Einführung in den Hebräerbrief - Eine prophetische Auslegung - Simson-Project

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Einführung in den Hebräerbrief - Eine prophetische Auslegung

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Der Hebräerbrief - eine prophetische Auslegung
Im Hebräerbrief versteckt findet man den Antichristen

Vorbemerkung:
Es werden die entscheidenden Schriftstellen in Fettdruck wiedergegeben. Sie dienen als Marker, die unsere Ausführungen in die richtige Richtung weisen. Sieht man sich die Zahlen genau an, ist man geradezu verblüfft und es bleibt einem fast die Spuke weg. Die Zahlen verbinden die Schriftstellen und bestätigen deren Richtigkeit bei der Zuordnung zu einem Thema. Dabei sind auch die Spiegelungen der Zahlen von Bedeutung. Dazu ein paar Beispiele. 1,7 oder 7.1; 2,4 oder 4,2. In diesem Skript werden sie, wie schon gesagt, im Fettdruck angezeigt. Jeder Leser kann sich dadurch einen eigenen Eindruck verschaffen. Unsere Schlussfolgerung aus unseren Entdeckungen lässt sich so zusammenfassen: Die gesamte Bibel bildet ein harmonisch Ganzes, durch das Sichtbarwerden innerer Strukturen erkennt man, dass sie immer ein Thema hat: Jesus und seine Braut.

Bevor wir den Brief an die Hebräer ein wenig betrachten, hier die Struktur des Neuen Testaments, wie wir sie entdeckt haben. Ohne dem Wissen vom strukturellen Aufbau, bleiben unsere Hinweise und Erklärungen unverständlich.

Struktur des Neuen Testaments



Die drei Rundgänge repräsentieren 3 mal 7 Zeiten, das macht insgesamt 21. Jede der drei Zeiten umfasst 7 zeitliche Abschnitte auf dem Postrundweg Kleinasiens. Der erste Rundgang startet von Ephesus und endet bei Laodicäa; er repräsentiert die Zeit von Pfingsten im Jahre 33 n.Chr. bis zur  Reformation. Die zweite Runde repräsentiert die Zeit von der Reformation an bis zur Entrückung, die in Offenbarung 4 angedeutet wird. Siehe  auch nachfolgende Darstellung.



Erster Rundgang                                               
Rö–1Kor–2Kor–Gal–Eph–Phil-Kol

Zweiter Rundgang
1Thess-2Thess-1Tim-2Tim-Tit-Phi-Heb

Dritter Rundgang
Jak-1Pet-2Pet-1Joh-2Joh-3Joh-Jud

Die drei Runden deuten noch etwas an. Drei Mal wird das sichtbare Zeugnis, der Tempel Gottes, gebaut bzw. wieder hergestellt. Beim ersten Mal wurde Christus zum ersten und lebendigen Stein, dem Eckstein und zwar nach seiner Auferstehung. Die Grundlage des Hauses wurde anschließend mit den 12 Aposteln gelegt, das geschah zu Pfingsten im Jahre 33 n.Chr. Das zweite Mal, zur Zeit Martin Luthers, wurde der Tempel Gottes neu aufgerichtet, auf den Spuren der bereits vorhandenen Grundlage, davon erzählt uns das Buch Esra. Und beim dritten Mal, nach der Entrückung, in Offenbarung 4 angedeutet, werden die Beschädigungen, besonders an der Stadtmauer, ausgebessert und die Lücken geschlossen.


Für das Bauen des Tempels benötigt man Baumaterial. Die Werkstoffe werden in Exodus 25 aufgeführt. (siehe nachfolgende Tabellen). Wenn wir die Materialien den Briefen des Apostel Paulus zuordnen, erkennen wir, um welche Art Baumaterial es sich bei den Briefen handelt. Damit können so manche unklaren Auslegungen präzisiert und nötigenfalls korrigiert werden.


1. Runde
Material          Römerbrief        
Gold               Römerbrief
Silber              1. Korinther
Kupfer            2. Korinther
Blauer Purpur   Galater
Roter Purpur     Epheser
Karmesin          Philippr
Byssus             Kolosser


2. Runde
Ziegenhaar             1. Thessalonicher
Rote Widderfelle      2. Thessalonicher
Hirsch/Gazellenfelle  1. Timotheus
Akazienholz             2. Timotheus
Öl                          Titus
Gewürze                  Philemon                  
Onyx/Steine              Hebräer


WEil es drei Rundgänge benötigt, bis die Geschichte dann mit Offenbarung 4,2 weiter geht, wird durch die Summe der Briefe unterstützt: 3 Runden 14 Briefe = 42. Die  Genealogie Jesu in Matthäus 1 ist ein Hinweis auf die letzte Runde. Die Generationsabfolge wird in drei Gruppen gefasst. Jeder dieser Gruppen besteht aus 14 Namen. Und dreimal 14 macht 42. Dreimal dienen die 14 Briefe des Paulus als Baumaterial für den Tempel Gottes, dem geistlichen Haus, aber beim dritten Mal, siehe Buch Nehemia, werden vor allem die Mauer und gewisse Gebäude repariert.


Matthäus 1
Die Genealogie beschreibt die erste Hälfte der letzten Danielwoche. Jesus wird als Retter vorgestellt und gleichzeitig gesagt, dass er auch Vater ist.


Vers 1: Buch des Geschlechts Jesu Christi, des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams.
Bedeutung:     Der Gesalbte - Jesus,
ist der, der gerettet hat - Jehoshua,
er ist der Geliebte – David,
der Vater einer Menge - Abraham.  

  1. Abraham – Vater einer Menge;
  2. Isaak -  Lachender – Wurzel: geradeheraus lachen;
  3. Jakob -  Fersenhalter Wurzel: verdrängen, ersetzen;
  4. Juda -  er wird gepriesen sein;
  5. Phares -  hebräisch Peres, ein Bruch; Wurzel: herausbrechen, flüchten; Abstand, Lücke;
  6. Zara -  aufgehendes Licht;  Wurzel: strahlen, aufgehen (wie die Sonne);
  7. besonders: erscheinen ( als Symptom für Lepra - Symbol für Sündenerkenntnis.
  8. Thamar -  eine Palme (Symbol für Frieden);
  9. Esrom -  beigefügt, umschlossen, der Innenhof des geistlichen Tempels;
  10. Aram -  hoch; Wurzel: hochaktiv sein; erheben, aufstehen, anwachsen; aufrichten, erheben;
  11. Aminadab -  Volk der Großzügigkeit, Freizügigkeit, Liberalität;  Wurzel: an- und vorantreiben;
  12. Nahasson -  Zauberer;
  13. Salmon -  Amtseinsetzung, Einkleidung; Wurzel: Kleidung, Tracht;
  14. Boas -  in ihm ist Kraft; (sowohl in Jesus als auch im Antichristen);
  15. Rahab -  stolz, ausladend, umfassend; Wurzel: geräumig ( angedeutet der Synkretismus);
  16. -  erweitern, breit machen, ausweiten (alle sollen miteingeschlossen werden);
  17. Obed -  Dienst, Diener; Wurzel: arbeiten, dienen, hart arbeiten, versklaven, unterjochen;
  18. Ruth -  Freund; Wurzel: weibliche Kameradin; 1 Zusätzlicher; Wurzel: Herde weiden;   herrschen;
  19. Isai -  erweitern; Wurzel: eine Einheit, Gebilde oder Entität;
  20. David -  liebend; Geliebter; Wurzel: lieben, Geliebter, Freund und Onkel; ist Jesus Geliebter oder nur Freund oder am Ende doch nur der Onkel?

Damit sind die ersten vierzehn Monate beschrieben, sowohl die erste Phase der letzten Danielwoche, als auch der zurückliegenden Jahrhunderte, der Zeit von Pfingsten im Jahre 33 n. Chr. bis zur Reformtion. Das die Reformation Gottes Werk ist, wird uns im Propheten Zephanja bereits berichtet.


  1. David -  liebend; Geliebter; Wurzel: lieben, Geliebter, Freund und Onkel?
  2. Ist Jesus Geliebter oder nur Freund oder am Ende doch nur der geliebte Onkel?
  3. Salomon -  der Friedliche; (Jesus von Nazareth oder ein Anderer?); Wurzel: sicher, gut,   glücklich, freundlich, Wohlfahrt, Gesundheit, Wohlstand, Blütezeit; (auch das gibt   es unter der Herrschaft des Antichristen).
  4. Urias Weib -  Flamme Jahwes, ist der Mann  des Weibes;
  5. Roboam -  das Volk hat vergrößert, ausgebaut, ausgeweitet; beide Lager vergrößern sich,   sowohl das Heerlager Gottes als auch das Lager des Antichristen;
  6. Abia -  Vater von Jahwe; (Jesus auf der einen Seite, der Antichrist auf der anderen Seite);
  7. Asa -   Arzt oder heilen; (Jesus dein Arzt oder der Antichrist);
  8. Josaphat -  Jahwe richtet, regiert (im Herzen), streitet (der Herr wird für dich streiten);
  9. Joram -  durch Jahwe erhöht (bitte nicht sich selbst erhöhen);
  10. Osia -  Kraft des Herrn;  (Nicht durch ein Kriegsheer, sondern durch die Kraft des   Heiligen Geistes wird Gott Sieg schenken);
  11. Joatham -  Jahwe ist perfekt, vollkommen; der Herr füllt den Mangel, auch an Wissen,   liebevoll, freundlich und vollständig aus;
  12. Achas -  Besitzer; Wurzel: ergreifen, erfassen, in Besitz nehmen; Jesus oder den   Antichristen.
  13. Ezekia -  durch Jahwe gekräftigt; das gilt sowohl für die Treuen als auch für den Feind;
  14. Manasse -  Ursache bzw. Grund des Vergessens; (die einen vergessen das Zeugnis der   entrückten Heiligen, die anderen haben endlich die Wahrheit erkannt und verges-   sen das römische System. Spätestens jetzt dürfte der Konflikt offen ausbrechen;
  15. Amon -  sachkundig, qualifiziert; beide Seiten beginnen öffentlich zu diskutieren; die   Wurzel: bauen, helfen, helfen wie Eltern bzw. eine Krankenschwester;   verkündigen, feststehen, sicher sein, vertrauen, glauben oder still; wahr, sicher;
  16. Josia -  gegründet von Jahwe; die Neuaufrichtung des geistlichen Hauses;

  17. Jechonia -  Jahwe wird aufrichten, aufbauen, reparieren uvm.

Wegführung nach Babylon. Jechonia ist eine Verheißung. Viele Menschen werden zurück in die Gefangenschaft nach Babylon zurückkehren, d.h., sie werden unter dem Dach der katholischen Kirche sich versammeln.


Nach der Wegführung
Tausende werden das römische Babylon verlassen.

  1. Jechonia -  Jahwe wird aufrichten, aufbauen, reparieren uvm.; die Verheißung wird wiederholt
  2. jetzt ist die Zeit reif, um aufzubauen und zu reparieren;
  3. Salathiel -  Ich habe Gott gefragt; vielleicht wird dann noch einer  unsicher sein, ob das richtig    ist, damals fragte Salathiel Gott:
  4. Zorobabel -   Nachkommen Babylons;
  5. Abiud -   Vater (Besitzer) des Ruhms, des Ansehens;
  6. Eliakim -   Gott der Erhebung;
  7. Asor -   hilfreich; Wurzel: umschließen, umgeben, Sicherung, Hilfe;
  8. Zadok -   gerecht;
  9. Achim -   der Herr wird errichten;
  10. Eliud    Gott der Majestät;
  11. Eleaser -   Gott ist Helfer;
  12. Matthan -   ein Geschenk; Wurzel: gegeben;
  13. Jakob -   Fersenhalter Wurzel: verdrängen, ersetzen; der Antichrist verdrängt die Treuen;
  14. Joseph -   lass ihm hinzufügen; dennoch werden viele Menschen gerettet;
  15. Jesus -  Jehoshua: er hat gerettet.


Mit dem letzten Drittel endet die erste Hälfte der letzen Danielwoche. Es folgt die große Drangsal. Mit dem letzten Drittel wird auch andeutet, dass die Zeit des Erstgeborenen durch seine Entrückung endet. Es endet nicht, wie viele meinen, die Zeit des christlichen Zeugnisses. Im Laufe des Skripts werden wir noch näher darauf eingehen.


Gottes Zeiteinteilung
Sie orientiert sich, wie wir gesehen haben, nach erweiterten Kriterien. Uns ist bekannt, dass die große Drangsal ebenfalls mit der Zahl 42 in Verbindung gebracht wird. Gott kürzt die Zeit ab und   aus der Zeitperiode, die mit 42 angegeben, wird eine ganz konkrete Zahl, nämlich 42 Monate. Und weil Gott noch präziser die Zahl dann auch noch mit 1260 Tagen benennt, dürfen wir davon ausgehen, dass es sich dann tatsächlich nur um 1260 Tage handelt.

Bau des Tempels bzw. seine Wiederherstellung
In der Spalte „Reihenfolge“, werden die Baumaterialien in genau der Reihenfolge aufgeführt, wie sie Exodus 25 gelistet sind. Die Spalte „ der umgekehrten Geburtsreihenfolge“ ergab sich, weil es uns unmöglich war, eine andere Zuordnung vorzunehmen. Erst die Umkehrung der Geburtenfolge machte in jeder Hinsicht Sinn und bestätigte alle andern, von uns vorgenommen Zuordnungen. Jede Zeile bildet eine besondere Einheit. Ihr jeweiliges Thema wird durch die Materialien aus der ersten Spalte vorgegeben. Die Briefe in der gleichen Zeile helfen, das vorgegebene Material zu beschaffen und zu verwenden. Die Sendschreiben zeigen uns dann auf, welche Probleme sich auftun, die sich während der langen Bauzeit ergeben.







Der Hebräerbrief

Er wurde in etwa zwischen den Jahren 60 und 65 n.Chr. Geschrieben. Ein Grund für seine Ab-fassung: Indem er sagt: einen „neuen“ - das ist das Haus -, hat er den ersten (Tempel) alt gemacht; was aber alt wird und veraltet ist, ist dem Verschwinden nahe. Hebr. 8,19  Der Schreiber führt den Leser aus der überlieferten Tradition heraus und ermuntert dazu, das Neue, das ist das Bessere in Jesus, festzuhalten. Der Brief kann schon auf Grund dieses Verses  nur vor der Zerstörung des zweiten Tempels
geschrieben worden sein, denn „dem Verschwinden nahe“ möchte uns sagen, der zweite Tempel steht noch. Als Autor muss Paulus angenommen werden. Das ergibt sich aus der Art der Themenbehandlung des Briefes. Er ist an Menschen gerichtet, die in einer bewegten Epoche des Umbruchs leben. Paulus bereitet sie auf die stürmische Zeit vor. Der Jerusalemer Tempel - auch Hütte genannt - stand noch, war aber für einen messianischen Juden nichts weiter als ein Bethaus.  Die Opferungen waren für ihn nicht mehr nötig und auch die täglichen Reinigungsriten hinfällig geworden, weil Jesus alle Forderungen des Gesetzes Mose erfüllt hatte.  

Auch in unseren Tagen dient dient er uns als Übergangsbrief. Im Unterschied zu damals läuft heute die Entwicklung in die entgegengesetzte Richtung. Das Judentum wirkt heute auf viele Menschen modern und attraktiv. Davon zeugen die  Zahlen in der Statistik der Urlauber und Besucher dieses Landes. Israel genießt viel Sympathie und erregt mehr und mehr großes Interesse. Nicht nur wegen der historischen Orte wird das Land besucht, auch die große Anteilnahme am Schicksal dieses Volkes bewegt viele. Besonders unter den Evangelikalen lässt sich eine herzliche Wertschätzung erkennen. Das ist nicht nur zu begrüßen, sondern darf und muss gefördert werden.

Doch eine schleichende Gefahr tut sich auf, die Rückkehr zu dem, was auf das Auge so attraktiv und anziehend wirkt. Wir sprechen hier vom kultischen Rahmen der jüdischen (und auch der christ-lichen) Religion. Die Gefahren liegen darin, dass in der Teilnahme an den Festen das Werk Jesu mehr und mehr in den Hintergrund tritt, und auf diese Weise droht eine große Zahl der Christen sich allmählich vom Jesus der Evangelien abzuwenden und das Evangelium des Paulus zu verwerfen. Eine noch größere Gefahr liegt darin, dass Christen sich dem Auftrag entziehen, den Jesus vor seiner Himmelfahrt anwies. Das größte Ungemach aber ist, dass Menschen, die an Jesus als den Messias glauben in Gefahr stehen,  sich vom Evangelium wegzuwenden und gleichzeitig zu den Überlieferungen der Alten zurückzukehren. Dazu gehören die römisch-katholischen Überlieferung genauso dazu wie auch die jüdischen Schriften.

Religiöse Juden, insbesondere die aus der Orthodoxie, wünschen sich den Tempel zurück.  Mit dem Bau eines solchen Hauses muss auch der Opferkult wieder eingeführt werden. Haben sie denn ver-gessen, aus welchem Grund ihnen Gott das getan hatte? Er nahm ihnen den ersten Tempel, weil sie nicht nach dem Gesetz lebten. Gott nahm ihnen den zweiten Tempel aber auch weg, weil dieser nicht mehr gebraucht wurde. Beide Gründe gehören zusammen und behandeln  das gleiche Thema: Sühnung. Gott regelt die Sachen in Bezug auf die Sünden und dem Sünder nur über seinen, von ihm als Hohenpriester begrüßten Sohn. Trotzdem wollen sie das veraltete aaronitische Judentum wieder einführen?  Wie nennt man solch ein Verhalten, wenn nicht Ungehorsam? Parallel droht den Christen bei ihrer Rückkehr ins römisch-katholische System ein verheerendes Ungemach.

