Die Torah des Messias - alle Kapitel auf einem Blick - Simson-Project

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Die Torah des Messias - alle Kapitel auf einem Blick

Torah des Messias
Torah des Messias - Übersicht
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Alles auf einem Blick




Vorwort
Die Bibel ist Gottes Wort, doch nicht immer verstehen wir den historischen Text. Wenn wir die allegorische Redeweise akzeptieren, dann erschließen sich viele Details, Geheimnisse werden enthüllt. Während des Studiums zu unserem Thema haben wir große Freude erlebt, aber auch tiefe Bestürzung erfahren. Einzig die Freude wollten wir mit jedem teilen, wären da nicht Dinge ans Licht gekommen, die uns alle betreffen. Ob wir dabei immer den richtigen Ton getroffen haben? Wenn nicht, lasst es uns wissen, damit wir das unverzüglich korrigieren.


Die einzelnen Kapiteln bauen aufeinander auf, deshalb empfehlen wir, das Buch wenigstens einmal von oben nach unten durchzulesen, besonders die einführende Erklärung zur Allegorie, die zum Standardwissen eines jeden Christen gehören sollte. Leider werden die grundlegenden Dinge der Literatur heute wenig bis gar nicht mehr in den Schulen unterrichtet und so herrschen große Unkenntnisse über die Vielzahl der rhetorischen Mittel, derer sich auch unsere guten Schriftsteller bedienen. Wenn du das vorliegende Werk einmal, in einem Rutsch, durchgelesen hast, um dir einen Überblick zu verschaffen, kannst du dann anschließend die einzelnen Themen gesondert bearbeiten. Man wird dabei entdecken, dass die Torah des Messias systematisch aufgebaut ist und sich in der Lehre des Neuen Testaments wiederfindet. Das Alte Testament hat die Dinge verborgen, die im Neuen Testament geoffenbart werden. Das Geoffenbarte des Neuen enthüllt die verborgenen Teile des Alten. Ständig müssen wir zwischen den beiden Bibelteilen hin- und herspringen und die Dinge zur Deckung bringen, gleichsam wie bei einem Bild, das nur mit zwei Augen seine räumliche Dimension freigibt.



Die Allegorie
Die Allegorie in der Bibel ist eine Erzählung, die eine Geschichte hinter der Geschichte erzählt. Die bildliche Ebene wird in der Regel durch die Verwendung von Wortbildern deutlich. Aber auch dort, wo der Text dem Leser keine Metaphern anbietet, für den Leser offenbar rein geschichtliche Dinge berichtet werden, wird ebenfalls bildlich erzählt. Das ist es, was der Apostel Paulus uns in großen Lettern beschreibt und erklärt, wenn er den Galatern die beiden Bündnisse erläutert. Auch die großen Buchstaben, die Paulus verwendet, können neben der wörtlichen auch eine bildliche Bedeutung haben. So könnten die großen Buchstaben andeuten, dass nicht nur Paulus wegen seines Alters schlecht sehen konnte, sondern uns heute ermahnt, weil wir in der Christenheit zunehmend blind werden. Anderseits müssen wir die großen Buchstaben auch wörtlich nehmen, denn damals hat man tatsächlich das Neue Testament ausschließlich in Großbuchstaben verfasst; im Anschauen der Großbuchstaben lassen sich so mache Geheimnisse entdecken, denn auch die Buchstaben sind Bilder, wenn auch abstrahierte Abbildungen.




Die hebräische Schrift leitet sich direkt von Bildern ab. Heute sieht man ihnen ihre Bildherkunft nicht mehr an. Doch die alten Alphabete sind uns überliefert und so können wir an den Buchstaben gleichfalls die allegorische Redeweise erkennen. Der erste Buchstabe, das Aleph, es schreibt sich so א, bildete in der Frühzeit den Kopf eines Stieres ab. Der letzte Buchstabe, das Taw, es schreibt sich so ת, bildet ein aus zwei überkreuzte Hölzer ein Kreuz ab.

Nun folgen einige Argumente für die bildliche Ebene aller biblischen Texte.


1. Dieter Burgdorf, Professor für Literatur und Literaturtheorie an der Universität Leipzig, schreibt  in seiner „Einführung in die Gedichtanalyse“: Von einer Allegorie könne man sprechen, wenn ein Text oder Textabschnitt mindestens zwei voneinander unterscheidbare Bedeutungsschichten enthalte, eine wörtliche und eine andere, eben allegorische Bedeutung.


