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Das Buch Esther - Die Waage des Rechts

Das Buch Esther

Psalm 119, 7
Preisen werde ich dich in
Aufrichtigkeit des Herzens,
wenn ich gelernt habe die
Rechte deiner Gerechtigkeit.

אֹודְךָ בְּיֹשֶׁר לֵבָב בְּלָמְדִי מִשְׁפְּטֵי צִדְקֶֽךָ׃

Auch diese Seite ist noch in Arbeit, dennoch liefert sie schon jetzt einen tiefen Eindruck von Gottes Genialität.

Hinweis: Die mit einem LINK versehenen Wörter liefern zu den verwendeten Begriffen und Namen weitere wichtige Informationen.

Das Buch Esther gehört zu den faszinierendsten Büchern der Weltgeschichte. Es ist komponiert mit allen Mitteln der Rhetorik. Unsere Veröffentlichung wird sowohl unter Juden als auch unter Christen ein Paukenschlag zu einer neuen und zugleich letzten Epoche sein, noch bevor der Messias wiederkommt. Das Buch berichtet uns nicht nur Wahres aus der Vergangenheit, sondern mit allen Details der Historie erhalten wir eine Aussicht auf die uns vorliegende Zukunft. Selbst wenn damals Juden bei der Aufnahme des Buches Esther in den biblischen Kanon noch zweifelten, ob es sich denn wirklich um Gottes Wort handelt oder nicht, muss nach unseren Ausführungen auch der letzte Zweifler anerkennen, dieses Buch konnte niemals von Menschen erdacht werden .
Auf dieser Seite veröffentlichen wir vorerst nur die Grundmuster, so kann der geneigte Leser und Studierende sich selbst aufmachen und die Geheimnisse entdecken.

Das Buch Esther besteht aus 10 Kapiteln, die wir in zwei Gruppen aufteilen.

      • Der erste Teil umfasst die Kapitel 1 bis 7,
      • der zweite Teil die Kapitel 8 bis 10.

Kurzübersicht

Kapitel:
  1. Es wird die amtierende Königin wegen ihrer Respektlosigkeit dem König gegenüber abgesetzt.
  2. Esther wird nach einem Jahr Aufenthalt und intensiver Kosmetik in der Burg Susan zur Königin ernannt.
  3. Haman steigt als Widersacher der Juden fast unbemerkt zum zweiten Mann im Staat auf.
  4. Mordokai reagiert auf den Tötungserlass und korrespondiert in dieser Sache mit Esther.
  5. Esther wagt sich zum König, ohne von ihm gerufen worden zu sein, dennoch findet sie Gnade; sie lädt den König und Haman zu einem Mahl zu sich ein.
  6. Haman muss trotz seiner heftigen Abneigung gegenüber Mordokai diesen öffentlich ehren, weil er einen Anschlag auf den König vereitelt hatte.
  7. Während Esthers zweitem Gastmahl wird Haman als Widersacher enttarnt und auf Befehl des Königs gehängt.
  8. Der König schenkt Esther das Haus Hamans, außerdem bevollmächtigt er sie und Mordokai, einen Gegenerlass zu verfassen, um so die Tötung der Juden zu verhindern. In allen Landschaften freuen sich die Juden über die gute Nachricht.
  9. Im zwölften Monat, dem Monat Adar, am 13. des Monats, überwältigen die Juden ihre Feinde und töten sie. In der Burg Susan gestattet ihnen der König auch am 14. des Monats in gleicher Weise zu verfahren. Mordokai wird immer größer. Von ihm wird das Purimfest verbindlich in den jüdischen Festkalender integriert.
  10. Das Kapitel hat nur drei Verse, die kurz und knapp vom Frieden und der Wohlfahrt durch den König und durch Mordokai berichten.  

Jetzt kommen wir zu etwas wirklich Erstaunlichem. Jedes Kapitel lässt sich in chronologischer Reihenfolge den sieben Gemeinden aus Offenbarung 2 und 3 zuordnen.  

Esther 1  - Ephesus
Esther 2  - Smyrna
Esther 3  - Pergamos
Esther 4  - Thyatira
Esther 5  - Sardes
Esther 6  - Philadelphia
Esther 7  - Laodicäa