Im Christentum ist man schon heute weit entfernt davon auf Gottes Worte zu hören und dessen An-weisungen Folge zu leisten. Und so steht das Bollwerk des reformatorischen Glaubens in Gefahr zusammenzubrechen. Tatsächlich, es wankt bereits. Was bleibt uns nun zu tun? Im zwölften Kapitel liefert uns der Verfasser des Briefes die einzig denkbare Lösung: hinschauend auf Jesus. Das grie-chische Wort deutet das Spannungsfeld an, indem wir leben. Mit dem Wort aphorao soll jedem Einzelnen gesagt werden: Habe keine Angst, sehe dich nicht ängstlich um, schaue einzig  und allein auf Jesus. Und mehr noch: Wir sollen auf Jesus hinstarren, griechisch:  aphora. Wenden wir unseren Blick, auch nicht ein wenig, weder zur Rechten noch zur Linken. Halten wir unbeirrt unsere Blick auf den Anfänger und Vollender unseres Glaubens gerichtet. Damit auch du von seinem Anblick gefesselt wirst, ist es notwendig, dass du ihn besser kennenlernst, ihn von allen Seiten betrachtest. Auf diese Weise kennengelernt, können wir ihn aus Tausenden von Fremden unschwer erkennen. Diesen und keinen anderen Jesus malt uns Paulus in den schönsten Farben vor unsere Augen.


Hebräerbrief - Kapitel 1
Besser als: Der Sohn im Gegensatz zu den Engeln und der gesamten Schöpfung
Gott redet, zuerst in den Propheten und am Ende einer langen Epoche durch Jesus. Gott redet im Sohn, so heißt es im Text wörtlich. Der Vater redet im Innern des Sohnes und so will und kann er nicht anders als die Worte über seine Lippen bringen, damit der Hörende hört. Nachdem Jesus in den Himmel aufgefahren war, sandte Gott noch einen wichtigen Propheten. Er sandte den Gesandten Paulus, den Apostel der Nationen. Jesus ist gleichsam der Letzte des Alten und der Erste des Neuen Bundes. Als Sohn des Menschen ist er Abdruck des Wesens Gottes, der das Opfer gebracht hatte und auf diese Weise Reinigung der Sünden bewirkte. Jegliche Opfer sind seit dieser Zeit unnütz. Weiter wird über den Sohn gesagt, dass er höher als die Engel ist. Und mehr noch, Jesus wird als der ewige Gott ange-sprochen, den selbst die Engel anbeten sollen. Für diejenigen, die noch Zweifel hegen und nicht zum Sohn beten und ihn auch nicht anbeten, sei es nochmals ans Herz gelegt: Alle Engel Gottes sollen ihn anbeten. Wenn Engel an Größe und Macht weit über uns Menschen stehen, wer sind wir, dass wir dem Sohn diese höchste Form der Verehrung verweigern?

In Bezug auf das Gesetz wird vom Sohn gesagt, dass er gerecht ist und das von Ewigkeiten her. Und weil er in allem Tun und Denken, auch als Mensch, gerecht war, wird er über seine Genossen hinaus gesalbt. Der Sohn ist Erster in Bezug auf seine Genossen. Damit gebührt ihm auch in dieser Hinsicht eine besondere Verehrung durch seine Teilhaber. Nun folgt eine grundlegende Unterscheidung. Jesus als der Ewig-Seiende wird seinen geschaffenen Dingen gegenübergestellt. Er, der Schöpfer, auf der einen Seite und alles andere, seine Schöpfung, auf der anderen Seite. Alles Geschaffene wird veralten, aber der Sohn bleibt unverändert. Er ist und war und wird für immer derselbe sein. In den Schlussversen wird uns mitgeteilt, dass die Engel zum Dienst für jene ausgesendet werden, die die Seligkeit ererben sollen.

Die prophetische Dimension
Es bleibt uns an dieser Stelle gar nichts anderes übrig als zu sagen, der Brief richtet sich besonders an Christen, die nach der Entrückung zurückgeblieben sind, dazu später mehr. Der eine oder andere Leser mag die gerade gemachte Aussage ungelesen und ungeprüft beiseite tun,  darf er auch. Liest du aber meine Ausführungen und prüfst sie, dann bitte dich, beachte, dass Lesen und Prüfen zwei unterschiedliche Dinge sind. Lesen ist ein Vorgang, der Geschriebenes aufnimmt und zugleich verarbeitet. Der Autor des Textes hofft, dass seine Ausführungen beim Lesen verstanden und einer anschließenden Prüfung stand halten.  

Prüfen ist mehr als Lesen
Wenn wir eine Prüfung vornehmen, dann gehen die meisten von uns mit einer Vorbildung und auch vorgefertigten Meinung an den Text heran. Neues, im Sinne von Unbekanntem, begegnen wir in der Regel sehr skeptisch, dadurch erhält der Text bereits unsere ablehnende Grundhaltung. Mit solch einer Einstellung können wir jedoch nicht ordentlich prüfen. Allen-falls fragen wir uns: Passt der Inhalt zu unserem erlernten Wissen. Wenn ich so prüfe, finde ich immer „ Fehler“. Wenn ich aber unvoreingenommen an einen Text herangehe, das gilt auch für das Lesen und studieren der Bibel, und mir die Mühe mache, dem Autoren zu folgen und die genannten Aspekte in der Bibel untersuche, erlebe ich überraschende Momente, wie ihn viele andere in der Vergangenheit erlebt haben. Dann darf ich für mich sagen: Ich habe wirklich geprüft auch wenn ich überrascht wurde. Das heißt aber nicht, dass ich den  gefundenen Dingen immer gleich zustimme. Erst nach Minuten, Stunden, Tagen oder Wochen oder vielleicht auch erst nach Jahren, entdecke ich, dass ich das, was ich damals für sachlich richtig in der Bibel gefunden habe, auch zutreffend ist. Wie zu allen Zeiten gilt auch heute: neues braucht Zeit, um richtig verstanden zu werden und erst recht, wenn es sich um Inhalte der Bibel dreht. Die Eltern von Jesus haben die Worte ihres 12-jährigen Sohnes auch nicht verstanden, aber sie bewahrten sie in ihren Herzen. Auch Jakob hatte dem Traum von Joseph nicht zustimmen wollen, aber auch er bewahrte die Worte seines Sohnes in seinem Herzen.
Wichtige Nebenbedingung des Prüfens: Ich prüfe nach sachlichen Kriterien, ich prüfe nicht den Autoren. Den soll ich auch nicht prüfen, sondern erkennen, welch Geist Kind er ist. Erst nach der sachlich-objektiven Prüfung lassen sich Inhalte bewerten. Auch die Bewertung muss von eigener Einschätzung und Meinung losgelöst sein. Sie darf sich einzig und allein nur auf die Prüfungsergebnisse beziehen, ob sie mir nun gefallen oder nicht, ob ich sie ver-stehe oder nicht. Werden Aspekte aufgezeigt, die gar keinen anderen Schluss zulassen, nachdem wir den Text genau unter die Lupe nahmen, dann müssen wir das Ergebnis zunächst  einmal stehen lassen und es in unseren Herzen bewahren.


Die Defizite von gestern haben heute Auswirkungen
Darum wird mein Volk weggeführt aus Mangel an Erkenntnis, und seine Edlen verhungern, und seine Menge lechzt vor Durst, das sagt Gott in Jesaja 5,13. Sehen wir den Untergang des christlichen Zeugnisses nicht? Doch, wir empfinden alle: die Zeiten haben sich zum Schlechteren gewandelt. Die Wegführung deutet auf die Rückführung nach Babylon, dem römisch-katholischen System. Schon heute zeigen sich nach dorthin Tendenzen, der nach  Entrückung verstärkt wird. Weil alles in Trümmern liegt, will man sich neu orientieren und so begibt man sich nach Rom und damit wird der Rückwanderungsprozess verstärkt und beschleunigt.

Hier setzt der Hebräerbrief an. Jesus will den Zurückgebliebenen sagen, ich liebe euch. Nun erweist auch eure Liebe darin, dass ihr mich ergreifet, mich als den treuen und wahrhaftigen Hohenpriester anerkennt. Wendet euch allezeit zu mir und wendet euch nicht von mir weg. Wendet euch nicht hin zu dem selbsternannten Hohenpriester Roms, denn dann treffen die Worte nicht nur ihn sondern auch euch: Mein Volk wird vertilgt aus Mangel an Erkenntnis. Das Wort vertilgen bedeutet: zerstören, fallen und schweigen. Wer schweigt zerstört, dass ist die Mahnung an das Volk.   Jetzt zum Hohenpriester: weil du die Erkenntnis verworfen hast, so verwerfe ich dich, dass du mir nicht mehr Priesterdienst ausübst. Die aaronitischen Priester üben seit 2000 Jahren keinen Priesterdienst mehr aus und seit der Reformation ist der Priesterdienst Roms verworfen, weil ihr Brot völlig durchsäuert ist.  Ihr Brot ist Gift, aber nicht nur ihres. Der Prophet Maleachi deckt auf, welches Brot gleichfalls den Herrn und den Vater missachtet. Dazu lese man: Die Torah des Messias – Kapitel: Die Torah des Passah. Gott wird alle dahingeben in das, was sie tun, weil sie die Erkenntnis verwerfen. Die Hebräer erhalten eine zweite Chance, denn Gott ist nicht ungerecht. Er hat die Werke der Hebräer nicht vergessen und auch nicht ihre Liebe, die sie für seinen Namen bewiesen haben.  Der Autor des Briefes ist guter Hoffnung, er ist sogar von dem Besseren überzeugt.  

Wer sind die Engel in Hebräer 1 und 2?
In Kapitel 1,2 wird vom Sohn gesagt: Gott hat ihn gesetzt zum Erben aller Dinge. Wenn Gott sagt: „alles“, dann meint er auch alles. Sehen wir uns den folgenden Vers an: Indem er (Jesus) so viel besser geworden ist als die Engel, als er einen vorzüglicheren Namen vor ihnen ererbt hat.  Jesus hat einen Namen ererbt, der die Namen der Engel weit übersteigt. Nun eine wichtige Frage? Wo wird uns in der Schrift gesagt, dass Engel erben? Es gibt keine einzige Schriftstelle, in der auch nur der leiseste Hinweis wäre, dass Engel erben. Wir haben nichts gefunden, was auch nur ansatzweise darauf hindeuten könnte, das Gegenteil sehr wohl.  

Wir haben zuvor gelesen:  Gott hat ihn – Jesus- zum Erben aller Dinge gesetzt. Jesus erbt alles. Doch wir wissen, dass es auch Miterben gibt. Römer 8, 16-17:  Der Geist selbst be-zeugt mit unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind. Wenn aber Kinder, so auch Erben Erben Gottes und Miterben Christi, wenn wir mitleiden, auf dass wir auch mitverherrlicht werden.
Erben kann nur jemand, wenn der Erblasser gestorben ist. Wer wird dann Erben? Klar, das weiß doch jedes Kind. „Ich werde von meinem Vater alles erben, wenn er gestorben ist“, kann ein Sohn ganz beruhigt sagen. Ein Engel aber hat keinen Vater, der irgendwann einmal sterben wird und er dann erben könnte. Unsere Schlussfolgerung ist,  die Engel, die hier genannt werden, können keine Engel im engeren Sinne sein.

Wer sind die Engel, die auch noch erben?  
Das griechische Wort für Engel lautet Angelos  - αγγελος – und bezeichnet in erster Linie und ganz allgemein einen Boten. Dann wird das Wort für einen guten Engel im engeren Sinn gebraucht. Auch Satan kann als guter Engel auftreten, gehört aber zu den gefallenen Engeln, die Dämonen genannt werden. Ein Angelos kann auch jemand sein, der eine Botschaft von Gott verkündigt, wie z.B. ein Jünger Jesu oder Diener des Herrn oder auch ein Prophet Gottes. Eine Sache oder ein Ereignis kann ebenfalls als Bote Gottes gesehen werden, wie z.B.: der Wind, die Pest usw. Quelle der Definition1
Wenn die Engel, die einen Namen erben, keine Engel im engeren Sinne sind, wer sind sie dann? Jesus sagt: die aber würdig geachtet werden, jener Welt teilhaftig zu sein und der Auferstehung aus den Toten, ... sie sind Engeln gleich und sind Söhne Gottes, da sie Söhne der Auferstehung sind. Jeder Christ, der an der Auferstehung und der Entrückung teilhat, der ist gleich, gleich wie ein Engel. Die wesentlichen Eigenschaften eines Engels: Er ist gerecht, aufrichtig, erscheint in einem weißen Gewand, ist zum Dienst ausgesendet für jene, die die Seligkeit ererben sollen und ausgesendet, um das Gericht Gottes auszuführen.
Wann immer im Hebräerbrief Engel genannt werden, sind es in erster Linie die Entrückten Erstgeborenen, Dan – Richter – und Ephraim – Feuerflamme2. Der kniffeligste Vers des ganzen Hebräerbriefes ist der Vers 7 aus Kapitel 1. Dort werden die Engel zu Winden und zu einer Feuerflamme gemacht.  Nun lautet das griechische Wort für Wind „Pneuma“ und kann für Wind, Geist, aber auch für den Heiligen Geist stehen. Nun lässt sich Vers 7 auf verschiedene Arten verstehen. Was wir nun tun ist, wir nehmen vier Bedeutungsvarianten, die sich aus dem Vers ergeben und überprüfen, welche Variante den Sinn des Gesagten am besten wiedergibt. Zuerst zitieren wir nach Übersetzung der Elberfelder von 1905 und anschließend führen wir die weiteren theoretisch möglich Bedeutungen, die sich aus dem Vers ergeben aus.


Erster Überprüfungslauf:
  1. „Der seine Engel zu Winden macht und seine Diener zu einer Feuerflamme“.
  2. „Der Seine Boten zu Winden macht und seine Diener zu einer Feuerflamme“.
  3. „Der seine Boten zu Geistern macht und seine Diener zu einer Feuerflamme“.
  4. „Der seine Engel zu Geistern macht uns seine Diener zu einer Feuerflamme“.
  5. „Der seine Geister zu Geistern macht und seine Diener zu einer Feuerflamme“.

Engel sind Geister, deshalb werden verständlicher Weise auch keine Geister zu Geistern gemacht. Es lässt den einzig möglichen Schluss zu: Variante 5 fällt weg. Damit bleiben die Varianten 1 bis 4 stehen.


Zweite Überprüfung
  1. „Der seine Engel zu Winden macht und seine Diener zu einer Feuerflamme“.
  2. „Der Seine Boten zu Winden macht und seine Diener zu einer Feuerflamme“.
  3. „Der seine Boten zu Geistern macht und seine Diener zu einer Feuerflamme“.
  4. „Der seine Engel zu Geistern macht und seine Diener zu einer Feuerflamme“.

Diese Variante gleicht der Variante 5. Die Engel, die im engeren Sinn Engel sind, muss Gott nicht zu Geistern machen, denn sie sind bereits Geistwesen. Damit fallen die Engeln aus der Variante vier auch weg. Es bleiben die Möglichkeiten 1-3 stehen.


Dritte Überprüfung
  1. „Der seine Engel zu Winden macht und seine Diener zu einer Feuerflamme“.
  2. „Der Seine Boten zu Winden macht und seine Diener zu einer Feuerflamme“.
  3. „Der seine Boten zu Geistern macht und seine Diener zu einer Feuerflamme“.

Weil ein Geist immer Geist ist und ein Wind immer Wind, müssen wir auch Variante 1 entfernen, denn ein Geist ist immer auch Wind, nur noch nicht in Bewegung. Windstille zeigt nicht die Abwesenheit von Wind an, sondern nur, dass er bereit ist zu wehen. Offenbarung 7,1: Und nach diesem sah ich vier Engel auf den vier Ecken der Erde stehen, die die vier Winde der Erde festhielten (wörtlich: nicht ihre Kraft gebrauchten), auf das kein Wind wehe auf der Erde, noch auf dem Meere, noch über irgend einen Baum.  Hier halten die vier Engel ihre Winde fest (ihre Kraft zurück).  

Vierte Überprüfung
  1. „Der Seine Boten zu Winden macht und seine Diener zu einer Feuerflamme“.
  2. „Der seine Boten zu Geistern macht und seine Diener zu einer Feuerflamme“.

Es  bleiben die Varianten 2 und 3. Gott hat uns Christen bereits heute zu Boten gemacht, aber zu Wind und Geist wird ein Mensch auf der Erde nicht gemacht. Es wird uns davon nirgends in der Bibel berichtet. Wir arbeiten, solange wir hier auf der Erde sind, mit unserem fleischlichen Körper. Damit würden auch die Varianten zwei und drei wegfallen. Was bleibt dann stehen? Nichts! Nun schließt sich doch dann gleich die Frage an: Wer sind dann aber jene, die Gott zu Winden oder Geistern macht, wenn es keine Engel im engeren Sinne sind?

