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Die Alte und Neue Torah werden gegenübergestellt

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Kapitel 1 Tora des Messias
Kapitel 2 Tora Gottes
Kapitel 3 Tora des Passah
Kapitel 4 Tora des Ungesäuerten
Kapitel 5 Tora des Manna
Kapitel 6 Tora der inneren Angelegenheiten
Kapitel 7 Die alte und neue Tora





Kapitel 7

Die fünf Torah im Neuen Testament

Zunächst sehen wir uns die Forderungen des Gesetzes an.


Und meine Satzungen und meine Rechte sollt ihr beobachten, durch welche der Mensch, wenn er sie tut, leben wird. Ich bin Jahwe. 3.Mose18,5
וּ·שְׁמַרְתֶּ֤ם אֶת־ חֻקֹּתַ·י֙ וְ·אֶת־ מִשְׁפָּטַ֔·י אֲשֶׁ֨ר יַעֲשֶׂ֥ה אֹתָ֛·ם הָ·אָדָ֖ם וָ·חַ֣י בָּ·הֶ֑ם אֲנִ֖י יְהוָֽה׃ ס
Und ich gab ihnen meine Satzungen und tat ihnen meine Rechte kund, durch welche der Mensch, wenn er sie tut, leben wird. Hesekiel 20,11
וָ·אֶתֵּ֤ן לָ·הֶם֙ אֶת־ חֻקּוֹתַ֔·י וְ·אֶת־ מִשְׁפָּטַ֖·י הוֹדַ֣עְתִּי אוֹתָ֑·ם אֲשֶׁ֨ר יַעֲשֶׂ֥ה אוֹתָ֛·ם הָ·אָדָ֖ם וָ·חַ֥י בָּ·הֶֽם׃




Wenn wir die Forderungen der Torah aufrichtig betrachten, dann werden wir feststellen, dass wir nicht fähig sind den Anweisungen des Herrn zu folgen. Selbst wenn nach menschlichen Maßstäben alles in Ordnung ist, weiß Gott dennoch, dass aus unserem Herzen das Böse immer wieder durchbrechen will und auch durchbricht. Uns so verheißt uns Gott:

Der Gerechte aber wird durch seinen Glauben leben.


וְ·צַדִּ֖יק בֶּ·אֱמוּנָת֥·וֹ יִחְיֶֽה׃
Die Geschichte Abrahams kennen wir. Auch das ihn Gott nicht gerecht gesprochen hatte, weil er ein gutes Leben führte oder besondere Opfer darbrachte oder den Ewig-Seienden mit sonstigen Dingen zufrieden stellte. Nein, er wurde einzig und allein auf Grund seines Glaubens gerecht gesprochen. Abraham vertraute den Worten des Herrn und glaubte was er sagte. In diesem Glauben zog der Stammvater aller Gläubigen aus Ur in Chaldäa aus und begab sich auf eine lange Reise, auf eine beschwerliche Wanderschaft zu Gott, denn  Jahwe wohnt in Kanaan.

Nicht nur der Tanakh erklärt uns, wie wir gerecht werden können. Der Neue Bund, הברית החדשה, drückt die gleiche Zuversicht aus.

אמן אמן אני אמר לכם השמע דברי ומאמין לשלחי יש לו חיי עולמים ולא יבא במשפט כי עבר ממות לחיים׃

וכאשר הגביה משה את הנחש במדבר כן צריך בן האדם להנשא׃
למען לא יאבד כל המאמין בו כי אם יחיה חיי עולמים׃
כי ככה אהב האלהים את העולם עד אשר נתן את בנו את יחידו למען לא יאבד כל המאמין בו כי אם יחיה חיי עולמים׃
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist aus dem Tode in das Leben übergegangen. Johannes 5,24

Und gleichwie Moses in der Wüste die Schlange erhöhte, also muß der Sohn des Menschen erhöht werden, auf daß jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. Denn also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, auf daß jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. Johannes 3,14-16



Die Gesetze Gottes, die wir im Tanak, dem Alten Testament, gefunden haben, werden alle im הברית החדשה, dem Neuen Testament, wie folgt präzisiert und erläutert.

