unser Bauen.


In Psalm 128 wird vom Messias geredet, dessen Weib wie ein fruchtbarer Weinstock im innern seines Hauses ist. Die Söhne werden verglichen mit einem Ölbaum, jeder von ihnen ist ein Sproß. Der Baum steht um den Tisch. Von Zion aus wird Gott den Messias segnen. Der Gesalbte wird das Wohl Jerusalems sehen alle Tage seines Lebens. Psalm 128 muss man gelesen haben.


Benjamin der 12. Sohn Jakobs und der zweite Rahels
Der jüngste Sohn Jakobs, das ist Benjamin. Er wird erst auf dem Weg nach Bethlehem geboren. Seine Mutter stirbt bei der Geburt. Damit wird angedeutet, dass die christlichen Ära auf der Erde beendet ist. Ein wichtiger Hinweis dazu findet sich in Genesis 26, 6. Jakob sieht Rahel mit der Schafherde kommen. So wie Jakob Schafhirte war, so auch seine zukünftige Frau. So wie der Herr Jesus sich um seine Schafe sorgt, so sorgt sich auch seine Braut um die Herde. Rahel hat zwei Söhne, Joseph und Benjamin. Eigentlich hat sie vier, aber sie weiß noch nichts davon. Lange nach ihrem Abscheiden machte Jakob seine Enkel, Manasse und Ephraim, zu seinen Söhnen. Und so sind die Söhne Josephs auch gleichzeitig die Söhne Rahels. (In Genesis 40,21 werden Rahel vierzehn Seelen zugerechnet. Ephraim und Manasse gehören dazu)

Die Söhne Josephs wurden von Jakob adoptiert. So hat auch Gott den Samen Jesu, das sind die Kinder, die Gott ihm gegeben hat, durch Adoption zu seinen Söhnen gemacht. Duch Adoption des Vaters sind wir dem Herrn zu Brüdern geworden. Den gleichen juristischen Akt vollzieht Jakob. Manasse und Ephraim werden durch Adoption zu Brüdern Josephs. Noch sind wir von der Stellung her Kinder Gottes, denn wir sind noch nicht vollendet. Unsere Vollendung steht aber kurz bevor und darauf wartet die ganze Schöpfung. Römer 8,19.


Ephraims Vorrangstellung (Der folgende Abschnitt ist noch in Arbeit. Die Details sind noch nicht ausreichend recherchiert. )

Ephraim, der führende Stamm des Nordreiches, repräsentiert Israel. Zum Nordreich gehören neben Ephraim der halbe Stamm Manasse und die anderen Stämme des Nordens. Gemeinsam bilden sie eine Einheit. Ihre Einzelteile, die 10 Stämme, wird Gott eines Tages zu erkennen geben. Das sind die 10 Sterne der Krone, die die Königin trägt. Die Stämme des südlichen Königreichs, Juda und Benjamin, repräsentieren die übrigen zwei Sterne. Wenn wir alle Söhne Jakob aufzählen, so erhalten wir 12 plus 2. Das sind dann 14 Stämme. .(s. Genesis,  in den Kapiteln 29, 30, 35 und 41.


Eine bemerkenswerte Stelle aus 1.Chronika 9, 3
Und in Jerusalem wohnten von den Söhnen Judas und von den Söhnen Benjamins und von den Söhnen Ephraims und Manasses.

Ein weiterer Vers, der auf die geheimnisvolle Vereinigung hinweist, finden wir in Hesekiel. Der Prophet spricht von den letzten Dingen, wie z.B.. dem dritten Tempel.
Hesekiel.37,22 Und ich werde sie zu einer Nation machen im Lande, auf den Bergen Israels, und sie werden allesamt einen König zum König haben; und sie sollen nicht mehr zu zwei Nationen werden, und sollen sich fortan nicht mehr in zwei Königreiche teilen.