3. „Der seine Boten zu Geistern macht und seine Diener zu einer Feuerflamme“.
Wir finden in der Bibel eine Erzählung, die gleichfalls offen lässt, ob es sich bei den Boten um Menschen oder Engel handelte. Es sind Boten, die für Gott unterwegs waren. Die Details werden im Skript: die Torah des Messias behandelt und können hier nur kurz genannt werden. Die zwei Boten, die zu Lot nach Sodom kommen, deuten auf die Endzeit, und die beiden Männer, die bei Lot einkehren deuten prophetisch auf  Henoch und Abel. Jakobus 1, 14: Es hat aber auch Henoch, der siebte von Adam, von diesen geweissagt und gesagt: „Siehe, der Herr ist gekommen inmitten seiner Heiligen Tausende, Gericht auszuführen  wider alle.“
Hebräer 1,7 spricht von den gleichen Personen wie Offenbarung 7,1. Während 1,7 auf das Ende der sieben Gemeinden deutet, spricht 7,1 von einer neuen Aufgabe. Die Erstgeborenen, Ephraim und Dan, sind seine Boten und werden zu Geistern gemacht, damit wird die Entrückung versteckt angedeutet. Hebräer 1,7 ist ein Zitat aus Psalm 104,4. Und das es sich um Ephraim handelt, also einem Diener, der zur Feuerflamme wird, erzählt uns das Wort Feuerflamme.  

Feuerflamme
Wir finden den Ausdruck 6  Mal im Alten Testament und 5 Mal im Neuen Testament . Sehen wir uns die Begriffe einmal genauer an. Für Flamme steht im hebräischen Text:

  1. Genesis 15,17:  Lappid.
  2. Exodus 3,2: Labbah, verwandt mit dem Wort Herz – hebr.: Lev.
  3. Psalm 29,7: Lehavot, weiblich, Plural, verwandt Wort Herz – hebr.: Lev.
  4. Jesaja 66,15: Lahavei, Plural
  5. Daniel 7,9:  „Nur“, aramäisch für Feuer; Wurzel:  scheinen, glänzen, (Str-Nr. H5135); Lampe, Licht (Str.-Nr.5216);
  6. Joel 2,5: Lahav: Blitz, Lichtblitz; verwandt mit Herz – hebr.: Lev.
  7. Apg. 7,30: Pyr- Feuer und Brand, Glut, Flamme; von phlego: aufleuchten, aufflammen usw.
  8. Hebräer 1,7: siehe  Punkt 7;
  9. Offenbarung 1,44: siehe Punkt 7;
  10. Offenbarung 2,18 : siehe  Punkt 7;
  11. Offenbarung 19,12: siehe Punkt 7;  


Flamme
Das Wort findet sich im Alten Testament 43 Mal. Einige Male wird es als Schwert dargestellt. In Psalm 104,4 steht flammendes Feuer. Das Adjektiv „flammend“ bedeutet blasen bzw. auflecken. Sowohl blasen als auch auflecken geschieht mit dem Mund. Das Blasen deutet auf einen kräftigen Windhauch des Mundes, die Kraft des Wortes, und das Auflecken vom Boden, spricht von einem Tier, dass solches tut. Sehen wir uns das Tier einmal genauer an.
Und Mose sprach: So spricht Jahwe: Um Mitternacht will ich ausgehen mitten unter den Ägyptern und alle Erstgeburt im Lande Ägypten soll sterben, von dem Erstgeborenen des Pharao, der auf seinem Thron sitzt, bis zum Erstgeborenen der Magd, die hinter der Mühle ist, und alle Erstgeburt des Viehs. Und es wird ein großes Geschrei sein im ganzen Lande Ägypten, desgleichen nie gewesen ist und dergleichen nicht mehr sein wird.
Aber gegen die Kinder Israel wird nicht ein Hund seine Zunge spitzen, von Menschen bis zum Vieh; auf dass ihr wisset, dass Jahwe einen Unterschied macht zwischen Ägypten und den Israeliten. Exodus 11,1-7

Wer übt das Gericht über die Ägypter aus, Hunde etwa?
Gott geht um Mitternacht aus und wird alle Erstgeburt töten. Israel aber wird verschont. Warum werden sie verschont? Sie feiern Passah. Das wird für den Engel, der durchs Land geht, daran sichtbar, dass die Kinder Israel den Türrahmen ihrer Häuser mit dem Blut des Lammes bestrichen haben. Der Todesengel geht an ihnen vorüber.  
In Vers 7 heißt es dann: Nicht ein Hund wird seine Zunge gegen die Kinder Israel spitzen. Wer ist der Hund, der hebräisch Kelev heißt und im Deutschen mit Kaleb wiedergegeben wird? Sehen wir uns an, was solche Hunde nicht tun werden: Und nicht ein Hund wird seine Zunge gegen Israel spitzen. Das Wort  „spitzen“ bedeutet: sich scharfzüngig zeigen, scharfzüngig betonen und scharfzüngig aufzeigen.  Dann bedeutet es auch im wörtlichen Sinn: verwunden. Und drittens, kann es mit bildlich „wachen, alarmiert und aufgeweckt übersetzt werden und viertens bedeutet es: entscheiden, beschließen, schlichten.

Warum hat Gott diesen Vers nach Vers 6 angefügt? Von Vers 1 bis Vers 6 kündigt Gott die letzte Plage an, es ist das Gericht über alle Erstgeburt. Es ist die Ankündigung des Gerichts und nicht das Gericht selbst, denn es wurde noch nicht ausgeführt: desgleichen nie gewesen ist und dergleichen nicht mehr sein wird. Das Gericht wird kommen. Nun zu Vers 7.
Was jetzt durch Gott geredet wird muss sich also auch auf einen Zeitraum beziehen, der ebenfalls vor dem Gericht liegt, das wird durch das Wort „aber“ klar, denn die Rede in Vers 6 findet in Vers 7 seine Fortsetzung.
Sehen wir uns doch mal an, was über die Hunde genau gesagt wird, dann erkennen wir, warum hier das Bild eines Hunde verwendet wird und wer die Hunde sind, von denen hier gesprochen wird.  Die Prophetie spricht von unserer Zeit. In unseren Tagen wird sich Kapitel 25 des Buches Exodus ereignen. Manchem Leser wird’s nun nicht schmecken wollen:

Elberfelder 1905: „Aber gegen die Kinder Israel wird nicht ein Hund  …  
Luther von 1912: „aber bei allen Kindern Israel soll nicht ein Hund ...

Welche Übersetzung den Sinn getroffen hat, wird sich zeigen. Um das heraus zu finden, müssen wir zuerst wissen, was Gott uns mit dem Hund bildlich sagen möchte. Hier be-schränken wir uns auf den negativen Aspekt (hatten eigentlich vor, geht aber nicht, wie wir noch sehen werden). Das hebräische Wort für Hund lautet, wir oben schon erwähnt haben, Kelev - כלב - . Zum einen wird der Begriff für Hunde verwendet und zum anderen in Erweiterung als beschönigendes Wort für einen männlichen Prostituierten. Man beachte, es handelt sich um eine Beschönigung. Der Hund ist unbedingt ein gutes Tier. Doch seine, von Gott gegebenen Verhaltensweisen werden jetzt auf eine Gruppe von Männern angewendet, die der Prostitution nachgehen. Wie ein Hund laufen sie dem Weiblichen hinterher und haben  so ihren Verkehr. Und weil Hunde bei der Paarung von Natur aus sich nicht ansehen können, weist es auf die Art jener Männer hin und auf die Seite ihrer Lustbefriedigung. Bei nicht verheirateten Frauen suchen sie sie ebenfalls - Lust ohne Last- das passt nicht nur für ihn, sondern auch für sie. Die noch nicht verheiratete Frau verheimlicht und verschleiert damit ihren Lebenswandel, um der Welt da draußen vorzugeben, sie hätte ihre Jungfern-schaft bewahrt.

Wer sind diese Hunde? Dazu müssen wir jetzt das Wort „spitzen“ hinzufügen, damit wir  diese Hunde, jene Männer, von denen wir zuvor redeten, erkennen. Sie sind scharfzüngig. Sie reden hart, laut und aggressiv. Ihre Gewaltbereitschaft wir bereits durch rhythmisches akzentuieren hör- und spürbar. Sie verwunden auf vielerlei Art und Weise, erst durchs Wort dann im Tun. Gefährliche Hunde fletschen erst ihre Zähne, dann verletzen Menschen. Hunde die beißen, bellen nicht.

Jetzt folgt das faszinierende an der hebräischen Sprache, es drückt auch das Gegenteil aus. Aus diesem Grund dürfen wir die positiven Aspekte nicht auslassen. Es gibt eben auch die anderen Hunde. Millionen von Hundebesitzer können das bezeugen. Ein guter Hund ist ein treuer Freund. Er ist klug und aufgeweckt und verspielt. Doch wenn er Fremdes hört, selbst wenn wir Menschen noch gar nichts vernehmen, abrupt bricht er seine Beschäftigungen ab und ist hell wach. Weil durch die fremden Geräusche alarmiert, schlägt er, für alle Bewoh-ner des Haues hörbar, Alarm: ein Fremder nähert sich, bellt er. Ist es Freund oder Feind? Das wird sich bald zeigen. Kommt der Unbekannte in Sichtweite, können wir ihn erkennen. Gleichwie ein Hund brauchen einen guten Spürsinn, gute Ohren und vor allem gute Augen. Dann entscheidet es sich schnell, wer da ist und wir sind alsbald im Bilde.
Einer meiner Patienten hat folgenden Satz oft wiederholt, wenn ich zu ihm ins Haus kam: „Ein Hund lügt nicht.“ Er verwunderte sich jedesmal aufs Neue, wie zutraulich sein Hund zu mir wahr und das vom ersten Besuch an.   

Welche Übersetzung hat den Sinn aus Exodus 25. 7 treffender übersetzt?  Wir meinen, das Martin Luther den Text besser erfasst hat. Denn ein Hund kann, soll aber nicht mucken, wie Luther es ausgedrückt hat.  Gegen Israel soll ein Hund seine Gutmütigkeit beweisen, und damit auch seine Treue und Liebe zum Hundebesitzer. Das lernt er in einer wohlsituierten Familie als Mitglied derselben. Seine Aufgabe als Wachhund muss er nicht lernen, das kann er von Natur aus, wir müssen es ihm nicht erst beibringen.
Wenn wir den Vers jetzt sinngemäß übersetzen, lautet er in etwa: Aber gegen die Kinder Israel wird nicht ein wohlerzogner Hund seine Zunge spitzen, von Menschen bis zum Vieh; auf dass ihr wisset, dass Jahwe einen Unterschied macht zwischen Ägypten und den Israeliten.

Und wie sind wir auf den Hund gekommen? Ach ja, Psalm 104,4: der seine Engel zu Win-den macht, seine Diener zu flammendem Feuer. Die Diener, die das flammende Feuer an-fachen, sind die Hunde aus Exodus 25. Sie spitzen nicht den Mund gegen Israel, sondern entfachen in den Zurückgebliebenen das Feuer der Liebe, die den lauen Laodicäern und den zurückgebliebenen Hebräern noch fehlt. Jetzt klären wir noch das Geheimnis des Leckens.  Hier lassen wir die Tierärztin und Expertin für Tierverhalten Dr. Maria Grazia Calore3 zu Wort kommen.

Was ein Hund uns so alles erzählt
Es gibt viele Hundebesitzer, die nach einigen Stunden der Abwesenheit nach Hause zurückkehren und sich mit dem Hunde „herumschlagen“ müssen, weil er ihnen Ge-sicht, Hände und Füsse lecken will. In diesem Fall möchte uns unser Hund aus-drücklich bitten, im Futter zu geben. Etwas anders ist der Fall, wenn unser Hund durch verschwitzte Hände und Füsse angezogen wird. Er wird wahrscheinlich versuchen, unsere Stimmung durch Pheromone zu interpretieren, die wir im Schweiss ausscheiden. Sie werden nicht von der Zunge erfasst, aber das Lecken dient dazu, diese chemischen Signale durch den Geruchsinn zu entschlüsseln.
Wenn der Hund den Tierarzt leckt, geht es nicht um Zuneigung, sondern er versucht, mit ihm zu kommunizieren, und ihn zu bitten, ihm nicht weh zu tun! Diese Erklärun-gen werden das Verständnis für unseren Hund in vielen Zusammenhängen ändern.

Wie das Feuer so der Hund
Nochmals den zweiten Teil des Verses 4 aus Psalm  104: der seine Diener zu flammendem Feuer macht. Das Kohlenfeuer droht fast zu erlöschen, es wird jedoch rechtzeitig durch die Liebe der Diener angefacht, durch ihr heftiges Blasen zum brennen gebracht. Das Blasen als Bild für Wind und Geist. Die Worte seiner Diener, auch wenn nie nicht sichtbar sind, reden immer noch, die Wolke der Zeugen redet ermunternde Worte der Liebe und entfachen damit die Liebe in den Zurückgebliebenen. Und weil Liebe und Leidenschaft immer ansteckend sind, werden auch die umherliegenden Holzstücke von dem Feuer in Brand gesetzt. Das brennen für den Herrn der drei Freunde Daniels gleichsam als Gegenfeuer für den Feuertod, den sie erleiden sollen. Die drei blieben treu. Auch deshalb kann das Feuer des Bösen nicht wirklich töten, weil der geliebte Herr mit ihnen im Feuer ist.  

Psalm 104 führt geradewegs zum Paralleltext, dem Hebräerbrief; sein Studium lohnt sich.   


Hebräerbrief - Kapitel 2
Je größer die Autorität, desto gewaltiger der Zorn und schwerer das Urteil
Gott wendet allen Fleiß an, um durch Zeugen, durch Zeichen und Wunder und durch den Heiligen Geist zu uns zu reden. Damals, zu Zeiten Lots, waren es zwei Boten die sagten: Rette dich um deines Lebens willen; sieh nicht hinter dich, und bleibe nicht stehen in der ganzen Ebene; rette dich auf das Gebirge, damit du nicht weggerafft werdest! Lot sollte weder stehen bleiben, noch hinter sich blicken, sondern schnurstracks, also schnell, sich auf das Gebirge retten. Lot macht seltsame Einwendungen und drückt aus, dass er sich nicht auf das Gebirge retten will, sondern in das Kleine. Und so zeigen sich die Boten nachgiebig. Ihre letzten Worte: „Eile, rette dich dorthin - nach Zoar -, denn ich kann nichts tun, bis du dorthin gekommen bist.“ Das war das durch Boten geredete Wort. Paulus fragt dann, nachdem er auf die Geschichte Lots angespielt hat: Wie werden wir entfliehen, wenn wir eine so große Errettung vernachlässigen? Wieder wird ein Vergleich gezogen. Lots Flucht deutet auf eine Flucht, die ein Hebräer antreten muss, wenn er die große Errettung vernachlässiget, denn die Frage des Apostels lautet: Wie? Wie werden wir entfliehen? Paulus möchte die Hebräer davor bewahren, möchte, dass sie zu denen gehören, die mit Abraham oben, in der Ferne, stehen, weitab vom Ort des kommenden Geschehens.  Das Personalpronomen „wir“, zeigt somit an, dass hier ausschließlich die Hebräer gemeint sind.

Wer aber sind die Hebräer?  Der Begriff taucht das erste Mal in Genesis 14,13 auf: Und es kam ein Entronnener und berichtete es Abram, dem Hebräer. Warum wird Abram als Hebräer bezeichnet? Das hebräische Wort für Hebräer lautet Ivri (עברי) und findet sich mit den Konsonanten עבר das erste Mal vier Kapitel vorher. In Genesis 10 wird die Ahnenreihe der Söhne Noahs aufgelistet. Gen.10.21: Und Sem, dem Vater aller Söhne Hebers, … auch ihm wurden Söhne geboren. Sem wird als Vater aller Söhne Hebers bezeichnet, obwohl er keinen Sohn gleichen Namens gezeugt hatte und es in den vorangegangenen Generationen auch keinen Mann gab, der Heber hieß. Aber wir finden einen Heber und zwar im selben Kapitel. In Vers 26 wird er erwähnt. Heber ist der Urenkel von Sem und ein Sohn von Schelach. Der Urgroßvater hat Heber offensichtlich adoptiert, wie in gleicherweise Jakob, der die Söhne Josephs, das sind Ephraim und Manasse, adoptiert hatte.

Anmerkung: Die Adoption erfolgte nach dem Tod Arpaksads und Schelachs, denn Sem war etwa 538 Jahre alt als sein Sohn Arpaksad starb und 573 Jahre alt als sein Enkel Schelach starb.

Damit sind die von Sem gezeugten Söhne, wie Elam, Assur, Arpaksad, Lud und Aram, keine Hebräer. Die ersten natürlichen Hebräer sind die Ururenkel Joktan und Peleg. Peleg wird im zehnten Kapitel nicht weiter erwähnt, er taucht erst wieder in Kapitel 11  auf. Hier im zehnten Kapitel wird von Joktan und seinen Nachkommen erzählt. Der Name Joktan findet sich sechsmal in den Schriften. Hier in Genesis 10, in den Versen  25, 26, 29 und in 1.Chronika 1, in den Versen 19, 20 und 23.
Wer sind die Hebräer?
Heber oder mit dem aus dem griechischen abgeleiteten Wort Hebräer sind nun wer?
Und wer ist Joktan, der zweitgeborene Hebers? Joktan bedeutet: Er wird klein gemacht werden, damit deutet sein Name auf den Ort, den Lot gewählt hatte, die Stadt Zoar. Wir sehen uns nun eine Tabelle an. Für einen Moment vergesse alles, vergesse alles was du je über Hebräer und seine Begriffsbestimmung gehört hast und lausche dem leisen Reden unseres genialen Erzählers.