2. Paulus schreibt an die Galater über die zwei Bündnisse, dem irdischen Jerusalem und dem himmlischen Jerusalem und sagt, das dies einen bildlichen, das heißt allegorischen, Sinn hat. Wenn nun beide Bündnisse allegorisch zu verstehen sind, dann müssen alle Texte, die sich auf die beiden Bündnisse beziehen, ebenfalls eine bildliche Bedeutung haben.


3. Die bildliche Ebene habe ich in aller Stille vor drei Jahren in der Geschichte Simsons entdeckt ohne das ich vorher je etwas von Allegorien in der Bibel gewusst hatte. Erst auf der Suche nach der passenden rhetorischen Figur ordnete ich die Erzählung aus Richter 14 den Allegorien zu.


4. Vor wenigen Monaten fand ich eine Beschreibung zu der jüdischen Interpretationspraxis. Sie wird mit dem Akronym PaRDeS abgekürzt. Es handelt sich um vier Ansätze der Auslegung bzw. Interpretation des Alten Testaments. Der zweite Ansatz, im Wort PaRDeS mit dem großen R dargestellt, bezieht sich auf die zweite, die allegorische Interpretationsebene.


5. Priska und Aquila, das jüdische Ehepaar aus dem Neuen Testament, repräsentieren durch ihre Namen zwei  Ebenen. Die wörtliche Ebene wird durch Priska  und die bildliche durch Aquila dargestellt, denn Priska bedeutet alt, historisch und Aquila bedeutet Adler.  Gemeinsam legen sie dem Jünger Apollos und allen Versammlungen die Schriften genauer aus, sie erklären u.v.a. den Sohn des Menschen, der zugleich der ist, der aus dem Himmel gekommen ist.


6. Paulus schreibt: Denn wir sehen jetzt durch einen Spiegel (das ist die bildliche Ebene), undeutlich (die Spiegel waren damals poliertes Kupfer), dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich (mich) stückweise, dann aber werde ich (mich) erkennen, gleichwie auch ich erkannt worden bin. 1.Kor.13,12


In welchen Spiegel hat Paulus hineingesehen? Ich meine, es ist die Bibel. Sie ist unser Spiegel. Nicht nur ein Sünder sieht sich darin, sondern auch wir erfahren viele schöne Dinge über uns.


7. Elihu (mein Gott ist er) beschreibt seinen Gott und sagt zu Hiob u.a.: kannst du, gleich ihm, das Himmelsgewölbe ausbreiten, fest wie ein gegossener Spiegel? Die unendlichen Weiten des Firmaments bilden einen Spiegel? Wenn ja, was spiegeln sie?  Sie spiegeln das Irdische.  Wir sehen, wie Paulus trefflich sagt, undeutlich. Ein weiterer Grund liegt darin, dass im Spiegelbild die Seiten vertauscht sind. Während das Irdische linksläufig ist, bewegt sich das Himmlische rechtsläufig. Das  Rechts-Links-Schema lässt sich sowohl 1. sprachlich aus der Bibel entnehmen als auch 2. durch die Matrize – dem Typos, erklären


Beispiel zu 1: Sprachlich wird das Rechts-Links-Schema nun an den  Namen Timnath-Serach und Timnath-Heres erklärt. Zum einen heißt der Ort Heres und zum anderen Serach.

Serach schreibt sich so:

1.  סרח . Das ist die Schreibweise in Josua 24.  




Heres schreibt sich so:

2.  חרס . Das ist die Schreibweise in Richter  2.




Beide Namen lassen sich nicht nur von rechts nach links lesen, sondern auch von links nach rechts. (Komprimierte Details auf: https://www.youtube.com/watch?v=LBuQKWj4UOQ


Beispiel zu 2. Das Rechts-Links-Schema zwischen Matrize und seinem Druckbild.  Texte müssen in der Druckvorlage rechtsläufig angefertigt werden, damit sie nach dem Druck auf dem Druckmedium linksläufig gelesen werden können, hier auf die hebräische Sprache bezogen.  Mit einem Abdruck kann nicht alles erzählt werden, deshalb braucht es viele Matrizen auf denen die Rätsel portionsweise angefertigt werden, die dann anschließend  auf Pergamentrollen fortlaufend kopiert werden. Das Druckerzeugnis ist daher immer Abdruck und Abbild vom Originalbild. Studieren wir das Druckergebnis, können wir vom Abbild auf das Originalbild schließen, auf die allegorische Ebene.  