Ephraim fehlt in Offenbarung 7 - Warum?-
Ephraim wird nicht unter den Versiegelten aus Offenbarung 7 gerechnet, auch Dan nicht. Warum aber wird der Stamm Manasse aufgeführt? Die Antwort ist: Manasse teilte sich auf. Die eine Hälfte des Stammes nahm Gebiete östlich des Jordan in Besitz, die andere westlich des Jordan. Die zweieinhalb Stämme, die auf der Ostseite wohnten, repräsentieren das irdische Volk nach der Entrückung. Gilead steht für die Juden in der Zerstreuung. Zudem stehen sie auch für die Zurückgekehrten, die dann wieder im Lande wohnen - irdische Perspektive-. Die eigentliche Bedeutung des Landes wird durch das Buch der Richter erst deutlich. Die Gileaditer verjagen Jephta, um später, wenn sie in Bedrängnis geraten, ihn aus dem Land Tob rufen lassen. - Prophetie vom Feinsten -. Warum steht nun Ephraim nicht in der Offenbarung? Ephraim steht für das christliche Zeugnis und dazu gehört auch sein Bruder Manasse-West. Die beiden Brüder werden entrückt, d.h., Manasse-Ost bleibt auf der Erde zurück und gehört zu den Versiegelten. Weil Dan auch nicht zu den Versiegelten gehört erklärt sich folgendermaßen. Das Lager Israels, das sich um das Zelt des Heiligtums in der Wüste versammelte, bestand aus vier Teillagern. Dan siedelte im Norden und der steht für den Adler. Der Adler steht symbolisch für das Himmlische. Der Richter Israels kommt aus dem Norden, er wird repräsentiert durch den Adler und das ist Dan. Der Herr Jesus sagt zu seinen Aposteln, dass sie die 12 Stämme Israels richten werden. Ein Richter sitzt auf seinem Richterstuhl, fällt das Urteil und die Diener, das sind die Engel, führen das Gericht aus. Das ist übrigens auch der Grund, warum Jesus in der Offenbarung immer wieder als Engel dargestellt wird.  


Die Juden haben Jesus das erste Mal abgelehnt und beim zweiten Mal werden sie nach ihm rufen, ja schreien. Das Wort Tob heißt auf hebräisch tow und bedeutet gut. Jephta hält sich nach seiner Flucht in einem guten Land auf. Jephta, und das gilt auch für Simson, kommen in den gängigen Schriftauslegungen schlecht weg. Anstatt sie als Helden Gottes zu sehen, sprudeln aus dem böswilligen Herzen die fleischlichen Schlussfolgerungen. Im Spiegel betrachtet sich das Fleisch, und hat durch seine Reden sich selbst geoffenbart. Mit dem Maß, mit dem es über Jephta und Simson richtet, werden es gemessen werden.

Jephta, Simson und auch die anderen Richter erzählen von Jesus. Der Leser wird herausgefordert, um die Bildersprache der Bibel zu lernen; dann werden wir den tieferen und damit eigentlichen Sinn der Geschichten begreifen und hoffentlich nie wieder loslassen.


Ephraim - noch ein Geheimnis
Ephraim steht symbolisch für die Versammlung. Sie ist das Zeugnis Gottes während der 2000 Jahren. Am Ende dieser Zeit wird der Herr der Herrscharen seine Gemeinde befehlen, in den Himmel zu maschieren. Von dort werden sie hinter dem Herrn her auf die Erde zurückkehren und gegen das antichristliche System Krieg führen. Ephraim steht aber auch für tote Christentum ... Fortsetzung folgt.

An jeder Stelle der Bibel können wir fragen: Mahn huh[F 41]? Was ist das. Und wir werden immer wieder den Herrn selbst finden.









Anhang:

Elia und Elisa auf dem Karmel
Elia betet auf dem Gipfel des Berges Karmel. Das deutet auf die Versammlung, die für Israel betet (s. Offenbarung 5, 8; 8,3; 8,4). Einige Zeit später, wie wir bereits gesehen haben, finden wir auch Elisa dort. Elisa bildet die gläubigen Juden ab und die werden u.a. von den Bären getötet. Elisa gehört somit zu den 144 000, von denen viele als Märtyrer umkommen.