1. Chronika: und Joktan zeugte:

1. Almodad - nicht gemessen Dis legomenon
2. Scheleph - ein Herausgezogenes Dis legomenon
3. Hazarmaweth -  Dorf des Todes Dis legomenon
4. Jerach -  Neumond Dis legomenon
5. Hadoram - nobler Ehre 1.Chr. 18,10 ; 2.Chr.10,18 (+2x)
6. Usal - Ich werde überflutet sein Dis legomenon
7. Dikla - Palm-Hain Dis legomenon
8. Obal - nackt ausgezogen Hapax legomenon
9. Abimael - mein Vater ist Gott Dis legomenon
10. Scheba - sieben oder Eid 20x
11. Ophir - Land des Goldes (zur Asche zurückgeführt) 11x
12. Hawila - Kreis 7x
13. Jobab - eine Wüste 9x

Joktan, der Kleingemachte, und seine Nachkommen
Die dreizehn Söhne bewohnen eine besondere Gegend und die müssen wir uns unbedingt ansehen. Der Stammsitz Joktans wird Sephar genannt, dass in einem Gebirge des Ostens lag. Sephar bedeutet Zensus, damit dient der Name des Stammsitzes uns als Zeiger auf einen anderen Stammsitz, der in genau in der entgegengesetzten Richtung liegt. Zensus deutet auf Rom. In dieser Stadt ordneten die Herrscher immer wieder Volkszählungen an, um z.B. die Steuern für den Einzelnen Bürger festzusetzen und einzutreiben. Rom brauchte Geld, viel Geld, besonders für seine Armeen. Es ist heute genau so wie damals, ohne Geld kann man keine militärische Ausrüstungen anschaffen und den Sold seiner Soldaten nicht bezahlen. Somit haben wir das Gebirge, den Ort und das Volk identifiziert, die mit dem Wort Sephar angedeutet werden. Es ist die römisch-christliche Welt, deren Zentrum tatsächlich bis heute in Rom liegt.

Vergleichen wir die  Ahnentafeln aus Genesis 10 und 1.Chronika 1, dann fällt uns auf, dass der achte Sohn Joktans in Genesis 10 Obal heißt und in 1.Chronika den Namen Ebal trägt. Warum erst Obal und dann Ebal? Sehen wir uns zuerst die hebräische Schreibweise an:

Obal עובל  nackt ausgezogen;
Ebal עיבל  nackt, kahl.

Kaufe Wahrheit und verkaufe sie nicht
Was an den unterschiedlichen Schreibweisen auffällt ist, das  - ו - (waff) wurde durch ein  -י-jud ersetzt, d.h., in der wörtlichen Übersetzung dann, dass es eine Veränderung von „nackt ausgezogen“ hin zu einfach „nackt oder kahl“  gegeben hat. Bevor jemand ausgezogen wird, muss er zuvor bekleidet gewesen sein. Und wenn er dann ausgezogen ist, steht er nackt da, völlig unbekleidet. Das Wort Obal, nackt ausgezogen, ist ein Hapax Legomenon, das ist ein Wort, dass nur ein einziges Mal in der Bibel vorkommt und auf die Endzeit deutet. Das die Offenbarung von der Endzeit redet, einem Zeitraum vor der Wiederkunft des Messias, dürfte allgemein bekannt sein. In der Offenbarung finden wir jene Person, die nackt ausgezogen wird. Es heißt dort: und die zehn Hörner, die du sahst, und das Tier, diese werden die Hure hassen und werden sie öde und nackt machen, und werden ihr Fleisch fressen und sie mit Feuer verbrennen. Offenbarung 17,16.
Können wir wirklich davon ausgehen, dass es sich hier um die römisch-katholische Kirche handelt? Lesen wir einen weiteren Abschnitt, der diese Kirche prophetisch beschreibt: Wer hat solches beschlossen über Tyrus - dem Felsen -, die Kronenspenderin, deren Kaufleute Fürsten, deren Händler die Vornehmsten der Erde waren? Jesaja 23,8. Rom ist und war die Kronenspenderin. Sie hat sich besonders im Frühmittelalter angemaßt zu entscheiden, wer König oder auch Kaiser werden darf. Nur solche gekrönten Häupter, die vom römischen Bischof den Segen erhielten, waren in den Augen Roms rechtmäßig inthronisiert. Die Rolle des Königsmachers hat sie nie aufgegeben. Auch heutzutage will Rom eine Krone spenden. Der amtierende Papst bietet dem amerikanischen Präsidenten eine einmalige Krone an.

Und weiter heißt es in Jesaja 23,9, denn die Frage, wer solches beschlossen hat, muss noch  beantwortet werden. Nun, die Antwort lautet: Jahwe der Heerscharen hat es beschlossen, um zu entweihen den Stolz jeder Pracht, um verächtlich zu machen alle Vornehmen der Erde. Die ganze Sache ist also von Gott eingefädelt. Nun die nächste Frage: Was hat der Herr der Heerscharen aber genau beschlossen? Überflute dein Land wie der Nil, Tochter Tarsis! Es gibt keinen Gürtel mehr. Zuerst müssen wir den Gürtel erklären. Ausführlich findest du den Gürtel im Buch „Die Torah des Messias“ beschrieben. An dieser Stelle nur kurz. Ein Gürtel, wie er den Ephesern dringend empfohlen wird, ist ein Gürtel, der den ganzen Rumpf des Körpers umschließt, dieser Gürtel ist Teil der Waffenrüstung, die die Epheser anziehen sollen. Der Gürtel wird als Gürtel der Wahrheit bezeichnet. Wenn es von Seiten Gottes für Rom keinen Gürtel mehr gibt, dann deshalb: Für Rom gibt es keine Wahr-heit mehr, sie hat sich der wichtigsten Waffe selbst entledigt, die Wahrheit ausgezogen und die Lüge angezogen.
Rom fehlt der Gürtel und so steht sie bereits heute nackt dar, denn absolute Wahrheiten sind von ihr relativiert oder verworfen worden. Und so lässt das Weib es willentlich zu, dass die Hüllen fallen und gleichzeitig ihr Land überfluten wird. Ein Land steht symbolisch sowohl für den körperlichen Leib, als auch für den Herrschaftsbereich einer Person. Beides, sowohl Rom, symbolisiert als Frau, als auch ihr Herrschaftsbereich, werden von ihr selbst unter Wasser gesetzt. Die Überschwemmung deutet folgendes an. Eine große Menge, solche, die gestohlenes Wasser mit sich führen, werden in ihr Land eindringen und überfluten, überfluten mit einem fremdartigen Wasser. Wasser repräsentiert das Wort Gottes. Der Messias selbst ist das menschgewordene Wort Gottes. Aber ihr Wasser?

Gestohlene Wasser ...
Was repräsentieren die fremdartigen Wasser? Es sind Wasser, die heimlich entwendet wurden. Mann hat die Erzählungen der Bibel gehört und verdreht aufschreiben lassen. Sie werden bis heute als Worte Gottes verkauft, sind sie aber nicht. Die geraubten Wasser sind mit Dingen angereichert, die einem aufrichtigen Juden und Christen gar nicht schmecken können. Weder erfrischen sie, noch beleben sie die gedämpften Sinne, auch behandeln sie keine Krankheiten, um zur geistlichen Gesundheit beizutragen. Beim Lesen ihrer Wasser knallt die Peitsche. Man lernt ihren Tyrannen kennen, der nur eines will: sklavische Unter-werfung, bei Ausschaltung des gesunden Menschenverstandes. So etwas wie väterliche Liebe, zärtliche und behutsame Pflege und Erziehung, zuverlässige und treue Versorgung, kennt er nicht, denn jener hat keine Söhne, wie er auch selbst sagt. Auch ist sein Brot nicht aus dem Himmel. Gleich Räubern hat er sich das Brot heimlich und mit Gewalt genommen. Mit diesem Wasser wird Tyrus, der kahle Felsen, überflutet.

Das Wort „gestohlen“ lässt sich auch mit „betrügerisch“ übersetzten. Somit ist das Brot nicht nur gestohlen, sondern wurde zudem betrügerisch durch Lüge verändert. Durch das Lesen ihrer Wasser nimmt man unmerklich den hinterlistigen Geist auf, der in einem Menschen eine stille Veränderung bewirkt. Wie in Trance erliegt man dem Betrug. Ja, es stimmt, durch das Lesen ihrer Wasser werden die Menschen betäubt und betrogen. Das Wort „betrügen“ (H1589 Ganaw גנב). So wie ihr Prophet dem Wasser artfremde Dinge beimengte und als Gottes Wort verkaufte, so hat er auch das Brot mit vielen brotfremden Dingen verdorben und der Welt zur Speise aufgezwungen. Dazu eine Stelle aus dem Buch der Könige.

1.Könige 13
Da sprach er (der alte Prophet) zu ihm: Komm mit mir nach Hause und iß Brot. Er aber sprach: Ich kann nicht mit dir umkehren und mit dir hineingehen, und ich werde kein Brot essen und kein Wasser mit dir trinken an diesem Ort. Denn ein Wort ist zu mir geschehen durch das Wort Jahwes: Du sollst kein Brot essen und kein Wasser daselbst trinken; du sollst nicht auf dem Wege zurückkehren, auf welchem du gegangen bist.

Das zwei mal sieben mal hundertjährige Drama
Und er (der alte Prophet) sprach zu ihm: Auch ich bin ein Prophet, wie du; und ein Engel hat zu mir geredet durch das Wort Jahwes und gesagt: Bringe ihn mit dir in dein Haus zurück, dass er Brot esse und Wasser trinke. Er belog ihn.

Dieser alte Prophet war auch nachher nicht untätig, er hat seine Lügen aufschreiben lassen und sie seinen Landsleuten mit Gewalt aufgezwungen, bis auf diesen Tag.

Brot und Wasser
Das Auffälligste in 1.Könige 13 ist das Brot und das Wasser, die sehr oft erwähnt werden. 10 Mal Brot und 8 Mal Wasser. Die beiden Dinge gehören zu den Grundnahrungsmitteln. Das gilt auch im übertragenem Sinn. Brot in Form von Manna deutet auf Jesus selbst und Wasser deutet auf sein Wort, das in zwei Teilströmen, dem Alten und dem Neuen Testament vorliegt.  Sehen wir uns zuerst das Brot an und schließend das Wasser.

Vieles ist im Wort Gottes versteckt, doch wer in seinem Wort tief gräbt, der entdeckt auf das Brot, von dem in 1.Könige 13 so oft die Rede ist. Dazu aus:

Habakuk, 2,4  

Siehe, aufgeblasen, nicht aufrichtig ist in ihm seine
Seele. Der Gerechte aber wird aus Glauben leben.

Der Vers beginnt mit der Beschreibung eines Mannes, von dem gesagt wird, dass seine Seele angeschwollen ist. Wenn in einem Körper etwas anschwillt, dann entsteht überschüssiges Gewebe. Die Mediziner sprechen dann von einem Tumor. Ob das überschüssige Gewebe gutartig oder bösartig ist, spielt bei unserem Mann keine Rolle, denn irgendwann wird es der Art raumgreifend sein, dass selbst der gutartigste Tumor für ihn lebensbedrohlich wird. Der Tumor muss dringend entfernt werden, auch deshalb, weil jeder gutartige Tumor bösartig werden kann.

Ob die Lehre Roms nun gutartig oder bösartig ist? Unsere Diagnose kann jeder Leser in unserer vierten 3-er-Gruppe, der von Thyatira, nachlesen. Wir zitieren: und ihr Wort wird um sich fressen wie ein Krebs; unter welchen Hymenäus ist und Philetus, die von der Wahrheit abgeirrt sind. Das griechische Wort Γαγγραινα – Gangreina - lässt sich mit Krebs oder auch Gangrän übersetzen. Sehen wir uns mal die Gangränen genauer an. Sie sind schwarz und entstehen vor allem an den Extremitäten und dort an Händen und Füßen. Besonders betroffen sind die Zehen. Anfangend vom Großen, hin zum Kleinsten, stirbt das Gewebe ab.

Wodurch entstehen die Gangränen?
Der Mann hat sich nicht ausgewogen ernährt. Entweder zu viel Kohlenhydrate gegessen oder zu viel Alkohol getrunken. Kohlenhydrate sind organische Verbindungen aus Kohlenstoff, Sauerstoff und Wasserstoff. Unter Lichtenergie entsteht Traubenzucker, dass in den Pflanzen in Form von Stärke gespeichert ist. Führt unser Mann seinem Körper beständig zu viel von den Kohlenhydraten zu, reicht die produzierte Menge an Insulin nicht mehr aus und sein Glukosewert im Blut steigt. Ein auf Dauer erhöhter Blutzuckerspiegel zerstört dann das Gewebe. Die gleiche Wirkung tritt beim Genuss von Alkohol auf. Wenn man dann noch weiß, dass die Kohlenhydrate eigentlich mehrwertige Alkohole sind, dann wissen wir, womit sich unser Mann ernährt. Er genießt einen geistlichen Trank, dessen Substanzen seinen Geist berauschen, seine Empfindungen betäuben und seinen Augen Dinge sehen lassen, die nur das Böse fassen.   

Die bildlichen Erzählungen unseres Patienten gipfeln im Buch der Richter. Das Volk Gottes jagt dem Manne nach, der 70 Männer tötete. Israel! ergreifet ihn, bringt ihn fort, zur Stadt Jerusalem.

Richter 1, 4- 7
Sie schlagen unserem Priesterkönig die Daumen und Finger der Hände und Füße ab. Das kann natürlich nur allegorisch wirklich verstanden werden. Die Zehn Finger deuten auf die Zehn Gebote. Der größte Finger ist der Daumen und steht für das erste Gebot: Ich bin der Herr dein Gott.  Aber unser Patient hat sich selbst zu Gott gemacht. Und wer meint, er habe keinen Gott, dem schlägt man oder auch sich selbst, den rechten Daumen ab. Der rechte Daumen steht für das erste Gebot und ist zusammengefasst in den Worten: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft. Der rechte Daumen seiner Hand steht für sein Tun gegenüber Gott. Der rechte Daumen seines Fußes steht für seinen Lebensstil, für seinen Wandel. Ähnliches gilt für die linke Seite, seine Beziehungen zu dem Nächsten.
Der Daumen der Linken steht daher symbolisch für das zweite Gebot: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Doch dieser tolle Mann wird tun, was Nietzsche bereits sah: Er tötet, tötet Gott, kreuzigt für sich Christus nun ein zweites Mal. Für ihn ist Jesus wirklich tot. Nun krank geworden, krankt der Patient, nicht nur an seinem rechten Daumen. Er krankt und schwankt zu seiner Linken, und schwankt  vornüber, schwankt nach hinten. Verlierend allen  Halt, weil keine Zehen mehr, ist er gestürzt, und liegt auf immer da, gleich wie der Baum, weil seine Wurzeln abgefault.  

Krank an der Seele, weil falsch ernährt, bricht der Zerfall sich Bahn und auch nach außen. Was ist das für ein Gift, dass den Körper so verfallen lässt? Wir sehen mal nach, im Arztbericht:


Hymenäus: von der Wahrheit abgeirrt
Indem er lügt und seinen krankmachenden Keim Tröpfchen für Tröpfchen überträgt.  Aha! Aber da war doch noch so ein Fall. Nochmals nachlesen: unter welchen Hymenäus ist und der Philetus. Stimmt, Philetus ist liebenswürdig. Aber für wen? Die Wortwurzel phileo deckt uns den Ursprung, also den Ort seiner Infektion auf. Um eine Pandemie zu verhindern, müssten wir Philetus schleunigst unter Quarantäne setzen.  

Infektionsherd
Philetus ist lieb zu seinem Freund, er fühlt sich an ihn gebunden, sowohl sachlich nach außen hin, als auch gedanklich nach innen hin. Und weil die persönliche Bindung sehr tief ist, drückt er seine Liebe durch eine Zärtlichkeit aus, die wir küssen nennen und von allen Menschen gesehen werden kann.  Soweit ist, objektiv betrachtet, die Welt in Ordnung. Sein Küssen ist von den Tücken - Man, vor diesem, wollte man rufen: Hüte dich. Über die Mundschleimhäute werden ganz schnell krank-machende Keime übertragen. Philetus hat sie weder gesehen noch gespürt.

Hymenäus hat den Philetus bewusst infiziert. Erst Jahrhunderte später wird es sichtbar. Der Keim der Lüge verbreitet sich nun rasant über die ganze Welt. Daher ist es jetzt notwendig, die Stämme des Keims genauer anzusehen, ihn unter die Lupe nehmen. Ach was sag ich, Lupe? Wir brauchen ein Mikroskop. Gab es zu den Zeiten der Apostel noch nicht. Erst heute können wir kleinste Details mit unseren Augen, ähm, Objektiven, untersuchen. Die Helferin reicht uns das gute Stück und so fokussieren wir gemeinsam auf das Wort Anastasis – ΑΝΑΣΤΑΣΙΣ. Das Wort kommt im Neuen Testament 42 Mal vor.