1. die notwendige Bekehrung, angedeutet durch den Glaubensgehorsam des Abraham; er verließ das Land seiner Väter;
2. das Passah-Lamm deutet auf Jesus von Nazareth;
3. Das 7-tägige Fest der ungesäuerten Brote: unser ganzes Leben sei ein Fest ohne Böses;
4. das Manna in der Wüste: der HERR ist unsere tägliche Speise, das ist sein Wort;
5. interne Rechtsangelegenheiten.

Alle fünf Gesetze, die Gott dem Volk Israel gab, verändern sich in der Zeit des Herrn Jesus nicht. Sie sind seit der Zeit der Aposteln für die Kirche gültig.

Weil wir aber die schwierigen Reden des Paulus oft nicht so richtig auf die Reihe bringen, erklärt uns das Alte Testament auf sehr einfache und schlichte Weise wie wir diese Gesetze zu verstehen und anzuwenden haben. Sie sind ganz einfach. Wir aber haben, wie auch die Juden im Altertum, eine Mischnah um diese Gesetze gebaut. Vor lauter Spitzfindigkeiten wird das Herz der Gesetze eingeengt (Psalm 23). Im Judentum nennt sich das Gestrüpp Mishnah und im Christentum Lehramt, Kommentare, Grundsätze. Sie werden repräsentiert von so berühmten Männer wie Maimonides von den Juden und Luther, Calvin, Wesley, Darby und viele mehr aus dem Christentum.
Paulus sagt in Römer 6,10: Denn die Sünde wird nicht über euch herrschen, denn ihr seid nicht unter Gesetz, sondern unter der Gnade. Dieser Vers findet in der Beschreibung der Rede Josuas seine Entsprechung.
Nochmals Josuas Aussage: Ihr könnt dem Herrn nicht dienen. Das ist das Gesetz Mose, welches zu halten unmöglich war. Denn er ist ein heiliger Gott, er ist ein eifernder Gott, er wird eure Übertretung und eure Sünden nicht vergeben. Das Volk ist unheilig, Gott aber heilig. Das Volk ganz in Sünden, Gott aber hat mit Sünde nichts zu tun.

Das Gesetz Mose hat die vollkommene Sündhaftigkeit des Volkes offenbar gemacht. Es hält auch uns den Spiegel vor: Alles verdorben! Ich werde von der Sünde beherrscht. Die Hoffnung des Gesetzes Mose: Wer darin lebt, wird leben, leben in Ewigkeit, ist eine trügerische Hoffnung. Wir können das Gesetz nicht halten.
Ist einer von denen, die das mosaische Gesetz halten wollten, heute noch am leben? Nein, natürlich nicht. Und warum nicht? Weil sie das Gesetz gebrochen haben. Sie waren unvollkommen. Alle sind gestorben, ausnahmslos alle!

Doch welch ein Glück: Die, die wir mit Christus gestorben und auferstanden sind, leben nun nicht mehr unter diesem Gesetz. Wir leben unter der Gnade: das ist Gottes Gesetz, die Torah, die Josua aufgerichtet hat und auf den Tafeln des Herzens Abrahams geschrieben wurde.


Das ist: Die Tora des Messias

In seinem Gesetz sind wir fähig gemacht worden, durch die Wiedergeburt aus Wasser und Geist, dem Gesetz der Sünde die fristlose Kündigung vorzulegen (so will ich es mal ausdrücken) und uns mit unserem ganzen Denken und Fühlen dem Neuen Gesetz unterzuordnen und für den Herrn zu arbeiten. Wir wollen dem neuen Gesetz gehorchen, ob unser Fleisch nein sagt oder nicht.

