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Einführung in die Strukturen der Bibel

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Hier kommt die Einführung in:

  - Die Strukturen der Bibel -


Hinweis: Wir beabsichtigen, das Thema in Modulen zu präsentieren. Dieses Skript darf als Modul „Einführung und Grundlagen“ verstanden werden. Die Elemente, das sind Texte und Bücher der Bibel und ihre strukturellen Verbindungen, reißen wir hier nur an, erläutern sie dann Schritt für Schritt in nachfolgenden Skripten.

Mit unserer Einführung wollen wir auf die verborgene Struktur des Neuen Testaments aufmerksam machen und sie für den Leser nachzeichnen. Dies scheint uns wichtig zu sein, weil wir nach unserer Auffassung an einer Zeitenwende stehen. Eine ähnliches Ereignis fand vor fast zwei Tausend Jahren statt, man schrieb (in etwa) das Jahr 33. Jerusalem war damals in heller Aufregung. Die Einen meinten, sie hörten den Messias, die Anderen redeten abschätzig von ihm. Besonders den Obersten der Juden war Jesus ein Dorn im Auge, deshalb suchten sie ihn zu töten. Beständig lauerten sie ihm auf, um ihn in seiner Rede zu fangen, in seiner Lehre irgend etwas Anklagewürdiges zu finden, was ihnen aber nicht gelang. Da kam ihnen Judas, der Iskariot, gerade gelegen. Am Vorabend des Passahs überlieferte er Jesus für einen Betrag von 30 Silberlingen den Obersten der Juden.

Nach seiner Verhaftung und den verschiedenen Verhören durch die Hohenpriestern Hannas und Kaiphas, dem Landpfleger Pontius Pilatus und dem König Herodes, stand am Ende das einhellige Todesurteil über den Gerechten fest. Die Römer vollstreckten das Urteil, indem sie Jesus zusammen mit zwei Verbrechern kreuzigten.

Nach den Erzählungen der Evangelien wird uns nur von Johannes ausdrücklich berichtet, dass er bei der Kreuzigung zugegen war. Die Szene auf Golgatha deutet die Zeitenwende an. Jesus, am Kreuz hängend, adoptiert (nur) Johannes und übergibt ihn dann seiner Mutter Maria. Mit dieser Adoption beginnt die neue Epoche. Die Folge ist, Israel verliert seinen Vorzug. Durch den Verlust des Vorzugs erhalten alle Völker die Chance, durch Glauben an Jesus Christus gerechtfertigt zu werden und in eine persönliche Beziehung mit Gott zu treten, zwar noch immer den Juden zuerst (zeitlicher Aspekt), aber auch den Griechen. Im Alten Testament, in der Geschichte Jakobs mit seinem Sohn Joseph und seinen Enkeln Manasse und Ephraim, wird diese Zeitenwende prophetisch vorausgesagt. Zweitausend Jahre währt diese Zeit und kommt in Kürze zu ihrem Ende, denn in unseren Tagen bereitet Gott den zweiten Wechsel vor. Das wird prophetisch gesehen in der zweiten Maria, die ebenfalls bei der Kreuzigung anwesend war. Was mit der zweiten Maria andeutet wird, ist, der Vorzug geht von der ersten Gruppe auf die zweite über. Das will heißen, der Vorzug der Mutter Jesu und ihrem Adoptivsohn Johannes, sie repräsentieren Ephraim, geht auf die andere Maria über, die im Alten Testament durch Manasse repräsentiert wird.


Wer ist die andere Maria in Johannes 19,25?

Die Antwort ist ganz einfach, denn sie steht im Text: Sie ist die Schwester der Mutter Jesu. Was einem dabei wunderlich anmutet, ist, sie heißt ebenfalls Maria. Was haben sich die Eltern dabei gedacht, als sie zwei ihrer Töchter den gleichen Namen gaben? Ob die beiden Schwerstern Zwillinge sind? Wir wissen es nicht. Aber es scheint, dass der Heilige Geist genau das anzeigen will. Die Parallelen, die wir im Alten Testament mehrfach finden, deuten allzu offensichtlich darauf hin. In einem weiteren Skript werden wir uns die Zwillinge genauer ansehen. Was wir aber jetzt bereits wissen, ist, die Schwester Maria war mit einem gewissen Klopas verheiratet; (nicht Kleopas, wie fälschlicher Weise in der Elberfelder übersetzt wurde). Klopas und Joseph, der Letztgenannte war der Mann der Mutter Jesu, sind entweder Brüder oder ganz enge Freunde. Auch hier zeigt der Heilige Geist den gleichen Sachverhalt an, wie wir ihn bei den Schwestern sehen. Sowohl die beiden Marien als auch ihre Männer sind aufs engste miteinander verbunden.