Metaphern
Die Bildworte, das sind die Metaphern, gehören zu den wichtigsten Stilmitteln der biblischen Erzählungen. Was die Bildworte uns alles mitteilen, muss erforscht werden.

In unseren Tagen wird viel darin geforscht, mehr als wir meinen. Die Wissenschaft hat uns eine Flut von Er-kenntnissen über die Natur geliefert, mehr als in jeder anderen Epoche zuvor. Nehmen wir ihre Forschungsergebnisse, die Dinge die sie beobachtet und untersucht haben, zu Hilfe, wenn wir die Texte der Bibel richtigen auslegen wollen, z.B. das Land Hawila. Es wird zum ersten Mal in Genesis 2 erwähnt, ein wundersames Land und sein Gold ist wirklich gut. Hawila schreibt sich auf hebräisch: חוילה (Cha-wi-lah'). Es bedeutet:


1. kreisförmig,



2. rund,



3. rundumlaufend,



4. kreisrund,



5. zyklisch.





Als Nomen:
1. Rundschreiben,

2. Rundbrief,

3. Wurfsendung.


Die Wortwurzel חול (chul H2342) bedeutet:

1. sich drehen, sich winden; wirbeln, rotieren; und das in einer kreisförmigen und/oder spiralförmigen Weise; insbesondere auch tanzen, sich krümmen, winden, beben im Schmerz, Leid, Kummer und Mühe (besonders beim Gebären) aber auch vor Furcht.

2. bildlich: warten, abwarten, ausharren; verdrehen, irreführen, pervertieren - moralisch verderben.

Was wird mit dem Land Hawila beschrieben? Es handelt sich um ein abstraktes Modell. Wenn wir es auf seine wesentlichen Merkmale reduzieren und dann darstellen, erhalten wir einen Trichter bzw. ein Trapez. Die abstrakte Form liefert uns die Muster für:


...

...

Wie wir sehen, sprüht das Land Hawila nur so von trichterartigen Dingen. Gott hat in seiner Weisheit sowohl seine Erzählweise als auch die die Gegenstände seiner Erzählung in das Wort Hawila hineingelegt.


Betrachten wir zuerst die abstrakteste Ebene, die uns Menschen bekannt ist. Es ist die Welt der Zahlen. Wir deuten nichts eigenes hinein, sondern nehmen unser Material einzig aus der Bibel. Das Wort kommt in der hebräischen Bibel 7x vor. Die Zahl 7 steht für Vollkommenheit, Vervollständigung, Ganzheit und Vollzähligkeit. Ganz besonders findet diese Zahl in der Offenbarung seinen augenfälligsten Niederschlag.


....


....


Die Himmel erzählen uns das Werk seiner Hände. Sind die Erlösten nicht auch das Werk seiner Hände? Wenn dem so ist, dann wird uns am Firmament einiges erzählt. Der Himmel spiegelt, denn es heißt über das Himmelsgewölbe: fest, wie ein gegossener Spiegel. Hiob 37,18 Und was spiegelt er genau? Irdische Dinge, die auf himmlische verweisen.







Einleitung
Zurück zum Gesetz, zurück zur Torah? Die Frage trieb mich um,  nachdem ich ein Buch gelesen hatte, indem eine solche Forderung erhoben wurde. Ich fing an zu forschen.

Eigentlich wollte ich die Schriftstellen nur kurz beschreiben, in denen das Wort Torah vorkommt und damit aufzeigen, dass es im Alten Testament vor dem Gesetz des Sinai noch andere Gesetze gab. Doch während der Ausarbeitung wurde mir klar: Ich muss auch die Themen behandeln, die durch die Gesetze geregelt werden.

Für mich war es eine Überraschung festzustellen, dass Gott vor dem Sinai seinem Volk Gesetze überliefert hatte von denen ich keine Ahnung hatte. So ist der Herr, er versteckt die schönsten Dinge, damit wir Freude daran haben sie auszugraben, denn für Gott ist es eine Ehre, die Dinge zu verbergen (zu verstecken) und der Könige Ehre ist es, die Sache zu erforschen. Sprüche 25,2

Und weil auch ich ein König bin, siehe Off. 1,6, konnte ich gar nicht anders. Und so machte ich mich ans Werk, um die Angelegenheit nach bestem Wissen und Können zu untersuchen.