Das lässt sich vergleichen mit einem Kind, dessen Eltern zu ihm sagen: Tue dies! Aber der Sohn murrt innerlich, möchte so gerne tun, was ihm Spaß macht, also das Gegenteil. Und doch, weil er gar nicht anders kann, denn er liebt ja seine Eltern, und diese sind geduldig und lassen nicht locker, führt er nach mehr oder weniger langem Zaudern ihre Anweisung aus.

So ist es auch mit dem Fleisch. In jedem Menschen rumort es täglich. Das Böse will immer wieder das Kommando übernehmen. Hier müssen wir, allem Verstand und Gefühlen zu wider, das Gute tun, dem Alten wieder und wieder die “fristlose Kündigung vorlegen” und damit wieder und wieder erklären: Ich arbeite nicht mehr für dich!

Bereits an diesem täglichen “Abwehrverhalten” der Sünde gegenüber erkennen wir, dass das neue Leben in uns mehr und mehr wirksam wird und Gestalt gewinnt. In diesem Sinne sind wir jetzt Sklaven der Gerechtigkeit.

Das Kind wird sich am Ende freuen, weil es das Gute getan und außerdem ein gutes Gefühl haben. Die Freude nimmt noch zu, denn auch die Elten freuen sich und das steigert die Freude bei dem Kleinen nochmals.
Geteilte Freude ist auch hier doppelte Freude, wie schon der Volksmund weiß. Und so fühlen wir ein sonderbares Glück, wenn wir als Sklaven der Gerechtigkeit das Gute tun; und die anderen, die freuen sich mit uns. Das vermag die Liebe Gottes, die vollständig in unsere Herzen ausgegossen wurde.

Danach dürfen wir aber nicht übermütig werden, sondern besonnen bleiben.  Das Gift der Sünde ist noch in uns und ein ganzes Leben lang wirksam. Wir benötigen täglich die notwendige Dosis eines Gegenmittels, um uns gesund zu erhalten. Das neue Leben in uns wird dann stärker und stärker. Durch die regelmäßige und ausgeglichene Ernährung durch sein Wort, wird Jesus zunehmend in uns Gestalt gewinnen und die todbringende Wirkung des Giftes dann immer wieder neutralisiert.

6. Die alte und die neue Torah  Römer 7,6



Jetzt aber sind wir
vom dem Gesetz losgemacht,
da wir dem gestorben sind,
in welchem wir festgehalten wurden,
so dass wir dienen in dem Neuen des Geistes
und nicht in dem Alten des Buchstabens.


Eigentlich hätte wir diesen Abschnitt auch an den Anfang des Buches setzen können, um der Guten Botschaft, dass wir freigemacht sind von dem Gesetz Mose, gleich ein großes Gewicht zu verleihen, dem nicht widersprochen werden kann, es sei denn, man verbiegt Gottes Wort oder man führt ein verdrehtes Evangelium ein, dass dann doch wieder unser Tun als heilsnotwendig hinstellt.

Wir haben uns daher entschieden, die beiden Gesetze erst am Ende gegenüberzustellen, weil es nicht nur die chronologische Erarbeitung unseres Buches darstellt, sondern auch, um die anderen Dinge, die von den Gesetzen berührt werden, zuerst zu beschreiben und zu erklären. Das Gesetz Mose wurde eingeführt, weil das Volk sagte: Alles was Jahwe sagt, wollen wir tun. Doch niemand hat sein Versprechen gehalten, alle sind sie wortbrüchig geworden. Sie schwuren einen Eid auf den Sinaibund, waren aber wegen der sündigen Natur des menschlichen Fleisches nicht fähig das Gesetz zu halten. Bis heute strampelt man sich ab, rühmt sich sogar, ein strenger religiöser Mensch zu sein, doch am Ende steht auch für die größten Orthodoxen der Tod. Alle Mühen und täglichen Plackereien sind nutzlose Übungen. Seht doch, die, die das Gesetz halten wollen sind genauso gestorben wie jene, die ohne das mosaische Gesetz leben. Die einen sündigen ohne das Gesetz Mose zu kennen, die anderen sündigen, obwohl das Gesetz täglich beobachten. Alle sterben, weil das Fleisch durch die Sünde verdorben wurde. Das neue Gesetz erspart uns unsere vergeblichen Mühen; bewirken doch unsere  erfolglosen Anstrengungen oft nur Frustrationen und schlimmsten Falls führen sie zu psychischen Erkrankungen.