Die Bedeutung des Wortes Anastasis:

  • ein erneutes Aufstehen
  • (wörtlich) eine Wiederauferstehung aus den Toten
  • (einzeln, persönlich) eine Wiederherstellung;  oder moralische Wiederherstellung einer geistlichen Wahrheit;

Wurzellevel 1
  • wiederaufstehen, sich erheben;

Wurzellevel 2
  • auf;
  • einzeln, besonders; zugestehen, eingestehen uvm. ;
  • (wenn als Vorsilbe) bedeutet es oft: Wiederholung, Heftig, Eindringlich; Umkehr, Wende, Wechsel, Stornierung uvm.

Nun liegt die Wahrheit für gewöhnlich ganz nah an der Lüge oder sollten wir besser sagen, die Lüge liegt nahe bei der Wahrheit? Eines ist sicher, die Muster beider sind gleich, nur der Geschmack des einen ist erfrischend und der Geschmack des anderen todbringend. Wir betrachten   die Muster, das sind die Wörter:

  • Anastasis - Auferstehung,
  • anistemi,  - erste Wortwurzel: aufstehen,
  • dann die Unterwurzeln:
  • ana       - auf,
  • histemi - stehen.   

Wir starteten unsere Forschungen an den Unterwurzeln und so haben unsere Untersuchungen ergeben, dass Hymenäus und Philetus immer wieder  und das eindringlich, wiederholten, dass wir eine Wende brauchen. Sie forderten den Wechsel. Das taten und tun sie mit heftigen und starken Worten und fordern die Menschen zur Umkehr auf. Aber die zwei sind abgeirrt. Einer unserer Kollegen raunte uns zu: Null Compliance?  

Wohin sollen die Menschen nun umkehren, was fordern Hymenäus und Philetus?
Das Gesetz, dass mit dem Slogan, Ehe für Alle, den Menschen schmackhaft gemacht worden war, drückt ihre propagierte moralisch und geistige Wende aus. Einem Staatsstreich vergleichbar, verabschiedete der deutsche Bundestag direkt vor der Sommerpause in aller Eile am 30. Juni 2017 das „Gesetz zur Einführung des Rechts auf Eheschließung für Personen gleichen Geschlechts“. Die Führer des Volkes nennen es Erneuerung. Aus historischen Nachforschungen lässt sich belegen, dass der Keim ihrer Wende also das Gesetz: Ehe für alle, ein todbringender Keim aus Babylon ist. Der Tod kommt immer aus Babylon. Was hat nun aber das Gesetz, Ehe für Alle, mit unserem Patienten aus Habakuk 2,4 zu tun?

Es sind die verletzten Seelen, die nicht bereit sind, Gottes Wort, allegorisch durch das Myrrheöl dargestellt, auf sich anzuwenden. Schon immer tat die Myrrhe Gottes, auch wenn sie bitter schmeckt, ihre heilende Wirkung auf die Seele. Die Bibel steht in vielen Häusern als Heil- und Gegenmittel ungenutzt im Bücherschrank. Daran erinnern wir nicht nur Philetus und Hymenäus, sondern jeden Leser, damit er Heilung durch Jesus Christus erfahren kann. Auf diese Weise würden auch die Priester Roms gesund, wenn sie sich allein und nur allein, auf die Schriften des Tanakh4 und des Neuen Testaments stützen. Alle menschlichen Überlieferungen müssen über Bord, weil sie Ballast sind. Das wird uns prophetisch erzählt in der Geschichte des Paulus, als er mit dem Schiff auf dem Weg nach Rom war. Apostelgeschichte 27

An Hymenäus und Philetus noch eine Frage: Habt ihr denn den Galaterbrief nicht gelesen und nicht studiert? Saget mir, die ihr unter Gesetz, also unter menschlichen Vorschriften, sein wollt, höret ihr das Gesetz nicht? Paulus spricht die beiden Bündnisse an, den mit Hagar und den mit Sarah und erklärt, das diese einen bildlichen Sinn haben, also eine allegorische Darstellung sind. Wenn Jesus sagt: das ist mein Fleisch, dann sagt er uns, das bedeutet mein Fleisch und macht damit seine allegorische Erzählweise deutlich. Das Gleiche gilt, wenn Jesus sagt: Wer mein Blut trinkt, hat ewiges Leben. Auch das kann unmöglich wörtlich verstanden werden, sondern hat, wie könnte es anders sein, eine allegorische Bedeutung. Das wird schon aus der Tatsache deutlich, dass ein Mensch nur ca. 5 Liter Blut in sich trägt. Wer wollte nach 2000 Jahren davon trinken? Schon der Gedanke ist völlig absurd. Auch die Transsubstantiation ist ein Unding, denn Jesus, so sagt der Hebräerbrief, hat sich einmal, die Betonung liegt auf einmal, ans Kreuz begeben und dort sein ganzes Blut für uns vergoßen. Diese ca. 5 Liter sind völlig ausreichend. Damit sind alle meine Sünden vollständig getilgt und für immer gesühnt. Da bleibt für mich nichts mehr zu tun. Das Gleiche gilt für jeden, der eine persönliche Beziehung zu Jesus beginnt. Dazu braucht es keine Kirche, sondern nur treue Zeugen Jesu. „Papst Franziskus, höre, was der Geist den Gemeinden sagt.!“ "Ihr römischen Priester, hört was der Geist den Gemeinden sagt."

Alle menschlichen Überlieferungen müssen, wie bereits gesagt, über Bord geworfen werden. Seien es die Beschlüsse der katholischen Konzilien, seien es Lehrbücher oder Kommentare. Alle Hilfs-mittel müssen entsorgt werden und zwar noch bevor der große Sturm losgeht. Wer nicht rechtzeitig aufräumt und seinen Krempel rausschmeißt, der muss das Donnwetter über sich ergehen lassen.

Gestohlene Wasser sind süß
Lange haben wir darüber nachgedacht, was die gestohlenen Wasser sind, aber noch länger warum sie süß sein sollen? Und weil Gott immer auch durch die Dinge der Schöpfung spricht, haben wir uns auf den Weg gemacht, um das süßte Wasser zu finden. Wo anfangen suchen? Finden wir in der Natur süßes Wasser? Die Meeren enthalten Salzwasser, unsere Seen und Flüssen führen Süßwasser. Ob es das Wasser ist, von dem in Sprüche 9,17 geredet wird? Nein, unser Trinkwasser nennt sich nur Süßwasser, aber wirklich süß ist es nicht. Wir müssen weiter suchen. So mancher Text aus der Bibel hat uns dann den richtigen Wink gegeben.    und besonders von Sachen, die mit unsere Gesundheit zu tun haben. Ohne medizinische Vorbildung lässt sich das Süße nicht erklären.

Das große Fischsterben
Solch ein Brot, das Fische eigentlich nie essen würden, verleiben sie sich dann doch ein, denn sie können das Gift nicht sehen, nicht riechen auch nicht schmecken. Wenn sie es aber essen, dann werden ihre Augen, nein, nicht aufgetan, sie werden  zuerst trübe und dann blind. Mit der Zeit verlieren sie ihre Schönheit, die Pracht der Farben verdüstern sich von matt zu farblos. Und am Ende, wenn nicht Rettung naht, sterben sie alle. Mit solchen Was-serträgern lässt die Königsmacherin in voller Absicht ihr Land überfluten. Wovon spricht das Brot, wenn nicht von Jesus? Sie haben das Brot, welches Jesus heißt, der Art verändert, dass man ihnen kaum beikommt, wenn man die Bibel nicht richtig zu gebrauchen weiß. Trainiere täglich den Umgang mit dem Schwert des Wortes, damit du nicht dem Feind erliegst. Sie verkünden einen anderen Jesus, der nur lügenhafte Wunder tun kann. Nur wer Augensalbe aus der Hausapotheke des Herrn kauft, der kann den Unterschied erkennen.   

Obal ist der achte Sohn von Joktan und wie wir  festgestellt haben, ist das Wort Obal ein Hapax Legomenon, ein Wort, dass nur einmal in der Bibel vorkommt und auf die Endzeit deutet. Das Wort Ebal finden wir dagegen häufiger. Ebal bedeutet, nackt bzw. kahl - wie ein Felsen - , und kommt achtmal in der Bibel vor. Sehen wir uns die Stellen genauer an, in denen der nackte Felsen erwähnt wird.


Ebals erstes Vorkommen
Genesis 36,23: Und dies sind die Söhne Schobals (sie gehören zu den Horitern): Alwan und Manachath und Ebal, Schepho und Onam.

Der Horiter Ebal
Ebal gehört zu den Horitern. Das hebräische Wort Hori – חורי (Chori')-, wörtlich übersetzt, bedeutet Höhlenbewohner. Wer sind diese Höhlenbewohner? Der Messias erklärt es uns ganz einfach: Die Füchse haben Höhlen, und die Vögel des Himmels Nester, aber der Sohn des Menschen hat nicht, wo er das Haupt hinlege. Matthäus 8,20. In dieser Schriftstelle finden wir zwar noch keine Erklärung, aber es werden zwei Tiere genannt, die für uns wichtig werden, es sind die Füchse und die Vögel. Die Füchse stehen für Menschen und die Vögel für die Geister. Welche Art von Geister an dieser Stelle gemeint sind, wird uns erst durch den Fuchs verständlich gemacht. In Lukas redet Jesus von den Ersten und Letzten und dann heißt es: In derselben Stunde kamen einige Pharisäer herzu und sagten zu ihm: Geh hinaus und ziehe von hinnen, denn Herodes will dich töten. Und er -Jesus- sprach zu ihnen: Gehet hin und saget diesem Fuchs: Siehe, ich treibe Dämonen aus und vollbringe Heilungen heute und morgen, und am dritten Tag werde ich vollendet. Doch ich muss heute und morgen und am folgenden Tag wandeln; denn es geht nicht an, dass ein Prophet außerhalb Jerusalems umkomme.

Höhlenbewohner in der Bibel
Herodes wird vom Messias als Fuchs bezeichnet. Wenn dieser König, er war übrigens ein Idumäer, ein Fuchs ist, also mit einem Tier verglichen wird, dass sich ganz unschuldig gibt und plötzlich nach seiner Beute springt, so wird deutlich, dass die Vögel aus Matthäus 8,20 die geistlichen Mächte sind, die hinter diesem hinterlistigen König stehen. Das kommt auch aus der Botschaft, die Jesus dem Herodes überbringen lässt, deutlich heraus: Saget diesem Fuchs: Siehe, ich treibe Dämonen aus … Herodes ist ein Hinterlistiger, er ist ein Lügner und ein Mörder. Jesus will ihm sagen: Auch dich treibe ich aus, wie ich die Dämonen austreibe. Im Propheten Obadja wird vom dem vernichtenden Gericht über die Edomiter in wenigen Versen berichtet.   
Herodes, der König aus Edom, wird als Fuchs den Höhlenbewohnern zugerechnet. Aber es gibt noch weitere Tiere, die unter der Erde leben. Wieder erklärt es uns der Messias und wiederum ganz einfach: Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler! denn ihr  baut die Gräber der Propheten und schmücket die Grabmäler der Gerechten und sagt: Wären wir in den Tagen unserer Väter gewesen, so würden wir nicht ihre Teilhaber an dem Blute der Propheten gewesen sein. Folglich gebt ihr euch selbst Zeugnis, dass ihr Söhne derer seid, die die Propheten ermordet haben; und ihr, macht voll das Maß eurer Väter! Schlangen! Otternbrut! Wie solltet ihr dem Gericht der Hölle entfliehen? Deswegen siehe, ich sende zu euch Propheten und Weise und Schriftgelehrte; und etliche von ihnen werdet ihr töten und kreuzigen, und etliche von ihnen werdet ihr in euren Synagogen geißeln und werdet sie verfolgen von Stadt zu Stadt; damit über euch komme alles gerechte Blut, das auf der Erde vergossen wurde, von dem Blute Abels, des Gerechten, bis zu dem Blute Zacha-rias, des Sohnes Barachias, den ihr zwischen dem Tempel und dem Altar ermordet habt.

Schlangen
Damit hätten wir die zweite Gruppe von Tieren, die in Höhlen wohnen, Schlangen von der Sorte der Ottern. Auch sie schleichen sich an die Beute ran und töten sie. Auch diese Höhlenbewohner sind Lügner und Mörder.


Skorpione
Auch wenn von der nächsten Gruppe nicht viel in den Schriften zu finden ist, so doch ausreichende Details. Wieder ist es der Messias, der uns darin unterrichtet und wiederum ganz einfach. Jesus sprach zu ihnen: Ich schaute den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen. Siehe, ich gebe euch die Gewalt, auf Schlangen und Skorpionen zu treten, und über die ganze Kraft des Feindes, und nichts soll euch irgendwie beschädigen. Lukas 10,19

In diesem Vers wird Satan genannt und zudem die Schlangen und Skorpione. Die beiden Tierarten werden dem Teufel zugeordnet. Satan selbst ist schon immer als Schlange bekannt und die obengenannten Pharisäer und Schriftgelehrten sind seine Söhne. Beide gehören zu Schlangen, die in Höhlen wohnen. Wer aber sind die Skorpione? Im Propheten Hesekiel, in Kapitel 2 Vers 6 heißt es: Und du, Menschensohn, fürchte dich nicht vor ihnen und fürchte dich nicht vor ihren Worten; denn Nesseln und Dornen sind bei dir, und bei Skorpionen wohnst du. Fürchte dich nicht vor ihren Worten, und erschrick nicht vor ihrem Angesicht; denn ein widerspenstiges Haus sind sie. Wer ist mit dem widerspenstigen Haus gemeint? Vers 3 gibt uns eine klare Antwort: Menschensohn, ich sende dich zu den Kindern Israel, zu den empörerischen Nationen, die sich gegen mich empört haben; sie und ihre Väter sind von mir abgefallen bis auf diesen Tag. Mit dem Haus, zu dem Hesekiel gesendet wird, sind die aufrührerischen Völker gemeint. Und um noch genauer zu sein, sagt uns der Text, auch zu unserer Überraschung: ich sende dich zu Israel, zu den empörerischen Nationen. Die aufrührerischen Völker werden hier mit  Israels identifiziert. Sie, Israel, sind die Skorpione. Eine weitere Erwähnung dieser Tierart finden wir in der Offenbarung. Sie scheinen zwar keine Skorpione zu sein, ähneln ihnen aber und kommen aus einer sehr großen und sehr tiefgelegenen Höhle, dem Abgrund, herauf. Der Abyssos, wie der Abgrund auf griechisch heißt, ist unermesslich tief und groß. Von dort kommt eine unzählbare Schar der Quälgeister  nach oben, um die Menschen fünf Monate zu beschädigen (d.h., diese skorpionähnlichen Tiere sind vom Charakter her ungerecht, folglich, sie tun Böses).

Israel, das sind die empörerischen Nationen, hat das gute Wort Gottes verlassen und erfährt als Folge des Ungehorsam das furchtbarste Gericht, dass es je auf Erden gab. Sie, die selbst als Skorpione böses getan haben, werden durch andere Skorpione, die größer und böser sind als sie, fünf monatelang beschädigt. Schon das Gericht über die Ebene Sodoms und Gomor-rhas, angekündigt durch die zwei Boten, war ziemlich heftig. Das Gericht aber, dass der Sohn des Menschen vor 2000 Jahren über das gottlose Israel ankündigte, übersteigt alle unsere Vorstellungen. Und wohlgemerkt, mit Israel ist hier in Hesekiel 2 nicht das kleine Volk in Palästina gemeint, sondern Gott spricht zu den Kindern Israel, das sind die empö-rerischen Nationen, die sich gegen mich empört haben.
Die vielen Details, die wir vor allem in der Offenbarung lesen, können wir uns nicht wirk-lich ausmalen. Aber eines wissen wir jetzt ganz sicher: Das Gericht über die Schlangen- und Otternbrut trifft Höhlenbewohner.

Ebal in der Grube
Zu diesen Höhlenbewohnern gehört der Nackte und Kahle, Ebal eben, der achte Sohn des Hebräers. In Offenbarung17,11 hört sich das so an: Und das Tier, welches war und nicht ist, er ist auch ein achter und ist von den sieben und geht ins Verderben. Dieser Achte behaupt-et von sich, er sei der Fels, von dem Jesus sprach: Auf diesen Felsen werde ich meine Gemeinde bauen. Damit  beraubt Ebal den Messias und mit ihm das christliche Glaubens-fundament. Und mit Jesus beraubt er und entwendet uns unseren Fels. Und mit dem Fels  beraubt er uns den Eckstein, welcher Jesus Christus heißt. Der Eckstein ist der wichtigste Stein am dritten Tempel, denn am Eckstein, dem ersten Stein, wird der Bau der Gemeinde ausrichtet.