Voller Verwunderung habe ich oft dagesessen, mich des  Themas vorsichtig, Schritt für Schritt, angenähert und bin dabei immer wieder überrascht worden. So wird es vielleicht auch dir lieber Bruder, liebe Schwester ergehen. Wenn du schöne Bescherungen liebst, dann ist diese Lektüre für dich genau das Richtige. Die Frage, ob wir zurück zur Tora müssen, wird im Laufe des Buches beantwortet.


Die Torah des Messias
“Das Gesetz oder Torah des Messias” ist ein sprachlicher Ausdruck, den ich in diversen Vorträgen von verschiedenen Rednern hörte. Im Judentum wird er dazu verwendet, um  auszudrücken: Wenn der Messias kommt, wird er das Gesetz verändern. Was verändert werden soll und in welchem Umfang, wurde von den Rednern nicht wirklich erklärt.

Wenn wir den Reden Jesu aufmerksam zuhören und uns seine Dialoge mit den Schriftgelehrten genauer ansehen, erkennen wir, dass der Herr einerseits Bezug nimmt auf das Gesetz Mose und andererseits auf die Überlieferungen der Ältesten.

Spricht Jesus über das mosaische Gesetz, präzisiert er es in dem er sagt: Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt wird ..., das ist das Gesetz Mose. Ich aber sage euch: ..., das ist das Gesetz des Messias. Unser Herr ist der Gesetzgeber. Er ist derjenige, der das “neue” Gesetz bringt und seine Satzungen vorlebt. Das Gesetz ist nicht wirklich neu, wie wir noch sehen werden.

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Das vollständige Kapitel findest du im Menü: Torah des Messias





1. Meine Torah -Gottes Gesetz(e)



Genesis 26, 5:

Darum,
dass Abraham meiner Stimme gehorcht
und beobachtet hat meine Vorschriften,
meine Gebote, meine Satzungen und meine Gesetze.


Das Wort Gesetz תורה (To-rah´ H8451) findet sich hier das erste Mal in der Heiligen Schrift, dass es sich hier nicht um das Gesetz des Sinai handelt liegt auf der Hand, denn jenes wurde ca. 430 Jahre später durch Mose gebracht. Der oben zitierte Vers ist Teil der Rede Gottes an Isaak. Gott erzählt  dem Sohn Abrahams von seinem Gesetz, von seiner Tora.

Wie reagiert Isaak auf das Gesetz Gottes? Aus seinem Handeln können wir schlussfolgern: Isaak hat das Gesetz Gottes verstanden. Der nachfolgende Vers macht es klar: “So blieb Isaak in Gerar”. Ein so simpler Satz, aber der hat es in sich. Wir können den Vers auch wie folgt übersetzen: “Und so ruhte Isaak in dem Land des Abwälzens”. Gerar bedeutet rollendes Land. Erst durch die Wortwurzel verstehen wir, wie Isaak auf die Botschaft reagierte. גרר (Ga-rar) bedeutet:

  1. wegschleppen; Was wurde weggeschleppt?

  2. wiederkäuen; Isaak hat sich mit der Rede Gottes weiterhin beschäftigt;

  3. gesehen bzw. erkannt.


Die Deutung von Gerar lautet dann in etwa so: Da gibt es ein Land, in dem die Sünde fortgetragen wird. Über diese Tatsache wird immer wieder nachgedacht und dadurch wird Gottes Handeln mehr und mehr erkannt und verstanden.


Isaak ruhte in Gerar. Das ist ein zärtlicher Hinweis auf das Evangelium von Golgatha. Im Opfer des Herrn können wir ruhen, weil er, der Sündenbock, die Schuld fortgetragen hat und Frieden gemacht hat. Wir dürfen immer wieder sein Werk anschauen und erkennen so mehr und mehr aus den Tiefen der Schriften seine Liebe. Gottes freundliches Handeln wird beim Studieren geoffenbart. Das ist die Torah, von der Gott in Ex­odus 16 spricht. Nach diesen Gesetzen wollte das Volk nicht leben.



Die Nutzlosigkeit des mosaischen Gesetzes?
Dazu lesen wir in Josua 24,19: Und Josua sprach zu dem Volke: Ihr könnt Jahwe nicht dienen; denn er ist ein heiliger Gott, er ist ein eifernder Gott; er wird eure Übertretung und eure Sünden nicht vergeben.


Das ist ein vernichtendes Wort und kommt einem Todesurteil gleich ...

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2. Die Torah des Passah
Nun sehen wir uns die Schriftstelle an, in der das Wort Torah zum zweiten Mal vorkommt.  Exodus 12, 49:

Ein Gesetz, Torah,
soll sein für den    Eingeborenen
und für den Fremdling,
der in eurer Mitte weilt.

