Lesarten: 1.Petrus_3_21
Lesarten > Ebene 82
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ὃ
καὶ ἡμᾶς ἀντίτυπον νῦν σώζει βάπτισμα,
(οὐ σαρκὸς ἀπόθεσις ῥύπου, ἀλλὰ
συνειδήσεως ἀγαθῆς ἐπερώτημα εἰς
Θεὸν,) δι᾽ ἀναστάσεως Ἰησοῦ Χριστοῦ,
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Byz |
ὃ
ἀντίτυπον νῦν καὶ ἡμᾶς σώζει βάπτισμα,
οὐ σαρκὸς ἀπόθεσις ῥύπου, ἀλλὰ
συνειδήσεως ἀγαθῆς ἐπερώτημα εἰς
Θεὸν, δι᾽ ἀναστάσεως Ἰησοῦ Χριστοῦ,
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| NA |
ὃ
καὶ ὑμᾶς ἀντίτυπον νῦν σῴζει βάπτισμα,
οὐ σαρκὸς ἀπόθεσις ῥύπου ἀλλὰ
συνειδήσεως ἀγαθῆς ἐπερώτημα εἰς
θεόν, δι’ ἀναστάσεως Ἰησοῦ Χριστοῦ |
1. Petrus 3,21
NAwelches Gegenbild auch euch jetzt errettet, das ist die Taufe (nicht ein Ablegen der Unreinigkeit des Fleisches, sondern das Begehren eines guten Gewissens vor Gott), durch die Auferstehung Jesu Christi,
TR & Byzwelches nun auch uns selig macht in der Taufe, die durch jenes bedeutet ist, nicht das Abtun des Unflats am Fleisch, sondern der Bund eines guten Gewissens mit Gott durch die Auferstehung Jesu Christi,
Zu diesem Vers liegen uns drei Lesarten vor, wobei sich der Textus receptus vom Mehrheitstext nur durch die Wortstellung im Satz unterscheidet, in beiden aber wird gelesen, dass das Gegenbild der Flut „uns“ errettet, während der Nestle Aland „euch“ errettet liest.
Der Apostel Petrus ist ein Apostel der Juden, mit seinem Rundbrief will er seine Brüder ermuntern und ermahnen. Sein Schreiben ist vor allem ein prophetischer Brief, der sich in besonderer Weise an Juden in der Endzeit richtet. In Kapitel 3 spricht Petrus sie immer wieder direkt an, zuerst die Frauen (ab Vers 1), dann die Männer (Vers 6), dann an alle (Verse 7 bis 17). Er erinnert sie, barmherzig, demütig, mitleidig und voll brüderlicher Liebe zu sein, und anschließend sagt er ihnen, was sie nicht tun sollen und wie sie gute Zeugen Jesu sein können, trotz des bösen Widerstandes,.
Ab Vers 18 lenkt er ihre Aufmerksamkeit auf Christus, der ihnen Vorbild ist als der Leidende für die Ungerechten, wie auch ihr Herr, der zwar getötet wurde nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht nach dem Geist. Und dann erinnert er die Empfänger des Briefes, wie geduldig der Herr bereits gegenüber den Menschen der Vorzeit war, durch Noah predigen ließ den Weg der Errettung, sie aber nicht hören wollten und so alle durch die Flut umkamen, außer acht.
Aus keinem Satz lässt sich erkennen, dass Petrus sich in den Ermahnungen mit einbezieht, was aus dem Kontext auch keinen Sinn ergeben würde. Nach dem der Apostel mit dem Hinweis auf die Vorzeit endet, wendet er sich wieder direkt an die Adressaten und sagt: Welches Gegenbild auch „uns“ oder „euch“ errettet? „Euch errettet“ bezieht sich auf das Gericht über die Ungehorsamen am Ende der Tage. Er will ihnen sagen, dass sie in dem Gericht, das kommen wird, in gleicher Weise gerettet werden, wie Noah und seine Familie. Die Ungehorsamen werden „in der Flut“ umkommen, sie aber werden das Gericht gleichsam in einer Arche durchleiden wegen des Wassers, aber in dieser Todeskammer geschützt werden.
Petrus, so ist es uns überliefert, starb vor bald 2000 Jahren am Kreuz zum Zeugnis für seine Brüder, besonders aber zum Zeugnis für die Brüder am Ende der Tage. Er hat nicht nur den bitteren Kelch dieser Art des Todes getrunken, er musste auch durch die „Taufe des Todes“ gehen. Davon sprach der Herr zu den Jüngern: „Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinke oder mit der Taufe getauft werden, mit der ich getauft werde?“ Als die Jünger dies bejahten, antwortete er ihnen: „Den Kelch, den ich trinke, werdet ihr trinken, und mit der Taufe, mit der ich getauft werde, werdet ihr getauft werden.“ Markus 10,38-39 Der bittere Kelch sind die Leiden, die der Herr vor dem Tod erlitt, die Taufe symbolisiert den Tod an sich.
Jetzt zu dem Bild des Todes, der verglichen wird mit einer Taufe. Wer getauft ist auf den Namen Jesus, der ist zuvor ins Wasser gestiegen und wurde vom Täufer untergetaucht, der ganze Körper war unter Wasser, dieser Moment deutet auf den Tod. Weil aber der Täufer gleich wieder auftaucht, deutet es auf das neue Leben. Und das will Petrus sagen. Ihr werdet getauft während des Gerichts, aber ihr seid nur für einen winzig kleinen Moment tot. Das macht Petrus deutlich, wenn er auf den Tod Jesu anspielt: getötet nach dem Fleisch, lebendig gemacht nach dem Geist.
Dass der Apostel Petrus nicht von einer jüdischen oder christlichen Taufe spricht, lässt sich auch daran erkennen, dass er in Vers 21 in Bezug auf das Erretten nicht vom Ablegen der Unreinigkeit spricht, das wäre ein Sündenbekenntnis, dem dann die Taufe folgt, sondern er spricht von der Taufe des Todes, der dann die Auferstehung folgt durch die Auferstehung Jesu Christi.
Was hat nun Petrus geschrieben, uns oder euch? Nach unseren Ausführungen scheint festzustehen, dass Paulus sich mit eingeschlossen hat, aus damaliger Sicht. Liest ein Jude heute den Text zum ersten Mal und dann auch noch die Lesart von Nestle Aland, dann trifft es ihn viel direkter, er erkennt, dass er den Kelch trinken wird und das er mit der Taufe des Todes getauft wird, wie sein Herr am Passah vor 2000 Jahren.
Am heutigen Tag predigte Gerhard Pfeifer von OpenDoors in Riedlingen über Liebe zu seinen Feinden Lebt in dieser Liebe.
Berlin, den 30. August 2026
© Copyright H. Randy Rohrer
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