  • Esther 1 - Ephesus: Der Herr ermahnt die Gemeinde, weil sie die erste Liebe verlassen hat. In Esther erfahren wir, dass Vasti ihre erste Liebe verachtet, indem sie ihr eigenes Mahl einnimmt, so wie es die römisch-katholische Kirche es tut und auch die exklusiven Brüdergemeinden. Sie haben sich selbst abgeschnitten.
  • Esther 2 - Smyrna: Es ist die Myrrhe, die beide Texte miteinander verbindet. Nach 12 Monaten ist Esther schön in den Augen des Königs.
  • Esther 3 - Pergamos: Hier ist es der dritte Kämmerer, der übersetzt Eseltreiber heißt und uns mit seinem Namen einen direkten Bezug auf Bileam liefert.
  • Esther 4 - Thyatira: Gott hat der Gemeinde verheißen, wenn sie überwindet, wird sie über die Nationen herrschen. Der Herr verheißt ihr den Morgenstern.
  • Esther 5 - Das erste Gastmahl Esthers. Hier hätte Haman noch umkehren können. Doch am nächsten Tag kommt der Dieb und nimmt Haman alles, das Leben und sein ganzes Haus.
  • Esther 6 - Mordokai spielt die geheimnisvollste Rolle, er wird noch in der besagten Nacht die Gunst des Königs erlangen und von seinem Widersacher Haman mit Ross und Königskrone öffentlich geehrt. Hat der Herr der Gemeinde Philadelphia nicht versprochen, dass er jene, die aus der Synagoge Satans, zwingen wird, dass sie sich niederwerfen werden vor den Füßen der Gemeinde und erkennen müssen, dass der Herr sie geliebt hat?
  • Esther 7 - Haman hat seine Chancen verstreichen lassen, gleichwie Judas Iskariot. Auch Judas hatte am Mahl des Herrn teilgenommen, ohne sich zu prüfen, ob er würdig ist. Judas erhängte sich, Haman wird gehängt.

Damit hätten wir einmal die Postroute, beginnend von Ephesus über Smyrna, Pergamos, Thyatira, Sardes, Philadelphia bis nach Laodicäa, abgelaufen. Doch was ist mit den übrigen drei Kapiteln? Wie wir bereits im Skript "Strukturen in der Bibel" aufzeigen, lassen sich die sieben Gemeinden auch thematisch nach den Festen des Herrn aus 3. Mose 23 ordnen. Wir erhalten dann folgende Reihenfolge:

  1. Laodicäa     -  Passah
  2. Ephesus      .  ungesäuerte Brote
  3. Smyrna       -  Erstlinge
  4. Philadelphia  -  Pfingsten
  5. Sardes         -  Posaunenhall
  6. Pergamos     -  großer Versöhnungstag
  7. Thyatira       -  Laubhütten.

Die Kapitel 8, 9 und 10 deuten auf den zweiten Festzyklus, den Herbstfesten.

  • Esther 8 - Sardes: Die Bedrohung ist vorrüber, der Nachhall des zurückliegenden Tages klingt noch in den Ohren. Esther weint und fleht, so wie es die Juden bis auf den heutigen Tag zwischen Rosh HaShanah und Jom Kippur tun. Ihnen wird das Leben geschenkt, ewiges Leben und zwar mittels eines besonderen Rettungsmittels.
  • Esther 9 - Pergamos: In Pergamos wohnte Satan. Mit dem Siegel des Königs rächen sich die Juden an denen, die aus Satans Synagoge kommen.
  • Esther 10 - Thyatira: Das Friedensreich des Messias. Der Herr hält sein Versprechen und so wird die Gemeinde über die Nationen herrschen und wird Gefäße der Unehre wie Tongeschirr zerschnettern.  

Bereits in 5.Mose 32,20 kündigt Gott an, dass er sich verbergen wird, weil sein Volk in Perversionen verfallen und, wie aktuell auch gesehen werden kann, sich in Betrügereien ergeht. Damit werden sie Gott untreu. Aus diesem Grund hat sich Gott in Buch Esther sprichwörtlich verborgen. Die jüdischen Gelehrten haben durch den Hinweis auf 5.Mo.32 einen entscheidenen Schritt auf dem Pfad zu einem wervollen, aber verborgenem Schatz getan, den Geheimnissen des Buches Esther.

Sicherlich hat sich Gott im Buch Esther verborgen, dass heißt aber nicht, dass wir ihn darin nicht finden. Gott ist schlau, glaubst du das? Er ist ein genialer Rhetoriker. Erst wenn wir seinen Reden aufmerksam zuhören und die Texte intensiv studieren, entdecken wir ihn und seinen verborgenen Schatz im Acker. Die Juden waren doch im "Acker" der damaligen Welt zertreut oder nicht? In allen 127 Landschaften müssen sie gewohnt haben.  Und auch Gott finden wir im Buch Esther 5 Mal versteckt.

Fünf Verse, die den Namen Gottes als Akronym enthalten:

1.     Esther 1,20
2.     Esther 5, 4
3.     Esther 5,13
4.     Esther 7, 5
5.     Esther 7, 7


  1. In  Esther 1, 20 lesen wir: Und man wird den Befehl des Königs, den er erlassen  wird, in seinem ganzen Königreiche hören - denn es ist groß - so werden  alle Weiber ihren Männern Ehre geben, vom Größten bis zum Kleinsten.
  2. In  Esther 5, 4 hören wir: Und Esther sprach: Wenn es dem König gut dünkt, so  möge der König und Haman heute zu dem Mahle kommen, das ich ihm bereitet  habe.
  3. In Esther 5, 13 erfahren wir: Aber dieses alles gilt mir nichts, solange ich Mordokai, den Juden, im Tore des Königs sitzen sehe.
  4. In  Esther 7, 5 hören wir: Da sprach der König Ahasveros und sagte zu der  Königin Esther: Wer ist der, und wo ist der, welchen sein Herz erfüllt  hat, also zu tun?
  5. In  Esther 7 ,7 sehen wir: Und der König stand in seinem Grimm auf von dem  Weingelage und ging in den Garten des Palastes. Haman aber blieb zurück,  um bei der Königin Esther für sein Leben zu bitten; denn er sah, dass  das Unglück gegen ihn beschlossen war von seiten des Königs.