Die zweifache Bedeutung des Karmel
Der Karmel steht nicht nur für das Paradies Gottes, sondern auch für den Tempelbezirk. In diesem Karmel hat Saul sich ein Denkmal aufgestellt und dort will er Gott opfern. Aber Samuel muss dem König sagen: Hat der Herr Lust an Brandopfern und Schlachtopfern, wie daran, dass man der Stimme des Herrn gehorcht. Der Karmel hat zwei Bedeutungen, zum einen eine irdische und zum anderen eine himmlische.


Elisa und Simson
Elisa ist der Kahlkopf. Auf die Haarpracht Simsons liegt der Focus in der Richtererzählung.. Simson verliert seine Pracht, das ist Golgatha und hat seit dieser Zeit überhaupt kein Ansehen unter den Juden. Elisas Kahlköpfigkeit erfährt in der Zeit der letzten Danielwoche noch eine Verstärkung. Der Anti-Messias wird, so wie König Saul, der Art aus der Masse des jüdischen Volkes herausragen, dass er den Gegensatz zum Kahlkopf noch verschärft.


Saul und Saulus
Saul deutet teilweise auf den Anti-Christen, gleichzeitig auch auf die Juden, die dem Evangelium des Reiches nicht glauben und anfangen werden die Treuen Israels zu verfolgen. Das wird in der Person des Saulus von Tarsus vorgebildet. Saulus wird aber durch den Herrn mittels einer himmlischen Erscheinung Jesu, das ist die Erscheinung auf dem Weg nach Damaskus, zum Paulus. Damaskus, die Hauptstadt Syriens, dort wo Ben Hadad zum König gesalbt wird, von dort kommt das Gericht über Juda. Und wen Ben Hadad nicht tötet, der wird durch den König Israels getötet, das ist der Herrscher des wiedererstandenen römischen Reiches. Und wen dieser König nicht tötet, der wird durch Elisa umgebracht. Elisa ist unser Herr. Er wird am Ende der letzten Danielwoche persönlich kommen, sichtbar für alle, und Richter der ganzen Erde sein.


Ahasja - König von Israel
Er ist das Tier aus Offenbarung 13:1. Der Name des König bedeutet »Gott hat sich seiner bemächtigt«. So steht es auch im Thessalonicherbrief. Gott sendet ihnen eine wirksame Kraft des Irrwahns, dass sie der Lüge glauben. Der Richter der ganzen Erde benutzt Ahasja, bevor er persönlich zurück kommt und das Gericht vollendet.