Und Vers 43: Dies ist die Satzung des Passah.


Ein Gesetz bedeutet: ein einziges Gesetz, Es handelt sich  um eine zusammengesetzte Einheit,  nicht um eine absolute „eins“. Das verwendete hebräische Wort für “eins” אחד (e-chad) ist ein Zahlwort und deutet darauf hin, dass dieses Gesetz nur eine Satzung hat. Zudem verbirgt das Wort echad ein Geheimnis. Wir werden später noch darauf zurückkommen. Das Gesetz des Passah regelt, wer davon essen darf und wer nicht.

Sehen wir uns zuerst das Wort Satzung an. Es kann übersetzt werden mit:

   1. festgelegt, eingesetzt, berufen;

   2. Brauch, Sitte, Gewohnheit

   3. Methode, Verhalten

   4. Art und Weise

   5. Anordnung, Verordnung, Rechtsverordnung

   6. Ort, Stätte, Platz

   7. Gesetz

Das Wort Satzung, חוכה (cho-kah´), ist die weibliche Form und kommt von männlichen Wort chok חוק (H2706) und wird mit Erlass oder gesetzliche Verfügung übersetzt. Die männliche Form leitet sich von dem Verb cha-kak חקק (H2710) ab und bedeutet “eingravieren”.


Und so wird das Gesetz, durch unseren Glauben, von Gott -männliche Form-  auf unsere Herzen geschrieben – weibliche Form. Oder anders ausgedrückt: Der Herr graviert persönlich sein Wort auf unsere Herzen; Und jetzt wird es noch intimer: Der Bräutigam schreibt sich selbst auf das Herz seiner Braut. Wenn wir alle Übersetzungsvarianten und die Wortwurzeln untersuchen und erläutern, dann erzählen sie uns die wundersame Geschichte Jesu mit seinem geliebten Volk:


In der Genesis wird verheißen, dass der Messias:

  • durch sein Opfer,
  • auf Golgatha,
  • mittels Kreuzigung,
  • indem er angenagelt wird,
  • eingraviert auf ewig in Hände, Füße und Seite,
  • wegen der Sünde seines Volkes,
  • den Tod auf Golgatha,
  • gemäß dem Recht Gottes, erleidet.




Das alles tat er für dich und mich. Für Israel () erleidet der Messias ...

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3.  Die Torah des Ungesäuerten
Das dritte Mal finden wir das Wort Torah in Exodus 13, 9.

Und es sei dir zu einem Zeichen an deiner Hand
   und zu einem Denkzeichen zwischen deinen Au­gen,
damit das Gesetz des Herrn in deinem Mun­de sei.


Hier wird das Fest der ungesäuerten Brote beschrieben. Sie­ben Tage soll kein Sauerteig gegessen werden. Auch im gan­zen Land soll kein Sauerteig gesehen werden.

Die sieben Tage deuten darauf, dass während unseres ganzen Lebens der Sauerteig gar nicht erst in in unser Haus gelangen soll. Auch im ganzen Land, dem Land des Volkes Gottes, soll kein Sauerteig gefunden werden. In allen unseren Lebensbe­reichen soll nur Ungesäuertes unsere Speise sein.

Die sieben Tage deuten aber auch auf die Zeit der Gemeinde. Während der sieben Zeiten, von Ephesus bis Laodicäa, soll kein Sauerteig gefunden werden. Doch bereits im Anfang ver­barg ein Weib etwas Sauerteig in dem ungesäuerten Teig, bis eines Tages die ganze Masse völlig durchsäuert war. Der Herr selbst erzählt dies bereits in Matthäus 13. Es ist das vierte Gleichnis.


Als viertes Gleichnis deutet es auf das vierte Sendschreiben ...

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4. Die Torah des Manna
Als nächstes wird das Gesetz Gottes in Verbindung mit dem Manna erwähnt. Exodus 16,4:


Da sprach der Herr zu Mose: Siehe,
ich werde euch vom Himmel regnen lassen
und das Volk soll hinausgehen und
den täglichen Bedarf an seinem Tage einsammeln,
damit ich es prüfen, ob es wandeln wird
in meinem Gesetz
oder nicht.




Einige Verse weiter lesen wir:

Und der Herr sprach zu Mose: Bis wann weigert ihr euch, meine Gebote und meine Gesetze zu beobachten?