Eine Zwischenfrage: Wann wurde der Eckstein gelegt? Denn erst als dieser Stein gelegt wurde, können wir von der Grundsteinlegung der Gemeinde reden. Hören wir, was Jesus sagt, er zitiert Psalm 118,22: „Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, dieser ist zum Eckstein geworden. Wann also wurde der Eckstein gelegt? Nachdem die Bauleute den Stein Jesus verworfen hatten. Nachdem die Pharisäer und Schriftgelehrten ihn ablehnten, wurde Jesus zum Eckstein. Mit der Ablehnung der Bauleute erhalten wir noch nicht den genauen Zeitpunkt der Grundsteinlegung, noch nicht ganz. Deren Ablehnung besagt nur, dass sie ihn als Baustein verwerfen.
Nur eine ganz banale Frage: Was ist ein Stein? Es handelt sich um einen kompakten Gegen-stand aus Mineralien und anderen in der Natur auftretenden Bestandteile. Ein Stein hat im Unterschied zu einem Felsen keinen festen Kontakt zu seiner ehemaligen Gesteinseinheit.
Gesteine gehören, anders als Pflanzen, Tiere und Menschen, zur unbelebten Natur.
Dieses Wissen über Steine bringt uns dem Tag der Grundsteinlegung des Tempel Gottes ein gewaltiges Stück näher. Als die Bauleute, die Pharisäer und Schriftgelehrten, Jesu ablehn-ten, waren sie dabei, Jesus von ihrem Felsen abzutrennen. Und weil sie ihn dann ans Kreuz brachten, wurde der Stein endgültig abgetrennt. Dieser tote Stein wird nun lebendig. Jesus wurde am dritten Tag auferweckt. Damit wurde der verworfene und totgeglaubte Stein, den die Bauleute auf einen Scherbenhaufen zu entsorgen suchten, zum Eckstein eines neuen und herrlichen Hauses. Drei Tage nach dem Passah wurde der Grundstein gelegt. Damit kommen wir nun zu einer weiteren tiefen Erkenntnis. Nach drei Runden auf dem Postweg der sieben Gemeinden, wird der Tempel Gottes vollendet sein. Jesus drückt es so aus: Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende. Heilsgeschichtlich findet die Vollendung am dritten Tag statt. Am ersten Tag die Grundsteinlegung, während dreier Perioden am zweiten Tag der Bau des Hauses und am Ende die Vollendung, das ist der dritte Tag.  


Der Apostel Petrus ergänzt, als wollte er dem selbsternannten Nachfolger Petri ins Gewissen reden: und ein Stein des Anstoßes und ein Fels des Ärgernisses. Das griechische Wort proskomma für Anstoß bedeutet: eine Gelegenheit zum Abfall. Das hört sich ja fast so an, als wenn Ebal nur darauf gewartet hätte, bis die Gelegenheit günstig erscheint. Ja, er hat nur darauf gewartet. Was ist das aber für eine Gelegenheit? Die zweite Bedeutung des Wortes proskomma liefert uns Details, sie lautet in etwa so: Ebal hat sich seinen großen Zeh gestoßen und ihn damit so heftig verletzt, dass der Zeh amputiert werden muss. Und wie kam es dazu? Ebal war sehr wütend. In seinem Zorn hat er gegen den Stein, welcher Christus heißt, getreten. Das zeigt sich durch seinen Lebenswandel, der durch die Füße repräsentiert wird. Das wird dann sichtbar durch seine Handlungen: Er verstößt entweder gegen das erste Gebot aus Exodus 20 oder gegen das sechste. Wir müssen annehmen, dass er gegen beide Gebote verstößt. Auf der einen Seite verflucht er den Messias Jesus und auf der anderen Seite kreuzigt er ihn wiederum d.h., er sagt, wie damals das Volk: Hinweg mit ihm, ich will nicht, dass dieser über mich herrscht. Kreuzigt ihn, kreuzigt ihn!Und indem er für sich selbst Jesus wiederum kreuzigt, tötet er anschließend auch seine Jünger.

Der Baumeister Paulus wird aufgefordert an die Arbeit zu gehen und das tat er auch. Als ein weiser Baumeister hat er die Grundmauern des dritten Tempels gelegt, die sich am Eckstein Jesus ausrichten. Es war eben nicht Petrus, sondern der Apostel der Nationen. Nicht Petrus enthüllt das Geheimnis der Gemeinde, sondern Paulus. Doch auch das leugnet Ebal und behauptet weiterhin: Ich bin der Fels! Ich entscheide, wie gebaut wird! Ebal hat Christus beiseite gestellt und setzt sich an die Stelle des Messias. Paulus tritt ihm entgegen: einen anderen Grund –die Grundstruktur, vorgegeben durch den Eckstein - kann niemand legen, außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus. Wer seinen Irrtum einsieht und eingesteht, für den gibt es Hoffnung. Ebal aber sagt: Ich bleib dabei: Ich, der Papst, bin der Fels. Ebal merkt noch nicht einmal, dass er nackt und kahl ist. Auf seinen Felsen steht nicht der Tempel Gottes, allenfalls ein Götzenhaus. Indem Ebal von sich behauptet, der Fels zu sein, macht er Jesus zum Lügner. Wir alle kennen doch das Sprichwort: Wer lügt, der stiehlt! oder nicht? Wir erweitern das Sprichwort: Wer raubt, der mordet..  
Sehen wir uns die anderen Söhne an.

Jesus hat den Tod nicht nur durch sein Sterben besiegt, sondern ihm auch sein Grauen genommen. Sein Triumph wird durch die Auferstehung besiegelt. Jesus will bis heute Menschen retten und nicht richten. Wer  jedoch sein freundliches Entgegenkommen verachtet, den wird auch der Sohn Gottes verachten. Wenn sein Zorn losbricht, dann wehe dir Erde.

Hebräerbrief: Kapitel 3
Der Sohn über sein (eigenes) Haus -das sind wir
Die berufenen Genossen sollen Jesus betrachten. Damit will Paulus sagen, seht euch den Apostel und Hohenpriester von oben anfangend, dann nach unten und schließlich rundherum, an. Jesus sollen sie von Kopf bis Fuß genau unter die Lupe nehmen. Z.B. Jesus als  Hohenpriester. Die Leser werden aufgefordert ihn mit dem aaronitischen Hohenpriester zu vergleichen. Dazu eine kleine Tabelle, die nicht umfassend ist, aber einen kleinen Einblick liefert worin die Unterschiede liegen und welche Schlussfolgerungen sich daraus ergeben.


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Weil es im dritten Kapitel um das Haus, das ist die Hütte, geht, beschäftigen wir uns mit der Stellung von Mose, Aaron und Jesus. Mose, sowie auch Aaron, wurden zum Priesterdienst im Hause Gottes bestellt. Sie waren Diener in der Hütte, dem Zelt des  Zusammenkommens. Es hatte eine zeitlich begrenzte Funktion. Beide, Aaron und Mose, waren nur Diener im Haus, es gehörte nicht ihnen, sondern Gott. Dem Knecht eines solch herrlichen Baus zollt man den entsprechende Respekt und bringt ihm größere Ehre entgegen als gegenüber den anderen des Volkes. Jesus aber ist Sohn des Hauses. Das will sagen, das jetzige Haus, gleichfalls ein transportables Heiligtum, gehört dem Sohn. Und weil er der Eigentümer ist, gebührt ihm eine noch weitaus größere Ehre. Nun könnte es sein, dass es dem ein oder andern daran mangeln könnte, dem Sohn des Hauses die gebührende Ehrerbietung zu bringen und so stellt Paulus die beiden nebeneinander und fordert den Leser auf: Sieh hin! Mose ist Knecht. Betrachte Jesus, der ist der Sohn. Wem gebührt die größere Ehre? Dem Knecht oder dem Sohn? Moses selbst deutet bereits auf den Größeren, der einmal kommen würde, hin. Der Dienst Mose weist ganz offensichtlich auf den von Gott Gesalbten hin, auf den treuen Hohenpriester.

Erst wenn die Angesprochen, die Genossen, auch als Hebräer bekannt,  den Apostel und Hohenpriester Jesus wirklich genau ansehen, wird ein jeder von ihnen Jesus persönlich erkennen und verstehen, welch unendlich größere Arbeit der Messias getan hat und noch heute tut. Vergleichen wir Jesu Dienst mit dem Dienst von Mose und Aaron, dann müssen wir unweigerlich zum Schluß kommen: Jesu Werk ist das weitaus Bessere. Und so hat Jesus die größere Schönheit und Herrlichkeit gegenüber Mose erlangt und deshalb bringen wir ihm die größere Ehrerbietung entgegen. Mose war Diener im Haus Gottes. Jesus aber ist herrlicher, denn er ist Erbauer und Eigentümer des (neuen) Hauses – das ist der dritte Tempel und der Tempel sind wir, sagt Vers 4.

Wo ruht sich ein Mensch für gewöhnlich aus? Natürlich, im eigenen Haus! Wenn der Sohn es vollendet hat, wird er von diesem Werk ruhen. Das Haus ist fertig und die Braut kann einziehen. Das wäre die schönste Ruhe, die hier im Text angedeutet wird. Und eine weitere Sabbatruhe ist für das Volk Gottes aufgespart, denn versteckt lesen wir von Zweien. Ob die Zweite Ruhe der zweit-erste Sabbath ist, von dem in Lukas 6,1 die Rede ist? Einfach mal im Skript, „Die Torah des Messias“, hineinschauen. Interessant dürfte für den Interessierten sein, dass das fünfte Kapitel des Evangeliums nach Lukas mit dem Satz endet: Und niemand will, wenn er alten (Wein) getrunken hat, alsbald neuen, denn er spricht: Der alte ist besser. Der alte Wein steht symbolisch für den guten alten Bund vom Sinai, der neue Wein steht für den neuen besseren Bund.
Und so antwortet der Hebräerbrief jenen, die meinen, der alte Wein sei besser: Schau! Wer den neuen Wein gekostet hat, möchte gar keinen anderen. Auch eine Probe gefällig?

1. Ihr seid gekommen zum Berg Zion und zur Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem;
2. und zu den Myriaden von Engeln, in der allgemeinen Versammlung;
3. und zur Versammlung der Erstgeborenen, die in den Himmeln angeschrieben sind;
4. und zu Gott dem Richter aller;
5. und zu den Geistern der vollendeten Gerechten;
6. und zu Jesus, dem Mittler eines neuen Bundes;
7. und zu dem Blute der Besprengung, das besser redet als Abel.

Um wie viel erhabener ist doch der Berg Zion und die darauf errichtete Stadt, das himmlische Jerusalem, als jene Stadt, die vor dem Ölberg liegt, das irdische Jerusalem? Wie gewaltig muss die Versammlung der Engel sein, die Zehntausende mal Zehntausende groß ist. Und wie beruhigend wird es für uns sein, mit dem Richter aller zu sein, anstatt als Angeklagter und ohne Anwalt vor ihm zu stehen. Und wie herrlich muss es sein, jene persönlich kennenzulernen, von denen wir so viele Male in den Schriften gelesen: Von Abraham und Isaak und Jakob und von Paulus, Petrus und Johannes und vielen anderen mehr? Und das Schönste wie immer zum Schluß: Wir sind gekommen zu Jesus. Bei ihm verstehen wir umfassend, warum sein Blut besser redet als das Blut Abels.

Die Ruhe, die im Hebräerbrief immer wieder erwähnt wird, spricht der Sabbatruhe. Nach 6000 Jahren kehrt endlich die Ruhe auf dieser Erde wieder ein, weil Jesus alles gereinigt hat. Sein letzter Großputz fällt in zweite Hälfte der letzen Danielwoche und die letzten Reini-gungsarbeiten finden dann zu Beginn des Friedensreiches statt, dann, wenn der Messias die Schafe von den Böcken trennt. Während der 1000-jährigen Sabbatruhe werden alle Unruhe-stifter sofort aus dem Verkehr gezogen. Niemand und auch wirklich niemand darf und soll die Ruhe stören.

Warnung an alle!
„Heute, wenn ihr seine Stimme hört, verhärtet eure Herzen nicht.
Paulus schlägt Alarm und warnt vor dem Abfall, der Umkehr zu den Dingen, die heute nicht nur als veraltet gelten, sondern seit fast 2000 Jahren von Gott beendet wurden, dem zeitlich beschränkten aaronitischen Priesterdienst. Deshalb, wie der Heilige Geist spricht: „Heute, wenn ihr seine Stimme hört, verhärtet eure Herzen nicht, … Die Angesprochenen sollen ihre Herzen nicht verhärten, sondern den Worten glauben. Das Wort verhärten findet sich in Verbindung mit dem Brenneisen, dass die Herzen verhärtet, nur einmal in der Bibel und zwar  in 1.Timotheus 4,2. Das Wort Brenneisen ist, wie die Fachleute sagen, ein Hapax Legomenon, das ist ein Wort, dass nur ein einziges Mal in der Bibel vorkommt und auf die Endzeit deutet. Wie wird ein Herz verhärtet? In dem es sich den freundlichen und sanften Reden des Heiligen Geistes verweigert, dem liebevollen Werben des himmlischen Vaters nicht nachgibt und auf diese Weise die Liebe Jesu verachtet. Gott redet zwei- oder dreimal zu jedem Menschen. Wer sich weigert, der durchläuft eine Dreifach-Härtung. Sie lässt sich in alle Ewigkeiten nicht rückgängig machen. Daher: Lass dich von der Liebe Gottes einfangen und glaube an seine gute Nachricht.

Heute, wenn ihr seine Stimme hört
Nun, der Vers 7 beginnt mit dem Wort „heute“, hebräisch HaJom. Es deutet an dieser Stelle, wie auch im Ps. 95,7, auf einen Tagesabschnitt, der zwischen Sonnenaufgang und Sonnen-untergang liegt. Wenn die Nacht kommt, das Gericht vor der Wiederkunft des Messias, ist es für das „Heute“ zu spät; die Sonne ist untergegangen. Das Heute steht daher für einen Sonnentag, von Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang. In Richter 14 geben die Genossen die Lösung des Rätsels des Messias zwar bei Sonnenuntergang bekannt, aber sie haben das Rätsel nicht selbst gelöst, sondern vom Weib Simsons erpresst. Hätten sie den Messias betrachtet, ihn sich genau unter die Lupe genommen, dann hätten sie selbst auf die Lösung kommen können. Aber so plappern die Gesellen bei Sonnenuntergang die Lösung einfach nur so dahin. Simson ist anschließend wohin gegangen? Nach Askalon, nicht wahr? Die Orte liegen etwa zwischen 25 bis 30 Kilometer auseinander. Wenn wir den Untergang der Sonne bei ca. 18.00 ansetzen, dann können wir uns fragen: Wann ist Simson, wenn er gleich loslief, in Askalon angekommen? Bei normalem Marsch-Tempo schafft ein Mensch in einer Stunde eine Strecke von ca. 5km. Der Richter wird dann gegen Mitternacht am Ort, der übersetzt Gleichgewicht bedeutet, die 30 Männer erschlagen haben. Gegen 6.00 Uhr früh, bei Sonnenaufgang, wäre Simson wieder zurück in Timnath und könnte den 30 Genossen die Gewänder übergeben. -Die Zeitangaben passen perfekt auf den Monat September, also dem Monat, in dem der zweite Festzyklus aus 3.Mose 23 abläuft. Das erste Fest des Herbstes ist das Fest des Posaunenhalls. Es dürfte außer Frage stehen, der Schall der Posaunen wird weltweit gehört. Es bleibt den 30 Gesellen, das ist der Überrest, das letzte Drittel des Volkes aus Sacharja 13,8, noch 10 Tage bis zum zweiten Fest des Herbstes, dem großen Versöhnungstag. Wer an diesem Fest sich mit Gott versöhnt, der gehört zu den Schafen, von denen Jesus sagt:

Wahrlich, ich sage euch, insofern ihr es
einem der geringsten dieser meiner Brüder
getan habt, habt ihr es mir getan.

Und Vers 46 schließt dann mit der Verheißung auf das dritte Herbstfest: die Gerechten aber gehen hin in das ewige Leben. Das dritte Fest, das Fest der Laubhütten, hebräisch Sukkot, steht für das 1000-jährige Friedensreich des Messias und darüber hinaus. Der Messias verschenkt ewiges Leben an denen, die den geringsten seiner Brüder wohlgetan haben.   


Hebräerbrief: Kapitel 4

Die Alarmglocken sollen läuten
Das vierte Kapitel beginnt mit dem Wort phobeo. Heute wird viel gegen eine Islamphobie oder auch Homophobie angeredet. Hier fordert Paulus die Hebräer auf, eine besondere Phobie zu entwickeln, eine Furcht, jemand also der Nächste, könnte möglicherweise sich für nicht würdig halten, in die Ruhe einzugehen. Phobien sind, wie wir sehen, durchaus nützlich, wenn sie nicht gegen den Anderen richten sondern unsere Sorge um ihn damit zum Ausdruck kommt. Um des Anderen willen leiden ist und war ein wesentliches Merkmal echter christlicher Brüderschaft. Nun bedeutet das Wort phobeo aber auch „minderwertig sein wegen “.  Paulus will warnen: Fürchten wir uns davor, dass wir beim anderen den Eindruck erwecken, wir hielten ihn unwürdig oder minderwertig, weil er etwas anders tickt als wir oder anders denkt und wir ihm deshalb nicht unseren gebührenden Respekt erweisen. Eine solche Phobie in uns entstehen zu lassen stünde uns gut an. Leider  ist sie uns bis heute bei den meisten Geschwistern nie begegnet.
Wir haben das Bangen um uns selten vernommen, aber Prügel ständig bekommen. Solche Hässlichkeiten verunsichern und führen zu Selbstzweifeln.  Ein bedrückter Bruder braucht von uns vor allem unsere Ermunterung und Stärkung. Er würde bereits dann gestärkt werden, wenn wir ihn höher achten als uns selbst. Des weiteren würden wir ihn ermutigen, wenn wir ihm des richtigen Glaubens versichern, weil er durch Christus gerecht gemacht wurde.  einem solchen Bruder und einer solchen Schwester dürfen und sollen wir freudig sagen: Auch du bist durch Jesus unserem Herrn würdig gemacht worden und wirst in die Ruhe eingehen.  Paulus liefert uns ja genau diese liebliche und herrliche Begründung: Uns ist eine gute Botschaft verkündigt worden, vertraue darauf.  Wir, die wir seinen süßen und wohlschmeckenden Worten geglaubt haben, gehen in seine Ruhe ein.