Fußnoten
[F 1] Man Huh? Exodus 16,15
[F 2] das eigentliche Brot aus dem Himmel Joh.6
[F 3] 1.Könige 19
[F 4] kochen: Ein Symbol für Gericht;
[F5] Paulus dem Alten: der Ausdruck soll klar machen, das Paulus den Empfehlungsbrief prophetisch auf unsere Zeit hin geschrieben hat und die Christen dazu auffordert, Jesus den Juden mit aller Liebe und Zärtlichkeit zu empfehlen. Der Brief des Philemon gehört zu den lieblichsten Teilen der Bibel.
[F 6] Gilead: Eine Menge von Zeugen;
[F 7] sechs Mal: Hier wird auf das Ende des sechsten Jahrtausends verwiesen. Es ist eine Übergangszeit, die ins 1000-jährige Reich mündet.
[F 8] Psalm 109, 4 wörtlich es: Ich bin Gebet (ani te-fil-Lah תפלה אני )
[F 9] Offbarung 11,8 ... der großen Stadt liegen, welche geistlicherweise Sodom und Ägypten heißt, wo auch ihr Herr gekreuzigt wurde. (Das Gericht über die anderen Völker wird nur am Rande behandelt.)
[F 10] Enddatum: Das Ende der Verwerfung ist gekommen. Gott wendet sich, wenn auch still und leise, dem jüdischen Volk wieder zu.
[F 11] Vielerlei Weise: der Ausdruck wird im erten Kapitel, im ersten Vers, des Hebräerbriefes angeführt.
[F 12] 1. Korinther 2, 6 Das dort verwendete Wort für verbergen beschreibt das Verbergen als »Verstecken in Fremdes«.
[F 13] Glatzkopf: Elisa bildet einen Gegensatz zu Simson. Die Haarpracht steht symbolisch für die Herrlichkeit des Messias. Jesus verzichtete auf alle Herrlichkeit, um sein Volk zu erlösen. Die Glatze soll die Armut des darstellen; sowohl für den Messias als auch für das jüdische Volk. Doch die Haare werden wieder wachsen und SEINE Herrlichkeit gesehen.
[F 14] Psalm 78: Es handelt sich bei diesem Psalm um grundlegende Lehre, deshalb wird er auch Maskil genannt.
Es wird gleichnishaft erzählt, daher eine Parabel. Die einzelnen Elemente bilden Puzzleteile; das sind die Rätsel der Vergangenheit. Um diesen Psalm zu verstehen, braucht es ein richtiges Verständnis über Gleichnisse, Bilder und Symbole. Zudem geistliche Einsich, damit die Einzelteile richtig zusammengefügt werden können. Am Ende erhält man ein klar erkennbares Bild.. Keine leichte Aufgabe.
[F 15] Palmenstadt: Sie steht für den Frieden (wg. der symbolischen Bedeutung der Palme, die auch am Laubhüttenfest zum Einsatz kommt. Es ist das siebte und somit letzte Fest im Festzyklus nach 3.Mose 23. Es deutet als siebtes Fest auf das 1000-jährige Friedensreich des Messias )
[F 16] Hebräer 1,11-12 Sie (das sind Himmel und Erde) sie werden untergehen,...; und sie alle werden veralten wie ein Kleid, und wie ein Gewand wirst du sie zusammenwickeln, und sie werden verwandelt werden.
[F 17] Der Osten steht für Anfänge oder Ursprünge. Im Osten wird die Sonne der Gerechtigkeit aufgehen mit
Heilung in ihren Flügeln. Jesus von Nazareth wird am Ende der langen Nacht –das ist die große Drangsal-als der Retter des jüdischen Volkes vom Osten her zurückkehren.
[F 18] Gideon hebräisch גדעון (Ghi-don´) H1439 Holzfäller , Soldat; von H1438 גדע (ga-dah´) einen Baum fällen. In Richter 6,34 wird gesagt: "Und der Geist Jahwes kam über Gideon". Das hebräische Wort, La-wasch H3847,das mit "kam über" übersetzt wurde kann auch mit "völlig umkleidet" ausgedrückt werden. Prophetisch spricht die Geschichte von der gleichen Zeit. Die 300 Mann bilden die 144 000 aus Offenbarung. (s. im Skript "Gideon")
[F 19] Jordan bedeutet »der Herabsteigende«; es ist der Sohn Gottes, der auf die Erde kam und Mensch wurde. Johannes beschreibt ihn als das fleischgewordene Wort Gottes.
[F 20] Heskiel 1,26 Die Cherubim tragen den Thron und auf den Thron sitzt einer, der die Gestalt eines Menschen hatte.
[F 21] Schlachtrosse: Hiob 39, 19-25, das sind ebenfalls Engel; die Rosse stehen für Krieg;
[Fe 22] siehe auch Richter 6,34; die letzte Posaune ist die dritte; die erste erfolgte vor dem ersten Weltkrieg, die zweite vor dem zweiten Weltkrieg;