Jetzt sehen wir uns den Text aus Römer 7 in seiner tieferen Bedeutung an, damit wir verstehen, warum das Gesetz Mose für die Jünger des Messias nicht mehr notwendig sind.


Jetzt aber sind wir von dem Gesetz
das ist das Gesetz Moses
losgemacht, da wir dem gestorben sind
unsere Fesseln sind gelöst, weil mit Christus
dem Gesetz gestorben sind.  
in welchem wir festgehalten wurden,
in Ketten als Sklaven des Gesetzes gebunden waren,
so dass wir dienen dem Neuen des Geistes
wörtlich: in dem Erneuerten, d.h., wieder
aufgerichtetem Gesetz Gottes; Josuas Gesetz!
und nicht in dem Alten
wörtlich: das Gesetz, dass erst vor Kurzem in Kraft
trat, jetzt aber das Abgenutzte ist, das ist das mosaische Gesetz.
des Buchstabens
das sind die Buchstaben, die den Tod bewirken, weil    
wir das Gesetz vom Sinai nicht halten können.


Paulus, Paulus, muss es so kompliziert sein?



Hier nochmals mit anderen Worten:

Das mosaische Gesetz wurde vor ca. 3500 Jahren gegeben. Es ist angesichts des Gesetzes Gottes, das von Ewigkeit her ist, erst “kürzlich” eingeführt worden und schon abgenutzt. Von dem abgenutzten Gesetz, dem Gesetz Mose, sind wir losgemacht worden durch das wiederbelebte Gesetz des Geistes.

Das ist das ewige Gesetz Gottes!

Abrahams durfte es erleben, weil er Gott glaubte. Er wandelte mit Gott. Die Richtschnur seines Handelns war das Gesetz Gottes, dass der HERR in sein Inneres geschrieben hatte, auf die Tafeln seines Herzens. Gott möge bei einem jeden von uns auch in das Innerste hineinleuchten, damit wir sein Gesetz lesen können, darüber nachdenken und zu unserer beständigen Handlungsanweisung machen.

Schlussbemerkung

Fünfmal finden wir das Wort Torah vor dem Gesetz am Sinai. Das erste Mal nennt es Gott „Meine Gesetzte“ und deutet damit an, dass seine Torah seit Ewigkeiten ist und in Ewigkeiten seine Gültigkeit behält. Die anderen vier Male, in denen das Wort Torah genannt wird, sehen wir seine Gesetze im Detail beschrieben. Das es vier Gesetze sind deutet auf die symbolische Bedeutung der Zahl. Die Zahl 4 steht symbolisch dafür, das die Gesetze weltweite Bedeutung haben, so wie auch die vier Stiere am Brandopferaltar. Sie steht für den Osten, dem Süden, dem Westen und den Norden. Damit wird uns bestätigt, dass Gottes Gesetze schon immer auf der ganzen Erde ihre Gültigkeit hatten. Nicht nur auf der ganzen Erde, sondern auch in der ganzen Welt, denn der Norden steht zudem für den Himmel.
Durch das Opfer unseres Herrn Jesus Christus, kann die stellvertretende Sühnung auch für alle Menschen wirksam werden. Einzige Bedingung: Du musst glauben, denn ohne Glauben aber ist es unmöglich, Gott wohlzugefallen; wer Gott im Gebet naht, muss glauben, das Gott existiert und denen die ihn suchen, ein  Belohner ist.  

Jesus suchen lohnt sich. Suche ihn in seinem Wort, suche ihn in der Torah des Messias.

Skript-Empfehlung: „Das Buch Jaschar“  


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