Klopas, griech. Κλωπας, mit der Strong-Nr. G2832, bedeutet: ein Bruder oder ein enger Freund des Vaters. Der hebräische Name lautet Ahab, das war der Name eines Königs des Nordreiches Israel und der Name eines Propheten in Babylon. Klopas steht für Manasse, der, von Jakob adoptiert, in die Stellung des Zweitgeborenen gesetzt wurde, gleich wie Simeon, welcher der Zweitgeborene Leas ist. Ephraim dagegen wurde in die Stellung des Erstgeborenen gebracht, denn, so spricht der Herr in Jeremia 31,9: Ich bin Israel zum Vater geworden und Ephraim ist mein Erstgeborener. Die Vorentrückung gilt daher nur Ephraim. So wie Jakob ganz souverän den einen vorzog, so handelt auch Gott. In der Geschichte Jakobs gibt es keinen Hinweis darauf, dass Ephraim seinem Bruder Manasse etwas voraus hatte oder irgend welche Qualitäten aufwies, die ihn für das Erstgeburtsrecht qualifiziert hätten. Nein, allein die souveräne Entscheidung Jakobs wählte den Jüngeren und setzte ihn über den Älteren.

Nach Gottes Plan wird sich in naher Zukunft der Wechsel von Ephraim auf Manasse vollziehen. Der Dienst und die damit verbundene Verantwortung wird wieder in die Hände der Juden gelegt.  

Nun finden wir am Kreuz noch eine dritte Maria, sie trägt den Beinamen Magdalene. Ihr Nachname spricht davon, dass sie ganz eng mit Ephraim und Manasse verbunden ist. Der Heilige Geist zeigt an, dass es sich um den jüngsten Sohn Jakobs handelt, um Benjamin. Prophetisch heißt das, Maria Magdalene und Benjamin stehen für den Überrest Israels, das sind jene, die durch die Drangsal Jakobs gehen müssen, um endlich Jesus als ihren Messias zu erkennen und dann auch anzuerkennen. Maria Magdalene steht daher für den dritten und letzten Wechsel.

Grundsätzlich finden die Wechsel zum Passahfest statt, als Beispiel dient uns die Adoption des Jüngers, welchen Jesus liebte. Der Herr adoptierte Johannes als er zum Passah wurde und läutete damit die neue Zeit ein. Bald erwählt sich der Herr den Zweitgeborenen - Manasse - und läutet wiederum zum Passah eine neue Zeit. Und mit dem dritten Wechsel beginnt dann das 1000-jährige Friedensreich.


Die Frühlingsfeste bilden das offensichtlichste Strukturelement

In 3. Mose 23 lesen wir von den Festen des Herrn. Während der Sabbath an jedem siebten Tag der Woche gefeiert wird, finden die anderen sieben Feste nur einmal im Jahr statt und zwar innerhalb eines Zeitraums von sieben Monaten. Das religiöse Jahr ist daher um fünf Monate kürzer als das bürgerliche Jahr. Alle sieben Feste finden im Neuen Testament ihre Erwähnung, besonders aber die  Frühlingsfeste. Sie werden uns verschleiert und versteckt durch Bücher, Briefe und einzelne Erzählungen des Neuen Testaments, detaillierter beschrieben. Dazu nehme der Leser auch die erste Grafik zu Hilfe, sie ist zu finden auf https://simson-project.com/struktur_der_bibel.html


Der verschleierte Festzyklus in Offenbarung 2 und 3 wird enthüllt

Wie jeder Leser unschwer erkennen kann, wird die Reihenfolge der sieben Sendschreiben durch den Apostel Johannes wie folgt vorgenommen. Das erste Sendschreiben geht an Ephesus, das zweite an Smyrna, das dritte an Pergamos, das vierte an Thyatira, das fünfte an Sardes, das sechste an Philadelphia und das siebte an Laodicäa. Diese Anordnung ist nicht von ungefähr, erzählt sie doch den geschichtlichen Verlauf der Gemeinde Jesu. Aber Gott redet niemals eindimensional, an keiner Stelle der Bibel, so auch nicht in der Offenbarung. Daher findet sich in den Sendschreiben noch eine weitere Reihenfolge verborgen und die beschreibt den Festzyklus aus 3.Mose 23. Zunächst zeigen wir den Verlauf der Feste anhand der Sendschreiben auf und erklären später (in einem weiteren Skript) die Details.

Die Frühlingsfeste nach 3.Mose 23:

1. Fest – Passah, beschreibt Johannes im Sendschreiben an Laodicäa.
2. Fest – die ungesäuerten Brote, erklärt Johannes im Brief an Ephesus.
3. Fest – das der Erstlinge: deutet der Apostel im Brief an die Gemeinde Smyrna an.
4. Fest – Pfingsten, wird durch den Brief an Philadelphia beschrieben.

Die Herbstfeste nach 3.Mose 23:

5. Fest – des Posaunenhalls, wird im Sendschreiben an Sardes beschrieben,
6. Fest – der große Sühnungstag, im Sendschreiben an Pergamos erklärt und
7. Fest – das der Laubhütten – im Brief an die Gemeinde Thyatira erläutert.