Nun die Abschnitte aus den fünf zuvor genannten Versen in Hebräisch, in denen der Name Gottes als Akronym, genauer gesagt: das Pronym, des HERRN versteckt ist:
 

Esther 1,20:    היא וכל הנשים יתנו
 es werden alle Weiber geben

Esther  5,4:   יבוא המלך והמן היום
es komme der König und Haman heute

Esther 5,13:           זה איננו שוה לי              
dies alles gilt mir nichts

Esther  7,5:        הוא זה ואי זה הוא     
wer ist er und wo ist er?

Esther  7,7:      כי כלתה אליו הרעה  
dass das Böse gegen ihn
 
             
Nun  zur Deutung der Abschnitte. Während der erste Vers aus Esther 1, 20  noch einfach zu deuten ist, wird es in den Versen Esther 5, 4 und 5, 13  komplizierter, weil hier die Spiegelung der Personen ins Spiel kommt.

  1. Esther 1, 20: Es redet Memukan, dessen Name "würdevoll" bedeutet. Das Akronym des Namens Gottes muss von links nach rechts gelesen werden und dann erhalten wir den Namen Jahwe, hebräisch יהוה. Der Vers richtet sich an alle Völker, ja, an jeden von uns persönlich. Jeder Mensch, hier weiblich dargestellt, soll seinen Mann, das ist  Christus, die Ehre geben.
  2. Esther 5, 4: Es redet Esther. Das Akronym des Namens Gottes muss von rechts nach links gelesen werden, denn Esther, die Jüdin, ist die Einladende, wenn sie sagt: Es komme der König und Haman heute. Deshalb schreibt Paulus im Brief an die Hebräer: Heute, wenn ihr seine  Stimme hört, verhärtet eure Herzen nicht. Esther repräsentiert das  sichtbare Zeugnis. Sie spricht ihre Einladung nicht nur gegenüber die Juden aus, sondern insbesondere an den medo-persischen König und Haman. Der König repräsentiert unter anderem den Anti-Herrscher und Haman unter anderem den Anti-Propheten. Beide sind von Esther, dem Stern, eingeladen, um am Mahl des Herrn teilzunehmen.
  3. Esther 5, 13: Es redet Haman; sein Name bedeutet "großartig", "prachtvoll", "herrlich", "überwältigend". Er repräsentiert das, was das menschliche Herz begehrt. Doch er ist heimtückisch, denn er sucht den Tod Mordokais. Als Agagither stammt Haman von den Amalekitern ab, dessen "Hände sich ausstrecken nach dem Thron Jahwes". Von dem Volk der Amalekiter hatte Gott gesagt, dass er das Gedächtnis Amaleks vollständig unter dem Himmel austilgen wird. (Exodus 17, 14)
  4. Esther 5, 7: Es redet der König Ahasveros. Indem er zwei Fragen an Esther richtet, repräsentiert er in dieser Szene den Unwissenden und insbesondere den Antichristen, denn er hat keine persönliche Beziehung zu Jesus. Die Antworten auf seine Fragen erklären sich folgendermaßen:

Frage 1: Wer ist er?
Antwort: Es ist der Messias, Jesus Christus.

Frage 2: Wo ist er?
Antwort: In der Mitte.

In  der Szene, in der der unwissende König die Königin fragt, bildet Ahasveros den Antichristen und Hamas spielt plötzlich die Rolle des Messias Jesus, der kurz darauf an das Holz gehängt wird.
Das Akronym, אהיהא, bestätigt, dass es sich um Jesus handelt, denn es bedeutet "Ich bin", hebräisch אהיה. Es kann sowohl von links nach rechts als auch von rechts nach links gelesen werden. Und weil das Akronym von beiden Seiten vom Aleph eingerahmt wird, können wir daraus schließen, dass Jesus uns mitteilen will: Ich bin der Erste und der Letzte, ich war tot und bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit.
5. Esther 7, 7: dass das Böse gegen ihn
Hier spricht niemand mehr. Den ersten Satz sprach Memukan, den zweiten, Esther, den dritten Haman, den vierten der König, doch im letzten Vers der Akronyme wird nur noch festgestellt, dass das Böse gegen ihn gerichtet ist. Auch dieser Vers muss als gespiegelter Text verstanden werden, denn dass Böse war und ist bis heute gegen Jesus gerichtet, doch am Ende wird das Böse gegen den Bösen, dem falschen Messias, gerichtet  sein.


 
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