Gott mahnt das Volk: Ihr müsst essen. Wer nichts isst wird nichts. In diesem Abschnitt dreht sich alles um die tägliche Nahrung. Sie ist sehr abwechslungsreich, jeden Tag beson­ders. Unser geistliches Leben benötigt die regelmäßige und vielfältige Nahrungsaufnahme genauso, wie sie auch für unse­ren Leib erforderlich ist. Vernachlässigen wir das Lesen der Bibel am Morgen, dann fehlt uns der Frühregen und wir wer­den uns schlaff und schlapp fühlen.
Eine Frage dazu: Gehst du am Morgen ohne Frühstück aus dem Haus, arbeitest den ganzen Tag ohne Essen und wenn du abends nach Hause kommst, kurz vor dem Schlafengehen, dann erst schiebst du dir einen kleinen Happen rein? Wird nicht schon während des Tages der Hunger an dir genagt ha­ben und in der Nacht lässt er dich schlecht schlafen? Der zweite Tag verläuft genau gleich. Wieder eilst ...

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5. Die Torah der inneren Angelegenheiten
Das fünfte Mal findet sich das Wort Torah in Exodus 18 Vers 16 und wir sind noch immer zwei Kapitel vom Gesetz des Si­nai entfernt.

Wenn sie eine Sache haben,
so kommt es zu mir,
und ich richte zwischen dem einen und dem anderen
und tue ihnen die Satzungen Gottes und seine Gesetze kund.


Hier geht es um die Praxis. Wenn irgend eine Sache beurteilt werden soll,  zwischen dem einen und anderen zu rechten, dann kommt dieses Gesetz in Anwendung. Das Volk kam nur dann zu Mose, wenn eine Sache zwischen zwei Personen zu klären waren und beide die Angelegenheit nicht selbst einver­nehmlich regeln konnten.

Es ist nicht leicht innerhalb des Volkes Gottes die Dinge zu ordnen, den Geschwistern zur Hilfe zu sein. (Rechtssachen vor einem Zivilgericht sollen insbesondere den Frieden wie­der herstellen, d.h., den Rechtsfrieden zwischen zwei sich nicht einig werdenden Parteien).

Der Schwiegervater Moses gibt zwei wichtige Ratschläge: Er, Mose, soll die schwierigen Rechtssachen vor Gott bringen und für die weniger schweren Angelegenheiten gottesfürchti­ge Männer auswählen, hier Männer der Wahrheit genannt; diese sollen die leichteren Dinge richten. Als Oberste des Volkes sollen sie ihnen in Streitfragen als Richter vorstehen.


Die fünf Torah im NT
Die Gesetze Gottes werden alle im im Neuen Testament  wie folgt präzisiert.

  1. die notwendige Bekehrung, angedeutet durch den Glaubensgehorsam des Abraham; er verließ das Land seiner Väter;
  2. das Passah-Lamm deutet auf Jesus von Nazareth;
  3. Das 7-tägige Fest der ungesäuerten Brote: unser gan­zes Leben sei ein Fest ohne Böses;
  4. Das Manna in der Wüste: der Herr ist unsere tägliche Speise, das ist sein Wort;
  5. interne Rechtsangelegenheiten.

Alle fünf Gesetze, die Gott dem Volk Israel gab, verändern sich in der Zeit des Herrn Jesus nicht. Sie sind seit der Zeit der Aposteln für die Kirche gültig.

Weil wir aber die schwierigen Reden des Paulus oft nicht so richtig auf die Reihe bringen, erklärt uns das Alte Testament auf sehr einfache und schlichte Weise, wie wir diese Gesetze zu verstehen und anzuwenden haben ...

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6.  Die alte und die neue Torah  

Jetzt aber sind wir von dem Gesetz
- das ist das Gesetz Moses

losgemacht, da wir dem gestorben sind
- unsere Fesseln sind gelöst, weil wir mit Christus gestorben.

in welchem wir festgehalten wurden,
- als Sklaven des Gesetzes

so dass wir dienen dem N e u e n des Geistes
- wörtlich: in dem Erneuerten, d.h., wieder aufgerichtetem Gesetz Gottes; Josuas Gesetz!

und nicht in dem Alten
- wörtlich: das Gesetz, dass erst vor Kurzem in Kraft trat, jetzt aber das Abgenutzte ist, das ist das mosaische Gesetz.

des Buchstabens
- und die töten.

Paulus, Paulus! muss es so kompliziert sein?

Hier nochmals mit anderen Worten: ...

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