Herrliche Botschaft der Liebe,
Gott hat den Sohn gesandt,
herrliche Botschaft der Liebe,
Hölle und Tod gebannt!
Sterbend auf Golgathas Höhen,
opfernd sich selbst für und für  
ließ er aus Gnade erstehen,
hör, diese Botschaft gilt dir.

Herrliche Botschaft der Liebe,
Labsal im Todestal.
Herrliche Botschaft der Liebe,
öffnet den Himmelssaal!
Jubelnd und rauschend dort tönet
tausendmal schöner als hier:
„Gott ist mit Menschen versöhnet,“
hör, diese Botschaft gilt dir.
Original: Wonderful Story of Love, von J.M.Driver, deutsch: W. Zahnd

Lies seine Story, höre sie dir  in den Evangelien immer wieder an und lausche seinen lieblichen Worten, dann wird dich seine Liebe immer wieder überwältigen, wie auch uns.

Lassen wir doch unsere Alarmglocken läuten, wenn wir den Eindruck haben, jemand von uns könnte zurückgeblieben sein oder sich für unwürdig erachten, weil er vielleicht mit irgendeiner Sache nicht wirklich selbst zurechtkommt. Wir neigen eher dazu, dem anderen böse Motive zu unterstellen und das ist die perfideste Ausgrenzung überhaupt.  




Hebräerbrief: Kapitel 5

Eigentlich sollten wir den Namen des Schreibers des Briefes tatsächlich außen vor lassen und den Autoren selbst als Redenden betrachten. Und wer ist der Autor? Richtig, es ist unser Herr. Wir meinen, das ist der tiefere Grund, warum keine Angabe über den Schreiber gemacht wurden. Die Zuhörer sollen auf Jesus hingelenkt werden, auf die Worte des Herrn hören, ihn allein und nur ihn  allein Und weil der Hohepriester immer wieder genannt wird, der, der aus dem Himmel kam und jetzt im Himmel ist, grenzt sich der Redende vom dem selbsternannten Hohenpriester, dem Bischof von Rom, ab. Denn dieser erhebt den Anspruch, Mittler zwischen Gott und den Menschen zu sein. Der Hebräerbrief macht deutlich, es kann nur einen treuen Hohenpriester geben und das ist Jesus Christus.  

Über diesen haben wir viel zu sagen, so setzt der Autor in Kapitel 5,11an und stoppt abrupt seine Rede, um den Zuhörern mitzuteilen: Es tut mir leid, aber über diesen unseren Herrn kann ich jetzt nicht sprechen, weil ihr träge geworden seid. Der eine oder andere Zuhörer wird protestiert haben und sich denken: Ich und träge? Wieder andere Zuhörer werden sich gewundert und gefragt haben: Hallo du, wir hören doch ganz aufmerksam zu. Wir wissen gar nicht was du hast. Alle sind mucksmäuschenstill und lauschen gespannt deinen Worten.

Wir sind träge? Jesus will damit nicht ausdrücken, dass wir ihn nicht lieben, ganz im Gegenteil. Deshalb wird auch mehrere Mal betont: Ich bin von dem Gegenteil überzeugt, ihr liebt mich, aber ich empfinde bei euch da einen Mangel. Und den Mangel an Liebe, den beschreibt uns der Begriff „träge“. Das Wort kommt nicht sehr häufig vor, ach was sagen wir, es kommt ganz selten vor und zwar nur zwei Mal. Einmal in Hebräer 5,12 und das zweite Mal in Hebräer 6,11. Die Fachleute sprechen, wenn ein Wort in einem literarischem Werk nur zweimal vorkommt, von einem Dis Legomenon, das ist ein Wort, dass es in der Bibel nur zweimal gibt. Es deutet auf die Endzeit.
Wenn der Herr uns erinnert, nicht träge zu sein, was möchte er dann von uns? Lasst uns das Wort einmal in seiner ganzen Höhe und Tiefe, in seiner ganzen Länge und Breite betrachten.

Träge, griechisch nothros – νωθρος – G3576 bedeutet:

1. träge, schwerfällig, schleppend, lahm, lustlos uvm.;
2. faul, bequem;
3. (bildlich) dumm, blöd, töricht, unvernünftig uvm.;

Solche Eigenschaften sind uns nicht unbekannt nicht wahr? Der Herr möchte, dass dies uns nicht charakterisiert. Er weiß, wir lieben ihn, aber die Liebe könnte lustlos sein. Lustlose Liebe? Was ist das denn? Was fehlt der lustlosen Liebe? Es fehlt ihr das Feuer der Leidenschaft. Der Herr freut sich über unsere Liebe zu ihm und doch werden wir mit einem sanften Vorwurf konfrontiert, er hält uns vor, wir würden lustlos lieben.
Was will Jesus uns mit der lustlosen Liebe andeuten? Wir müssen tiefer an die Sache herangehen, müssen ihn bestürmen und befragen: Herr! wie meinst du das. Was verstehst du unter lustloser Liebe? Lassen wir doch einmal sein Herz sprechen. Sein Herz redet zu unseren Herzen und sagt: Sehe dir die verborgenen Dinge an, suche die Wurzeln deiner lustlosen Liebe. Wir sagen uns, ok, und gehen hin, um nach dem nothros in den Wörterbüchern zu graben. Haben wir es gefunden untersuchen wir es. Es werden die Hebräer sicherlich in ihren einschlägigen Lexika nachgeschlagen und sich die Wortwurzel genauer angesehen haben, so, wie wir es jetzt tun; auch wir lieben unseren Herrn, gleich wie jene.
Nathos – ναθος – G3541 bedeutet:

1. unzulässig, nichtehelich, rechtswidrig, illegitim;  Bastard: unecht, verfälscht;
2. jemand, der in ungesetzlicher Weise geboren wird, nicht in der Ehe, sondern außerhalb;
3. sondern von einer Geliebten, das ist eine Nebenfrau oder ein Kebsweib oder von einer Magd geborener Sohn.

Und die Hebräer, sie kennen seine Schriften, werden nicht schlecht gestaunt haben, als jedes einzelne Schlagwort sie traf. Mit Schrecken werden sie sich an die Geschichten ihrer Väter erinnert haben. Z.B. an die Nebenfrau Abrahams, der Hagar und ihrem Sohn Ismael. Oder an die vier Frauen des Patriarchen Jakob.

Wir sagen es mit Tränen: Diese Frauen repräsentieren Christen und erzählen uns, welche Beziehung sie zu ihrem Herrn haben und welche Art von Liebe sie mit dem Herrn verbindet.

Warum hatte Jakob vier Frauen?
Manchmal ist es gut, das Ergebnis einer Untersuchung gleich zu nennen und anschließend die Details zu erklären. Die Summe unserer Forschungen haben ergeben: Die vier Frauen repräsen-tieren vier Beziehungstypen von Christen.

Was wir nun mit unseren Worten zu erklären versuchen ist nur möglich, weil wir das verborgene Manna in der Bibel suchen. Wir haben uns aufgemacht und suchen und erspüren das unter der Hand Liegende. Solche Dinge sind in der Bibel verschleiert und versteckt. Sogar in Fremdartiges hat Gott sie eingepackt und eingewickelt. Im Klartext der Schriften ist das Geheimnis des Christus mit seiner Braut vernebelt und undeutlich in vielen Geschichten zu finden. Mit unserem ganzen Herzblut haben wir uns für euch ins Zeug gelegt.

Brennen für den Herrn heißt nicht: ich renne gleich fort und stürze mich in die Arbeit. Das Feuer der Leidenschaft gilt noch immer ihm oder nicht? Für den Herrn brennen heißt: Ich brenne zu ihm hin, meine Liebe ist zu ihm hin ausgerichtet. Es ist unser sehnlichster Wunsch, auf Tuchfühlung zu ihm zu bleiben. Ihn zu studieren, ihn, der sich in seinem Wort uns enthüllt, wenn wir ihn in seinen Verstecken anfangen zu entdecken. Täglich führen wir unsere persönlichen Untersuchungen fort mit dem Streben, gründlich zu sein. Auf diese Weise erfahren wir, wie er denkt und wie er fühlt. Verstehen sein Handeln und die Wege, die er mit uns geht. Während wir den Herrn so von allen Seiten betrachten, lernen wir nicht nur ihn kennen, sondern erfahren von ihm viel über uns selbst.

Ist es nicht so? Auf die gleiche Weise lernt eine Frau den Mann kennen und umgekehrt. Wenn er für sie und sie für ihn das Wichtigste und Liebste ist, werden sie viel miteinander reden und darauf achten, was der andere sagt und vor allem, wie er es meint. Wie könnten sich die Zwei ansonsten kennenlernen und verstehen und auch später noch vertraut miteinander bleiben?  

Die vier Frauen Jakobs
Alle fettgedruckten Wörter sind dem hebräischen Text entnommen und in ihrem Wortsinn wiedergegeben. Lea gehört zu jenen Typen von Christen die schlecht sehen und dadurch alles aufweichen, aber ansonsten liebevoll sind. Außerdem sagt sie von sich, dass sie schwach sei. Und nicht nur das, sie ist beständig müde.

Lea ist kränklich. Es zeigen sich folgende Symptome: Magenkrämpfe, übelriechende Flatulenzen und Durchfall. Immer wieder wird ihr nach dem Essen übel und sie muss sich übergeben. Was sie erbricht, es riecht nicht gut. Wegen ihres immer wiederkehrendem Unwohlseins, muss sie oft das Bett hüten. Lea erkennt nicht, dass es die aufgeweichte Nahrung ist, die sie krank macht und ihr  auch das Augenleiden beherrscht hat.  
Rahel ist das Mutterschaf; sie versorgt die Jungen, betreut und begleitet sie, bis sie selbst einmal in diese Rolle hineingewachsen sind. Erziehen ist nicht leicht. Von ihren Augen wird bezeugt, dass sie entwerfen und skizzieren. Die Lehrerin des Guten erläutert was sie aufgemalt.  Am Ende ihres Unterrichts fast sie alles zusammen. Sie geht der Herde durch ihr Beispiel voran und auf diese Weise leitet sie durch ihr Vorbild. Rahel hat keinen besonderen Stall, weil sie mit ihren Schafen  auf Reisen ist.

Silpa, die Magd Leas: sie duftet, doch wie schnell verliert sich bei ihr der Wohlgeruch. Morgens, mittags, abends: ein paar Tropfen hinter ihren Ohren tropfen. Und so tröpfelt ihr Leben dahin und  alles verrinnt, wird zu Luft. Bei ihrer feindosierten Anwendung des Wortes Gottes lässt sich die Liebe kaum steigern. Selbst all zu heftig aufgetragen, treibt es die Nächsten weiter fort. Der Herr will Silpa ganz natürlich haben, so wie  sie gemacht und mit ihren Gaben. Wer hätte das gedacht?

Bilha, die Magd Rahels: Schüchtern, ängstlich, scheu, kleinmütig und verzagt. Ständig klopf der Herr an ihrem Herzen, doch sie öffnet ihm die Türe nicht. Jedes klopfen an der Türe, lässt sie das Pochen ihres Herzens hören, doch sie traut sich nicht. Schon seit Jahren und in den letzte Wochen,  hört sie vermehrt sein sanftes Pochen. Leise sagt er ihr: Bilha, traue dir.
Weiß Bilha nicht, dass Jesus ihr die Treu geschworen, sie keine Angst zu haben braucht?

Warum Jakob 4 Frauen hatte: Die Interpretation
Jakob bietet Laban an: Sieben Jahre diene ich dir und du gibst mir Rahel dann zur Frau. Weil Laban ihm aber Lea in der Hochzeitsnacht unterschiebt, muss Jakob weitere sieben Jahre arbeiten, um Rahel zu ehelichen. Die gesamte Dienstzeit für Rahel beläuft sich auf 14 Jahre. Die Zeitperiode wird  repräsentiert durch die 14 Lehrbriefe, von Römerbrief bis zum Hebräerbrief; dargestellt auch durch die zwei Runden, wie in unserer Grafik abgebildet. In Bezug auf Lea hat Jakob sieben Jahre gedient, beschrieben in den sieben Lehrbriefen, denen von Jakobus, Petrus, Johannes und Judas.

Leas Liebe wird geprüft und am Ende belohnt
Lea symbolisiert die die Gläubigen, wie sie im Hebräerbrief vorgefunden werden. Völlig irritiert scheinen diese zu sein. Irritiert warum? Die Entrückung hat stattgefunden und der Herr hat sie nicht zu sich geholt. Nun droht Gefahr ist in Verzug, denn ihre Hoffnung auf den Herrn scheint zu zerbrechen. Sollten die Hebräer sie sich der Art getäuscht haben in dem was sie glauben. Wir müssen hier ein klares Nein setzen. Die Hebräer haben sich nicht getäuscht und Jesus ist nicht untreu. Aber ihre Beziehung zu ihm leidet an einem Mangel, dem Mangel der völligen Hingabe an ihm und der Liebe zum Nächsten. Deshalb droht ihnen auch die Gefahr durch selbsternannten Hohenpriester. Weil die Ersten entrückt wurden empfinden die Zurückgebliebenen eine Trauer und große Leere in sich und diese Leere will der falsche Hohepriester nun ausfüllen. Gott hat der Lea eine dritte Runde auf dem Postweg Kleinasiens verschrieben, damit sie ihre Beziehung zum Herrn überdenkt und ihre Liebe zu Jesus neu entfachen. Die Zeit der Prüfungen, ob sie ihn, ihren Geliebten, auch wirklich liebt, darf sie jetzt unter Beweis stellen. Am Ende der Prüfungszeit wird auch Lea vom Herrn in den Himmel entrückt. (Buch Esther und Offenbarung, 2. Könige)

Wie eng ist unsere Beziehung zum Herrn? Haben wir täglich vertrauten Umgang mit ihm? Wie sieht dieser Umgang konkret aus? Frühstücken wir morgens hastig, indem wir schnell noch einen Kalenderzettel lesen, Duft hier, Duft dort; oder reden wir mit ihm in Ruhe und fragen nach. Nachfragen ist wichtig. Das geschieht, indem wir uns vom Herrn Ähnliches zeigen und erklären  lassen, die Speise genauestens untersuchen und nicht mit Kommentaren aufweichen lassen oder gar verändern, sondern uns die Wortwurzel ausgraben und sie betrachten.

Jakob liebt Rahel
Und weil auch sie ihn liebt und beständig um ihn ist, kann sie seine Gegenwart fröhlich genießen. Aber auch sie hatte lange, wie ihre Schwester, ähnliche Probleme. Warum hat der Herr ihren Leib verschlossen? Rahel fehlte etwas ganz Kleines: Bin ich dir nicht besser … Wir dürfen die Frage Elkanas an Hannah nicht als Vorwurf verstehen. Elkana erinnert sie nur daran, will ihre lautere, d.h., reine und gerechte, Gesinnung aufwecken. Rahels Geschichte findet in Hannahs Geschichte seine Fortsetzung. Und Hannah deutet direkt auf den Hebräerbrief und beleuchtet das Problem Leas, das Rahel bereits gelöst hat: Ist uns der Herr nicht besser als …? Ist er denn nicht das Zentrum unseres ganzen Seins? Doch, natürlich! Der Herr bestätigt es den Hebräer und damit auch Lea: „Ich bin von deinem Besseren überzeugt.Nur sehen kann ich es noch nicht.“ Wenn der die Liebe Leas sieht und fühlt, dann wird er uns auch zu sich holen, der, der uns über alle Maßen liebt, weil auch wir in dann über alles lieben.

Rahel ist Hannah, Hannah aber ist ohne Lea
Die Geschichte um Hannah hat zwei Ebenen, eine irdische und eine himmlische. Die Frage an Hannah, „bin ich dir nicht besser?“, wird mit einem Zusatz verknüpft: „besser als zehn Söhne?“ Die zehn Söhne sind die zehn Jungfrauen aus Matthäus 25. Hannah, das ist Rahel, ist entrückt. Sie stellt fest, es fehlen die Zehn und deshalb weint sie. Und weil sie auch nicht essen mag, deutet ihre Abstinenz auf Laodicäa. Hannah weinte bereits auf Erden, weil sie mit ihrem Herrn gemeinsam vor verschlossenen Türen stand, vor dem Haus Leas. Jesus war nicht in ihrer Mitte und auch Hannah wurde vor die Tür gesetzt. Ist verständlich oder? Wer kennt sie nicht, die Eifersüchteleien unter Frauen. Es ist unmöglich, dass so unterschiedliche Frauen, wie Lea und Rahel, unter einem Dach leben können. Zank  und Streit wären in so einem Haus tägliches Brot. Wer wollte das schon? Niemand.
Wie kann eine Lea zu einer Rahel werden? Der obige Abschnitt „Jakob liebt Rahel“ erklärt es.