Geschichtlich endet die Zeit der Gemeinde bei Laodicäa. Nun bildet aber das Thema Passah, das der Herr im Sendschreiben an Laodicäa erörtert, das erste Fest im Festkalender Gottes nach 3.Mose 23. Wir schließen daraus, im siebten Sendschreiben liegt ein neuer Anfang verborgen und damit ein neuer Zeitabschnitt und den nennen wir: „Die dritte Runde“, und genau auf diese letzte Runde zielt die Botschaft unseres Herrn ab. Wir müssen sogar sagen, die sieben Gemeinden sind Brennpunkt und Zentrum aller biblischen Prophetie. Das hat seinen Grund darin, dass Laodicäa ebenfalls zu Gemeinde gehört. Auch dazu in einem gesonderten Skript.

Jetzt zeigen wir die Verknüpfungen der Büchern des Neuen Testaments zu den sieben Gemeinden auf, die unsere zuvor gemachte Aussage belegen sollen. (Details in einem weiteren Skript). Wir beginnen mit den Evangelien, denn sie sind es, welche die vier Frühlingsfeste noch ausführlicher beschreiben.

  1. Das Johannesevangelium beleuchtet das erste und wichtigste Fest, das Passahfest.
  2. Das Matthäusevangelium beschäftigt sich mit den noch nicht ungesäuerten Broten.
  3. Das Markusevangelium gibt uns einen starken Eindruck von den Gersten-Erstlingen.
  4. Das Lukasevangelium redet zu Menschen, die Gott bereits lieben und dann ihr Pfingsten erleben, das in der Apostelgeschichte vorgezeichnet wird.


Die Lehrbriefe des Apostels Paulus - und die sieben Gemeinden

Es sind, ja, es müssen 14 Briefe sein, denn mit der Zahl 7 wird nicht nur Vollständigkeit ausgedrückt, es lassen sich damit auch die heilsgeschichtlichen Zeitabschnitte der Kirchengeschichte den Briefen zu ordnen. Des Weiteren lassen sich auch die Briefe des Paulus den sieben Gemeinden zuordnen und zwar chronologisch; siehe Tabelle 4 (zweites Bild) auf:
https://simson-project.com/struktur_der_bibel.html.

Der Zweck der Paulusbriefe liegt im ordnungsgemäßen Gemeindebau, d.h. auch, welche Dinge sind notwendig und welche unnütz, wenn nicht sogar schädlich und wie wir bauen sollen und dürfen. Eine geniale Anleitung liefert uns 2.Mose 25, dort findet sich die Materialliste für den Gemeindebau. Wer die Materialien gut kennt, der weiß, wie man richtig baut. Auch dazu eine erste Hilfe, die Tabelle 3 auf https://simson-project.com/struktur_der_bibel.html

Die Materialien zeigen, dass mit dem Hebräerbrief das eigentliche Haus bereits fertiggestellt ist und nur noch die Steine für die Mauer hinzugefügt werden müssen. Auch hier folgen die Details später.

Die Lehrbriefe von Jakobus, Petrus, Johannes und Judas - und die sieben Gemeinden
Sie richten sich ebenfalls an die sieben Gemeinden. Sie müssen, so wie die 14 Briefe des Paulus, chronologisch zugeordnet werden, siehe dazu nochmals Tabelle 2. Das besondere an diesen Briefen jedoch ist: Sie beschreiben die Zeit nach der Entrückung. Details folgen im einem gesonderten Skript.

Die Apostelgeschichte - Das zweite Pfingsten

Sie beschreibt nicht nur historisch Wahres, in ihr wird auch jene zukünftige Geschichte erzählt, die auf der dritten Runde, ab der Station Philadelphia, ablaufen wird. (Soll ebenfalls in einem gesonderten Skript erzählt werden, wenn uns noch Zeit dazu bleibt.)

Genesis 1 - und die sieben Gemeinden

Im Schöpfungsbericht liegt ebenfalls das Geheimnis der sieben Gemeinden verborgen, deshalb spricht der Herr im Brief an Laodicäa davon, dass er der Anfang der Schöpfung ist. Mit diesen Worten bestätigt der Herr auch, dass Gott mit Laodicäa etwas Neues beginnt.

Richter 14 - und die Gemeinde Laodicäa

Mit diesem Kapitel begann unser Intensiv-Studium. Das vierzehnte Buch der Richter deutet auf den vierzehnten Lehrbrief des Apostels Paulus. Du nennst es vielleicht Zufall, ich nenn es Plan, der minutiös und präzise vorbereitet wurde.

Wir könnten fortfahren mit vielen weiteren Erzählungen der Bibel, die alle auf das große Finale hindeuten, aber wir fürchten, die verbleibende Zeit reicht dazu nicht aus. Und so beschränken wir uns auf jene Bücher und Texte, die wir zuvor vorgestellt haben.



Berlin, den 16. Januar 2023



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