[F 23] auferweckt: die Auferweckung wird nicht geräuschlos stattfinden; sieh Meatthäus 27, 51-52
[F 24] Mischna: wird als die mündliche Thora bezeichnet. Es sind handelt sich hier um die Auslegung der Schriften des Alten Testaments. Einen erweiterten Teil jüdischer Überlieferungen bildet die Gemara. Mischna und Gemara bilden zusammen den Talmud
[F 25] Genosse: der hebr. Begriff für diesen Genossen lautet Amit; es bezeichnet die Leviten, die direkt um das Zelt der Wüste lagerten. Die anderen Stämme mussten einen größeren Abstand einhalten damit sie nicht sterben. Ein Amit war ein Levit, der dem Heiligtum nahegebracht war durch seinen Dienst. Dieser Amit ist der falsche Prophet aus Offenbarung 13,11, das andere Tier, dass die Menschen zum Götzendienst verführt.
[F 26] Berg: Die sogenannte Bergpredigt ist der prophetische Hinweis auf die Zeit der letzen Danielwoche. Der Herr redet vom Himmel her und seine Zeugen werden die gute Nachricht, zu einem Zeugnis für die ganze Welt, verkündigen.
[F 27] Jeremia 23,20
[F 28] Offenbarung 6, 11: Hier werden Knechte und Brüder unter dem Altar gesehen. Die Brüder sind die Versiegelten, die Knechte bilden andere Gläubige aus allen anderen Nationen ab.
[F 29] Samaria hebr. שומרון (Schom-ron´) H8111 und bedeutet Wachturm, Beobachtungsturm;
[F 30] "Heilige der höchsten Örter" ist ein Ausdruck aus Daniel 7 in den Versen 18, 22, 25, 27; Dort wird gesagt, dass ihnen das Gericht gegeben wurde. Aber es wird auch gesagt (Vers 25), dass sie vom Anti-Christen vorher getötet werden. In Vers 27 wird ihnen die Mitregentschaft im Friedensreich verheißen. Die drei "Freunde" Daniels bilden den 3. Teil des Volkes ab, der ins Feuer muss - s. Sacharja 13,9-«und ich werden den dritten Teil ins Feuer bringen«. Der Herr ist auch im Feuer bei ihnen und deshalb kommen sie am nächsten Morgen unversehrt wieder zurück.
[F 31] Esther 1: Die Szene des ersten Kapitels läuft nach der Entrückung ab. Mehr dazu im Skript »Das Buch Esther«
[F 32] Sichem: Ein Hügel zwischen dem Berg Ebal im Norden und dem Berg Garizim im Süden. Landschaftlich bildet diese Gegend Golgatha vor, deshalb steht Sichem für Jerusalem. Jesus blickte während der Kreuzigung in Richtung Osten. Deshalb befindet sich der Berg des Fluches zur Linken des Hügels Sichem und der Berg des Segens zur Rechten. s.a. Matthäus 26,64 u. 27,38
[F 33] Tebez bedeutet Weiß und deutet auf die Gerechten
[F 34] Der obere Stein: spricht von Gericht durch Gott; es ist der Stein, der wie von selbst das Standbild aus Daniel zerstört; weil eine Frau den Stein wirft, deutet es das gemeinsame Handeln der Braut mit ihrem Bräutigams an. Deshalb wird diese Frau in Offenbarung 6 als Königin dargestellt, deren Krone 12 Sterne hat. Die Sterne bilden die Gesamtheit aller Personen ab, die die Braut des Lammes bilden.
[F 35] Recht teilen bzw. richtig austeilen, griech.: orthotomeo, wörtlich einen geraden Schnitt machen; zerlegen, sezieren, analysieren; richtig erklären, darlegen, auslegen; die Wortwurzel deutet auf immer kleine Puzzle-Teile, die dann richtig erklärt werden sollen.
[Fe 36] Ritual: Exodus 29,1-3
[F 37] Heiligen Geist Apostelgeschichte .11,11
[F 38] Erlöstes: Die alte Elberfelder übersetzt Entronnenes, das hebr. Wort פליטה H6413 bedeutet Erlösung, Rettung; die hebr. Wurzel פליט H6412 wird mit Flüchtling übersetzt; die Wurzel davon פלט H6403 bedeutet entkommen, entschlüpfen;
[F 39] Lea kommt 32x im AT und bedeutet erschöpft, ermattet; Wurzelbedeutung: ermüden, müde werden;
[F 40] Rahel: Mutterschaf kommt 44x im AT vor
[F 41] Die Schreibweise wurde gewählt, um eine korrekte Aussprache zu ermöglichen. Hebräisch: הוא מן


 
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