Lea und die Zehn
Die Zehn bilden die 10 Stämme des Nordreiches Israel. Die sind die Zurückgebliebenen, die  in die dritte und letzte Runde gehen müssen. Wenn Elkana fragt: Warum isst du nicht? Und warum ist dein Herz betrübt, so kennt Elkana sehr wohl den Anlass ihrer tiefen Traurigkeit, denn er selbst nennt ja den Grund: Bin ich dir nicht besser als 10 Söhne?
Wir wissen das Hannah ihren Mann über alles liebt. Aber sie trauert herzerweichend über die 10 Söhne. Die Fortsetzung der Leidensgeschichte Hannahs findet sich im Buch Esther. Auch Esther leidet, weil ihr Volk vor der Ausrottung steht.
Das Buch Esther gehört für uns zu den geheimnisvollsten Büchern der Bibel. Seine Inhalte wurden textlich der Art verschachtelt, man muss gedanklich ständig in die entgegengesetzte Richtung  denken, dass seine Deutung viele Papierseiten füllen würde. Wir geben die Art der Erzählung nach diesem Abschnitt unter Anmerkung an. Nun zu unseren Ergebnissen:

  1. Gericht über die Bösen
  1. dem Antichristen – Haman (bedeutet: herrlich)
  2. 10 Stämme, die 10 Söhne Hamans, negativer Aspekt

  1. Ermordung der  Gerechten
  1. wiederum kreuzigen sie den Messias für sich selbst- Haman (bedeutet: herrlich)
  2. 10 Stämme, die 10 Söhne Hamans, positiver Aspekt.  

Das sind die 10 Jungfrauen aus Matthäus 25. 2x5 = 10.

Anmerkung:
Im Buch Esther vereinigen sich viele rhetorische Figuren, die dann auch noch verschleiert sind. Die Erzählrichtung gleicht einem Zick-Zack-Kurs, mal links, mal rechts. Auf dem Weg des Lesens benötigen wir gedanklich immer einen Spiegel, um das himmlische von dem irdischen zu trennen und gleichzeitig müssen wir im  irdische Teil das Gute und das Böse erkennen, ebenfalls mittels Spiegelung.

Ein Hoherpriester, besser als Eli
Es kommt der Tag. Das Geschenk, dass Gott Hannah macht, ist Samuel, der Hohepriester über Israel. Hannahs Erstgeborener ist das große Vorbild auf den Hohenpriester und Messias par excellence. Was Hannah später tut, ist der höchste Ausdruck ihrer Liebe: Sie schenkt ihr Geschenk ihrem Gott zurück. Und genau das Gleiche finden wir im Hebräerbrief, zwar verborgen, aber auffindbar. Diese Liebe fehlt den Hebräern und aus diesem einen Grund wurde der Brief wahrscheinlich geschrieben. Sie hatten, wie auch Ephesus, die erste Liebe verlassen. Die Liebe ist neugierig auf den anderen und will sich dem anderen immer wie neu schenken. Finden wir etwas davon bei den Hebräern? Paulus spricht zwar davon, aber sehr verschleiert.  
Ganz offensichtlich wird es in Philemon erzähtl, denn der, der für Paulus ganz persönlich nützlich geworden war, schenkt er dem Philemon zurück. Erst wenn wir die Nützlichkeit des Nützlichen auf Herz und Nieren untersuchen, erkennen wir unseren Herrn. Der Brief an Philemon darf als Herz der gesamten Bibel begriffen werden. Zudem ist er ein Lückenbrief. Immer wieder werden wir aufgefordert die Leerstellen selbst zu füllen. Mit was füllen wir die Lücken auf? Unsere Empfeh-lung kann nicht anders lauten als: Oh ne Jesus, Onesimus, geht es nicht.  Was haben wir Gott zu bringen? Unser Kostbarstes: einen Hohenpriester, wie er liebevoller und zärtlicher und treuer gar nicht sein kann: Jesus.

Letzte zärtliche Mahnung an Lea
Die Trägheit der Hebräer lässt den Schreiber fast verstummen, weil sie die Geschichten von diesem, von dem Paulus reichlich erzählen wollte, gar nicht fassen können. (Siehe auch den Brief an Philemon, der dem Hebräerbrief voraus geht). Tausend Worte würden bei Lea und den Hebräern nichts erreichen, nicht genügen, um die Herrlichkeit des Sohnes Gottes zu erzählen. Das ist es, was Jesus den Hebräern leise und sanft vorwirft: Sie kennen Onesimus nicht.

Veränderter Fokus auf die zukünftigen Dinge
Weil der Hebräerbrief der letzte von 14 Briefen des Apostel Paulus ist, steht die Entrückung auch aus diesem Grund unmittelbar bevor. Nicht wenige werden entrückt. Aber sie werden entrückt nach ihrer Liebe zum Herrn. Das Geheimnis wird uns auch im Buch Esther erzählt. Viele Jungfrauen wurden in die Burg Susan gebracht, aber nur eine wurde die Gemahlin des Königs Ahasveros. Sein Name bedeutet: still und rein. Und weil ein zweites Mal Jungfrauen in die Burg kamen, deutet es auf die Entrückung, die wir in der Offenbarung, im zwölften Kapitel, finden. Dort wird die Entrückung des Zweitgeborenen beschrieben. (eigentlich ein Erstgeborener zweiter Klasse. Siehe unter Punkt 2).
Immer wird eine Epoche mit einem plötzlichem Ereignis beendet, der Entrückung.

  1. Die erste Entrückung, 2.Thessalonicher 2, nachdem der Antichrist enthüllt ist. Die Söhne Josephs werden nach 2000 Jahren entrückt, das sind Ephraim und Manasse-West. Der Letztere wird mit Dan identifiziert, denn auch er wird richten. Deshalb zogen die Daniter in den Norden mit der Hauptstadt Dan. Nun verstehen wir, warum Ephraim und Dan nicht unter den Versiegelten aus Offenbarung 7 zu finden sind. Von Dan sagt Jakob: Dan wird eine Schlange sein am Wege, eine Hornotter am Pfade, die da beißt in die Fersen des Rosses, und rücklings fällt sein Reiter. Genesis 49,17
  2. Das Pferd steht für das Temperament und der Natur eines Menschen. Der Reiter, der hier auf dem Pferd sitzt, kann seine Natur und sein Temperament nicht zügeln, weder seine Natur noch seine Zunge im Zaum halten und deshalb redet seine Zunge und zündet den Wald an. Wovon wird er angezündet? Jakobus sagt: „von der Hölle angezündet“, die daraufhin auch sein Herz, das ist seine Natur, anzündet und mit diesem Feuer des Mund den Wald in Brand setzt, in dem er lästerlich redet.
  3. Die zweite Entrückung, Offenbarung 12, deutet auf die Gläubigen aus den 10 (12?) Stämmen Israels, die den Zweitgeborenen() darstellen, um ihn aus der Gefahrenzone herauszureißen. Ein Großteil der Juden glaubt immer noch nicht, nicht mit dem Herzen. Erst wenn der Zweitgeborene fort ist, dann … (!)Eigentlich ist der Zweitgeborene ein Erstgeborener, aber ein Erstgeborener zweiter Klasse. Es sind Christen, denen die Voraussetzung zur ersten Entrückung fehlte. Das wird mit den goldenen und silbernen Geräten angedeutet, die Kores aus Babylon herausbringen ließ, um sie zurück nach Jerusalem bringen zu lassen. Esra 1,1-11
  4. Die dritte Entrückung: Offenbarung 11. Es werden die zwei Zeugen nach der Aufer-stehung in den Himmel gehoben, das sind die Treuen aus Juda und Benjamin. (s. nachfolgende Tabelle). Der jüngste Sohn Jakobs, der von Rahel, Benjamin genannt, steht für den Überrest, wie übrigens auch Esau. Mit dem Namen Benjamin wird der Überrest identifiziert und mit dem Namen Esau sein Charakter beschrieben. Benjamin hat den Erstgeborenen, seinen Bruder Jesus, verachtet und mit ihm auch das Erstgeburtsrecht.  

(Im Buch Esther gibt es kein drittes Mal, keine dritte Entrückung. Warum? ...)


Die folgende Tabelle erscheint uns gut geeignet, um im Selbststudium die Details zu erforschen.

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*Die Tabelle ist nicht in Stein gemeißelt. Es ist noch manches zu prüfen

Das Geheimnis des Erstgeborenen wird uns versteckt und verschleiert im Neuen Testament erzählt
Der Erstgeborene, auch im Neuen Testament zu finden, wird dort weiblich personifiziert.
Wenn wir gleich den Erstgeborenen in weiblicher Gestalt beschreiben, deutet er (sie) bereits auf die Braut des Lammes. Es ist eine Frau, die schon in frühen Tagen den wahren Gott suchte und anbetete. Es handelt sich um die Frau aus Lydien. Ihre Herkunft bezeichnet eine Landschaft auf dem heutigen Staatsgebiet der Türkei. Der Grenzverlauf, vom Schwarzen Meer bis zum Mittelmeer, läuft ungefähr  von 1 Uhr nach 7  Uhr östlich von Ankara und teilt das türkische Festland in etwa in zwei Hälften, auf der linken Seite der Grenzlinie befand sich das antike Königreich Lydien. Der südlichste Grenzpunkt lag im Delta des Maänder, einem Fluss, der eine Landschaft gleichen Namens durchfließt und ins Mittelmeer mündet.  Aus diesem Land kommt sie her.

Die Frau wurde in Thyatira geboren, doch wohnen tut sie in Philippi, denn dort hat sie ihr Haus gebaut. Der Text in Apostelgeschichte 16 sagt über Lydia, dass der Herr ihr Herz auftat. Das Wort  – auftun - kommt im NT nur achtmal vor. Es bedeutet für jene Frau, dass der Jesus ihr Herz vollständig öffnete. Das griechische Wort bedeutet zudem, dass sie zu den Erstgeborenen gerechnet wird. Hier haben wir den ersten Hinweis, das es Erstgeborene gibt und wer diese Erstgeborenen sind und wo sie wohnen, nämlich in Philippi. Das griechische Wort für – auftun - sagt uns noch etwas über Lydia: sie erläutert, legt aus und erklärt  –  das ist dasselbe, was über Rahel und ihren Augen gesagt wird.

Erklären, auslegen und erläutern und das wahrhaftig, kann nur ein Erstgeborener, wenn er in tiefer und enger Beziehung zum Vater steht oder anders ausgedrückt, wenn er zum Bräutigam eine innige und herzliche Beziehung pflegt. Damit symbolisiert Lydia die Gemeinde der Erstgeborenen, die aus Thyatira weggezogen ist und sich eine neue Heimat gesucht hat und zwar in Philippi. Was ist ein Erstgeborener? Das ist jemand, der in der Zeit der Gemeinde, von Pfingsten bis zur ersten Entrückung, aus Gott geboren ist. Wichtigstes Kennzeichen eines Erstgeborenen ist, dass er den Herrn liebt. Und wie liebt man den Herrn? In dem man seine Gebote hält. Was sind seine Gebote? Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand. Und welche Gebote noch? Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Und welche Gebote noch? Und Jesus sprach: An diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten. Wer liebt, der richtet alles an dem Gegenstand seiner Liebe aus. Sei es Gott oder sei es am Nächsten. (Den Nächsten haben wir im Skript, die Torah des Messias, genauer erklärt.)

Oh weh, die Lehrer
Nicht alle sind Lehrer, aber alle sollen lehrfähig sein. Das waren die Philipper, Lehrer des Guten. Sie konnten in aller Liebe und Geduld erst die Milch geben, dann, wenn die Schafe größer wurden, sie auch an feste Nahrung heranführen, an seine Lehre. Achtung! jetzt wird es kniffelig. Wer seinen Kindern nicht die reine Kost des Wortes Gottes liefert, der ist wie eine Mutter, die ihre Konserven auf dem Markt kauft. Das sind eingeweckte und haltbare gemachte Nahrungsmittel, die mit gewissen Dingen vermischt wurden. Dazu gehören auch Zeitschriften und Kommentare, die so manches, weil das Licht Gottes noch nicht vollständig auf sein Wort fiel, wissentlich oder unwissentlich falsch ausgelegt haben. Schon der Apostel Jakobus musste vor allen bekennen: „Wir alle straucheln oft“. Das Wort straucheln bezeichnet die falschen Schlussfolgerungen und die damit abgeleiteten Lehren – das aufgeweichte Brot. Das, was Lea aß, lag ihr oft so schwer im Magen. Auch ihr Augenleiden rührte daher  – geistlicher Diabetes mellitus. Wenn Jakobus bereit war, dies öffentlich zu bekennen, bis heute noch nachzulesen, dann dürfen auch wir mutig sein und unsere Irrtümer vor aller Welt eingestehen. Lieber spät als nie.

Auch aus diesem Grund werden wir gewarnt: „Seit nicht zu viele Lehrer, denn sie werden ein schwereres Urteil empfangen“. Wir empfehlen:  zuerst das Wort Gottes studieren, ohne Heftchen und Kommentare. Haben wir etwas verstanden, aber erst dann, können wir uns die Überlieferungen der Menschen ansehen. Wir werden dann staunen, was da noch so alles im Dunkeln lag. Studiert die Bibel und studiert sie mit den Originalsprachen, dem hebräischen und griechischen Grundtext. Die Hilfsmittel sind teilweise kostenlos als Software aus dem Internet zu beziehen -noch-. Wer keinen Computer hat, aus welchen Gründen auch immer, dem stehen eine Fülle an Lexika  und Wörterbüchern zu Verfügung. Denn „wer viele Ratgeber hat, bei dem ist Heil“, sagt der Herr in Sprüche 11,14. Es schadet daher nichts, wenn man viele Lexika als Ratgeber gebraucht. Und wir versprechen jeder Schwester und jedem Bruder: man findet tatsächlich sein Heil, man findet seinen Herrn. Und wenn man seine Verstecke ausfindig gemacht hat, freut man sich mit ihm. Solch eine Freude ist mit Worten kaum zu beschreiben, daher: erlebe sie selbst.

Und jetzt noch einen Nachdenkzettel: Warum wird nicht die Schrift und nur die Schrift und allein die Schrift befragt? Stellt euch vor, jemand geht zu einem Nachbarn oder Fremden und befragt ihn über seinen Ehepartner. Was mag der Befragte wohl über uns denken? Wird der Nachbar und noch mehr der Fremde, sich nicht befremdlich zeigen und sich über uns die Augen kräftig reiben?

Könnt ihr euch vorstellen, wie sich der Herr fühlen muss, wenn wir nicht bei ihm nachfragen? Wird es unserem Bräutigam nicht bis ins Herz schmerzen?  Wird in ihm nicht seine Seele weinen, weil seine Braut beim Nachbarn oder Fremden nachgefragt?

Neues:
Die erste Missionsreise des Paulus repräsentiert die erste Runde (siehe 1. Landkarte). Fahren wir mit dem Finger auf der Karte seine Stationen nach, erkennen wir ein klares Muster. Es sieht auf den ersten Blick wie eine Schiff aus. Ob mit einem Segel oder mit einer Flagge? Wir meinen, dass sowohl eine Flagge als auch ein Segel angedeutet wird. Auf dem zweiten Blick erinnert es uns an die Hörner eines Stieres, dem Banner Ephraims (Ps.20). Die zweite Missionsreise führt den Apostel bis an den höchsten Punkt der Landkarte, kurz vor den Bergen Ephraims, ähm, ich meinte Mazedoniens, dort liegt Philippi. Fahren wir mit dem Finger auf der Landkarte die Stationen ab, dann ergibt sich ein herrliches Schattenbild. Die Linien der dritten Missionsreise erinnern nochmals an den Eid, den Gott Abraham schwor: Deinen Samen will ich sehr mehren, wie die Sterne des Himmels und wie der Sand, der am Ufer des Meeres ist.  

In Berlin haben wir eine Dauerausstellung, die unter dem Motto, Topographie des Terrors, die nationalsozialistische Tyrannei nachzuzeichnen versucht. Wer auf die Ausstellung kommt erhält einen Eindruck von dem, was auf die Welt, ohne Zufluchtsort, bald zu eilt. Doch wie viel schöner ist es, wenn wir der Topographie der Liebe folgen, die Reisen des Apostels nachzeichnen und den Reichtum seiner unendlichen großen Liebe und Weisheit und Geduld erspüren und dann sehen und erkennen:  Das tat er für uns, für seine Braut.  

Die Missionsreisen des Paulus auf drei Landkarten nachgezeichnet.

Die erste Reise




Die zweite Reise




Die dritte Reise



Wenn diese nicht bleiben … könnt ihr nicht gerettet werden. Es ist der Satz des Paulus an den Hauptmann, den Kriegsknechten und den übrigen Passagieren. Damit mahnt der Heilige Geist an, dass kein Fremder das Gefühl von uns haben sollte, er müsse vor uns fliehen, weil frech, vorlaut sind und wir unsere Herzen hart gemacht haben. Das wir vielleicht sogar den Fremden von unserem Mahl fernhalten. (siehe Skript: Die Torah des Messias). Lassen wir den Herrn wieder herein und die, die mit ihm vor der Tür stehen.


Fortsetzung und Ergänzungen folgen!



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